Sonntag, 21. November 2010

Es geht bergauf!?

Nach 14 Wochen habe ich zum ersten Mal wieder mehr als 8 Stunden Training in mein Trainingstagebuch eintragen können!
Das Schöne dabei: Trotz erneut drei kompletten Ruhetagen, an denen ich unterwegs war, hat mir das Training Spaß gemacht. Die ersten Schwimm-Kilometer sind absolviert und ich war zweimal im Fitnessstudio, wo ich jetzt mit einem nur leicht abgeänderten Trainingsplan und reduzierten Gewichten wieder Muskelaufbau betreibe. Sowohl beim Schwimmen als auch im Studio gibt es einiges zu tun ;-)  Wen wundert's? Stumme Zeugen davon sind ist das Unterhautfettgewebe, daß sich in Form von Röllchen gemein bemerkbar macht. Eine Laufeinheit habe ich mir nach dem Erlebnis vom letzten Sonntag in dieser Woche gespart. Die Nachwirkungen bekam ich bis Samstag zu spüren!
Ab morgen sind wir für 14 Tage zu fünft im Haushalt. Jennie bekommt im Rahmen des Schüleraustauschprogramms  vom Gymnasium Bad Iburg ihre Austauschschülerin zu Besuch. Das hat zur Folge, daß Jennie ihr Zimmer räumt und in "meinen" Keller einzieht, wo gemeinhin meine Rolle steht. Die muß nun für die nächste Zeit in mein Zimmer unser's Dach einziehen. Zum Glück ist die Wohnung darunter momentan nicht bewohnt...
Bleib zu hoffen, daß ich mit dem Rückenwind aus dieser Woche das Feuer wieder anfachen kann.

Sonntag, 14. November 2010

Es ist zum Mäuse melken...

Jetzt sollte bzw. ist der Schaden an der Schulter behoben sein und ich könnte mit der Saisonvorbereitung für 2011 anfangen.
Könnte..., wenn es nicht an der Motivation hapern würde. Was aber aber viel schlimmer ins Gewicht fällt ist, dass ich quasi nicht laufen kann! Die Bandscheibenschäden machen mir zurzeit massiv zu schaffen und das, obwohl ich in den letzten Wochen im Durchschnitt nur 1-2 Mal pro Woche gelaufen bin. 
Im Grunde genommen befinde ich mich derzeit auf dem Trainingsstand von November 2005 - als ich nach dem BS-Vorfall zur Reha war, wenn ich mal die Einheiten auf der Rolle außer Acht lasse.
OK, zugegeben: der 24-KM-Lauf am letzten Sonntag war zu viel des Guten. Anschließend konnte ich 2 Tage kaum mehr gehen. Beim heutigen Läufchen haben mir alle Knochen und Gelenke südlich der Gürtellinie von Anfang an weh getan. Das ist an sich nichts schlimmes, normalerweise "verläuft" sich das auch den ersten 4 KM. Nicht so heute Mittag. Der Rücken tat weh, die hintere Oberschenkelmuskulatur auch und so nach 3 KM kam noch die rechte Leiste hinzu. Ein paar Mal musste ich stehen bleiben... Ich verfluchte die Tatsache, kein Handy dabei zu haben um mich abholen zu lassen und beschloss auf (fast) kürzestem Weg zurück nach Hause zu laufen. Unterwegs, auf einer nun vollkommen neuen (wenn gleich auf nicht unbekannten Wegen) Laufrunde erweiterte ich die Strecke Stück für Stück, um doch noch 60 Minuten in mein Trainingstagebuch eintragen zu können. 
Nach dem Lauf kann ich wieder kaum gehen bzw. mein linkes Bein so bewegen, wie ich es eigentlich sollte. Einfach mal gerade ausstrecken ist nicht so einfach...
Dadurch, dass der Körper bei Schmerzen unweigerlich eine Schonhaltung einnimmt, werden andere Gelenke oder Körperteile in Mitleidenschaft gezogen. Daher wohl die Schmerzen in der Leiste und insgesamt 3 blaue Zehennägel in den letzten 2 Wochen :-(
Die mangelnde Motivation lässt mich an den wenigen Tagen an den ich morgens in Schwimmbad gehen könnte, zunächst ohne irgendein schlechtes Gewissen im Bett liegen bleiben. Seit Oktober bin ich häufig unterwegs zu Softwareschulungen bzw., -Einführungen und in unserer Niederlassung in England, was das Training hinten runterfallen lässt. An den Reisetagen muss ich oft zwischen 2 und 3 Uhr früh aus den Federn und komme abends spät zurück. Somit bin ich froh, wenn ich mal etwas länger schlafen kann. Ende kommender Woche sollten mein Kollege und ich aber aus dem Gröbsten heraus sein.
Am Mittwochabend habe ich einen Termin im Fitnessstudio meines Vertrauens, um mir einen neuen, auf den Rücken und die Bauchmuskulatur abgestimmten Trainingsplan erstellen zu lassen. Ich hoffe sehr, dass mich das wieder einmal nach vorne bringt.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Die Ersatzteile sind raus

HakenplatteHakenplatteBereits am Dienstag wurde ich stationär vom Chirurgen meines Vertrauens operiert. Erstaunlich, wie schnell ich nach der Vollnarkose wieder auf den Beinen war. Mit der gefühlten, sehr kurzen Aufwachphase war der Spuk inklusive Wartezeiten nach 2 Stunden vorbei und ich lag wieder auf meinem Sofa. Die Schmerzen halten sich in Grenzen, selbst das Liegen auf dem Rücken geht jetzt wieder besser als vor der OP.
Eben war ich zum Verbandswechsel - bis Mittwoch muss ich meinen Bewegungsdrang noch im Griff haben - Schweiß ist nicht gut für die Wunde.
In zwei Wochen, nachdem die Fäden gezogen sind, kann ich mit Rehamaßnahmen anfangen. Laufen und Radfahren auf der Rolle wird wohl schön früher möglich sein.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Die neue Website wächst

Vielleicht ist es schon aufgefallen. In den letzten Tagen und Wochen ist unsere kleine Website kontinuierlich weiter gewachsen. Zunächst in "meinem" Bereich. Hier hole ich nach und nach Seiten aus den alten Homepages herüber, korrigiere sie ein klein wenig redaktionell und überarbeite die enthaltenen Fotos. Ansonsten bleiben die Inhalte gleich. Die Seiten stellen eben zusammen mit dem Blog eine Art Tagebuch dar.
Neu sind:
- Presseberichte: alle komplett v. 2006 bis heute
- einige Fotogallerien
- diverse Laufberichte von 2005 bis 2010
- der GröDispaZ (Größter Disponent aller Zeiten) darf auch nicht fehlen.

Samstag, 9. Oktober 2010

IRONMAN - Hawaii

Alloah!

Zum zweiten Mal nach 2009 bin ich in diesem Jahr live auf  Hawaii dabei, bei der IRONMAN-Weltmeisterschaft der WTC!
Seit 18:45h läuft das Rennen - zumindest im Internet. Momentan sind wir seit rund 50 Minuten  bzw. 20 Meilen (ich gehöre ja zu der Führungsgruppe) auf der Radstrecke. Es ist sonniges Wetter, den Wind werden wir erst später zu spüren bekommen.
Hoffentlich bekomme ich einen zweiten Wind, um der Veranstaltung, die ab 0:20h auch im deutschen Fernsehen durch HR bis morgen früh um 5 Uhr übertragen wird, noch einige Stunden folgen zu können.
Bier und Chips sind ausreichend vorhanden. Falls notwendig verfüge ich auch noch über einige Reservoirs an Cola und Red Bull sowie Power Gels - Überbleibsel meiner letzten Vorbereitungen zum Radrennen am Nürburgring.

Hang lose
Reiner

Sonntag, 3. Oktober 2010

Ein Lebenszeichen

Seit meinem letzten Eintrag hier gab es wenig bis nichts, was es wert wäre, für die geneigten Leser oder die Nachwelt aufgeschrieben zu werden. Schade eigentlich, aber so ist das, wenn das Leben in ruhigen Laufbahnen verläuft...
Mal abgesehen, davon, dass heute bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen um die 23 °C der "Münsterland-Giro" über die Bühne gegangen ist - der letzte in diesem Jahr geplante und gebuchte Wettkampf. Natürlich ohne mich. Zum Glück konnte ich die Organisatoren überzeugen, mir das Nenngeld zu erstatten, nachdem ich das ärztliche Attest vorgelegt hatte. So hatte das wenigstens etwas Gutes. Ich muss Mal nachsehen, aber ich glaube, dass ich in diesem Jahr bald mehr Wettkämpfe habe sausen lassen, als ich wahrgenommen bzw. gefinisht habe. Die Rennrad- und Triathlon Saison ist nun in unseren Regionen für dieses Jahr endgültig beendet, was die Wettbewerbe angeht.
Andernorts, genauer gesagt im australischen Geelong ging in diesen Tagen die Rennrad-Weltmeisterschaft über die Bühne. Für die deutschen Radprofis sprangen durch Judith Arndt und Tony Martin dabei die Silber- bzw. Bronzemedaille im Einzelzeitfahren heraus.
Überschattet werden die tollen Erfolge (wieder) einmal mehr durch Dopingvorfälle. Alberto Contador, Sieger der Tour de France der Jahre 2009 und 2010 wird, wie erst jetzt, knapp 2 Monate später, bekannt wurde, des Dopings durch Clenbuterol beschuldigt. Contador wurde bereits während DES Dopingskandals um den spanischen Dr. Fuentes des Dopings bezichtigt, nachgewiesen wurde ihm bis heute nichts. Was wohl eher an der schlampigen Bearbeitungsweise der spanischen Behörden und dem Geldsumpf im Profiradgeschäft liegen wird.
So what? Ich dope schließlich auch. Gerade jetzt wieder, wo ich diese Zeilen schreibe. Allerdings gelingt es mir durch eine ausgeklügelte Verschleierungstaktik, die Fahnder in die Irre zu führen, bzw. ins Leere rennen (oder fahren die eigentlich?) zu lassen. Mal ganz unter uns: Ich wechsle einfach zwischen verschiedenen Weizenbiersorten ("Hefe" sollte es schon sein), klassisch eingebrauten Sorten Pilsener Art und saisonalen Gebräuen. Gerade eben ist das Oktoberfestbier der SPATEN-Brauerei serviert.
Aber ich schweife ab, zurück zum Sport: Während heute auch der Marathon in München gelaufen wurde und der Challenge Triathlon in Barcelona über die Langdistanz über die ging (zu dem übrigens zusammen mit Tim Esselmann (Ergebnisse stehen noch aus) zumindest mein Radkoffer gereist sein dürfte), strampele ich mich im (noch) warmen Keller schon wieder auf der Rolle ab. Ich war heute dicht dran, mit dem Trekkingrad eine Runde in der Natur zu drehen, aber die Schulter und die Angst durch einen dummen Zufall zu stürzen, geben das einfach noch nicht her.
Seit dem Unfall am 20. August bin ich:
- 11 Mal bzw. 149,4 KM / 12:01:23h gelaufen und
- 11 Mal bzw. 320,3 KM / 11:17:41h auf der Rolle Rad gefahren
Das ist nicht so wahnsinnig viel, was? Es macht mich aber Wahnsinnig, wenn ich sehe, bzw. spüre, wie schwer mir das ganze fällt und wie sehr die Motivation immer mehr in den Boden geht. Aber das hat mehrere Gründe, die ich hier nicht alle so offen legen möchte. Vielleicht liegt es auch einfach nur am fehlenden Ziel...
Zwei sportliche Höhepunkte dieses Jahres werfen noch ihre Schatten voraus:
Zum einen die Weltmeisterschaft der IRONMAN Corp. (WTC) auf Hawaii am kommenden Samstag ab 18:45h und zum anderen die New York Marathon am 7. November (@Nick & Schrøder: war da nicht noch was...???)

Sonntag, 19. September 2010

Total platt

5 1/2 Wochen sind ins Land gegangen, seit dem ich mich aufs Mett gepackt habe. Das sind 5 1/2 Wochen ohne das ich eine Nacht durchgeschlafen habe und 5 1/2 Wochen, in den ich meine Ernährung reduziert habe, um nicht unnötig an Gewicht zu zulegen. 
Ich darf  ja nicht jammern, aber es geht mir auf den Geist. Ich bin unzufrieden, habe Hunger, friere schnell und vor allem - bin kraft- und mutlos.
Mein absolut lust- und motivationsloses Trainingspensum liegt so bei 4-5 Stunden pro Woche, aufgeteilt in Laufen und Radeln auf der Rolle. Da beides nicht schmerzfrei ist, bin ich relativ froh, das ganze Theater nach 60 - 75 Minuten beenden zu können. Dabei schwitze ich wie Sa... und habe einen unverhältnismäßig hohen Puls, der zwar nach dem Absetzen der Schmerztabletten gesunken, aber fernab vom Normalen ist. Permanente Müdigkeit begleiten das Ganze.

Ich hatte ja nun einige Wochen Zeit, mir über die Saisonplanung 2010 Gedanken zu machen. Selbst dabei kommt kaum (Vor-)Freude auf. Einige Gedanken habe ich zwar, aber alles Spektakuläre habe ich ich erst einmal verschoben.

Fest steht, dass ich 2011 nicht zu einem Trainingslager auf Mallorca fliegen werde, obwohl mir das in diesem Jahr richtig auf's Pferd geholfen hat. Die Radkilometer werde ich mir wohl in heimischen Mittelgebirgen holen.

Fest steht auch, dass ich keine Langdistanz unter dem Ironman-Label buchen werde. Ob ich überhaupt eine Langdistanz bestreiten werde, entscheidet sich in den nächsten Wochen, wenn ich absehen kann, wie schnell ich nach der Entfernung der Metallplatte aus meiner Schulter wieder mit dem Schwimmen beginnen kann und vor allem, wie das danach funktioniert...
Die OP ist am 19. Oktober, bis dahin ist ersteinmal easy-going angesagt. Allenfalls laufen und Rollentraining. Selbst im Fitnessstudio kann ich nicht so furchtbar viel machen, obwohl ich da mal wieder erscheinen sollte.