Sonntag, 13. Juli 2014

Koffer packen und Abschied nehmen



Das Leben ist voller Veränderungen – die es so spannend machen.


http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.noz.de%2Fmedia%2F2013%2F08%2F14%2Fkoffer_full.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.noz.de%2Fdeutschland-welt%2Fpolitik%2Fartikel%2F9226%2Fbye-bye-bundestag-100-abgeordnete-nehmen-abschied&h=417&w=741&tbnid=7jUJmCsYZmqr3M%3A&zoom=1&docid=SVnC9FWnGwPECM&ei=bNHDU-j_LqXe4QS4lID4Bw&tbm=isch&client=firefox-a&iact=rc&uact=3&dur=2477&page=1&start=0&ndsp=38&ved=0CDoQrQMwCA
Quelle: NOZ.de
Am letzten Wochenende hat Jennifer mit dem bestandenen Abitur einen wichtigen Lebensabschnitt abgeschlossen. Am Freitagabend fand die feierliche Zeugnisübergabe in der Aula des Gymnasiums statt – die letzten Minuten als Schülerin. Der Ausdruck „die letzten Minuten in der Schule“ passt in ihrem Fall nicht, weil sie ab Herbst ein FSJ an einer Schule in Hamburg machen wird und ggf. im Anschluss daran Lehramt studieren wird.
Unabhängig von Christines  Umzugs- und Zukunftsplänen wird Jennie also in den nächsten  Wochen von Bad Laer in den Raum Hamburg ziehen.


Lisa war bei der ABI-Entlassung und beim ABI-Ball ebenfalls dabei und war vermutlich zum letzten Mal in „ihrer“ Schule. Auch ein Abschied, wenn man so will. Abschied wird sie demnächst auf jeden Fall von Ihnen Freunden in Magdeburg nehmen – sie zieht es für mindestens ein halbes Jahr nach Immenstadt im Allgäu zu einem Praktikum bei Bosch. Ob sie dort auch noch ihre Bachelorarbeit schreiben wird, ist noch offen.


Na ja. Und zu guter Letzt nehme ich Abschied aus Versmold. Ich verlege meinen Wohnsitz ab dem 1. August zurück nach Bad Laer.


Während sich für mich nicht so furchtbar viel verändert – außer, dass ich hier niemanden von meiner Familie mehr in der Nähe habe (schon ein merkwürdiges Gefühl), wird es einiges an Anstrengung benötigen, damit wir uns noch regelmäßig sehen. Die "Achse" Hamburg - Bad Laer - Immenstadt ist gute 920 KM lang. Nichts für "mal so eben".


Ich trage mich seit längerem auch mit dem Gedanken, den Blog hier enden zu lassen und Veränderungen und Neuigkeiten nur noch auf die Homepage zu stellen.

Ursprünglich war der Blog dazu gedacht, im Juli 2007 meinen Weg zum IRONMAN-Finish zu dokumentieren.  Ich habe Gefallen daran gefunden, das Ganze  nach und nach ausgeweitet und über die kleinen und größeren Dinge meiner  sportlichen Aktivitäten berichtet. Sieben IRONMAN-Starts, zwei Alpenüberquerungen, Radrennen, einen Sack voller Laufwettkämpfe sowie Fort- und Rückschritte, Knochenbrüche, Unfälle und sonstige Begebenheiten habe ich an dieser Stelle festgehalten. 


Nach der Rückkehr aus England ist eine gewisse Leere eingetreten. Neue größere Ziele verfolge ich im Moment noch nicht und ich möchte den Blog hier nicht durch „leeres Gesülz“ herum dümpeln lassen.
 
Einige Nachträge zu LEJOG könnten vielleicht noch folgen. Wenn ich einen interessanten Wettkampf oder eine andere Herausforderung konkret ins Auge gefasst habe, lasse ich Euch das hier wissen.

Ansonsten halte ich mich ab sofort zurück und verweise auf meine Homepage, der ich noch etwas mehr Aufmerksamkeit widmen möchte


Für diesen Moment allen mehr und  auch weniger regelmäßigen Lesern vielen Dank für die Begleitung über die 7 Jahre.


Keep The Fire Burning! Tschüss

Montag, 30. Juni 2014

Das offizielle Finisher Foto ist eingetroffen


Mit ziemlicher Verspätung lag heute das Foto vom "Zielpfosten" in John O'Groats im Briefkasten. Etwas sehr blass und zu viel Himmel. 

Ich bin etwas enttäuscht - aber immerhin habe ich ein Foto von mir und dem "kleinen Schwarzen" :-)

Der "professionelle Fotograf" am offiziellen Zielpfosten hat mich überredet doch noch ein Foto für 10 Pfund machen zu lassen. Da Ergebnis gibt es nur als Papierfoto per Briefpost. "Scannen und veröffentlichen ist unter Strafandrohung verboten".
Eigene Fotos mit dem Pfosten, der nachts weggeräumt wird, weil er zu oft geklaut wurde, sind verboten - allenfalls aus gebotener Entfernung.

Deswegen gibt es noch einen zweiten - 200 Meter weiter...

Sonntag, 29. Juni 2014

Eine Woche später...

Gut eine Woche bin ich aus England zurück. Also der Körper jedenfalls. Der Kopf ist noch unterwegs. Die ersten Arbeitstage sind mir unglaublich schwer gefallen und jede Nacht verarbeite ich die Reise in meinen Träumen; bin noch unterwegs. Morgens wache ich schweißnass auf, von dem was ich die Nacht über erlebt habe :-)

Interessanter ist jedoch, dass sich mein Körper auch immer noch im "Kriegszustand" befindet. Ich bin pünktlich um 6 Uhr früh wach, vor allem aber habe ich permanent Hunger. Der Körper vermutet, dass es jeden Augenblick wieder losgeht und fordert Kalorien um vorbereitet zu sein. Da muss ich jetzt ein wenig abbremsen, denn "los" ist es in dieser Woche nur einmal gegangen, als der "rote Büffel" nach Feierabend auf die Piste wollte. Die mittlerweile ungewohnte Sitzposition hat die Beinmuskulatur ziemlich gefordert. Von Holger habe ich die Ersatz-Sattelstütze abgeholt und eingebaut. Etwas kann ich an der Position noch feilen, aber durch die völlig andere Rahmengeometrie sitze ich grundsätzlich anders als auf dem "kleinen Schwarzen". Wir müssen uns nach über 3000 Kilometern wieder aneinander gewöhnen ;-))

Das kleine Schwarze habe ich als allererstes auseinander- und vor allem zurück gebaut. Es war so unglaublich dreckig. Besonders natürlich die Kette, Kettenblätter und Ritzel. Zwei Nachmittage habe ich verbracht, um es wieder zum glänzen zu bringen.
Bleibende Schäden hat es außer ein paar kleinen Kratzern im Lack, die beim ihm mittlerweile eher Trophäen sind wie Kerben im Griff eines Revolvers, nicht davon getragen. Lediglich die Flaschenhalter sind gebrochen. Beide haben schon einige Jahre auf dem Buckel. Vermutlich Materialermüdung.

Unter der Woche wurde ich von vielen Menschen auf die Reise angesprochen. Die Streckenlänge und auch die Länge der täglichen Etappen hat sie alle sehr beeindruckt. Für die meisten ist das eine unfassbare Leistung. Natürlich fahren viele keine 3000 Kilometer in so kurzer Zeit, wahrscheinlich nicht einem Jahr oder über einen noch längeren Zeitraum. Aus ihrer der Sicht ist das sicher ungewöhnlich, aber ich empfinde das nicht so. Na klar, war es anstrengender, als drei Wochen am Strand zu liegen (wobei das überhaupt nicht mein Ding ist), aber für mich war es ein Urlaub. Einer, von dem ich noch lange zehren werde.




Freitag, 27. Juni 2014

Bericht im Westfalenblatt v. 27.06.2014


http://reiner-doepke.de/images/presse/presse_reiner/2014/20140625_HallerKreisblatt.pdf

Allmählich muss ich anfangen Autogramme zu üben und einen Online-Fanshop einrichten  ;-)

Mittwoch, 25. Juni 2014

Bericht im Haller Kreisblatt



Nach einen sehr netten Gespräch mit dem Lokalsport-Redakteur Philipp Kreutzer gestern Mittag erschien heute dieser Bericht im Haller Kreisblatt.

Montag, 23. Juni 2014

LEJOG - Presse

Auf meiner Website sind die beiden erschienenen Presseartikel aus dem Westfalenblatt und Bad Laer Aktuell einsehbar.
Im Westfalenblatt und Haller Kreisblatt sollen in den nächste Tagen weitere Beichte veröffentlicht werden

20. Etappe: Homerun

CHIP und REISE ENGEL

Der redselige Wirt von "Black Swan" in Leyburn hatte mir nahegelegt, nicht nach Hull, sondern bis maximal Beverley zu fahren und in der schönen Kleinstadt, ca. 15-20 KM vor Hull gelegen, auf die Abfahrt der Fähre nach Rotterdam zu warten. "Hull. Kriminalität und Prostitution, Drogen und Alkohol". Nun gegen anständiges Bier hätte ich keine Einwände gehabt - auf den Rest hatte ich keine Lust.

Zum Frühstück um 8 Uhr begrüßte er mich mit "Mahlzeit". danach ließ ich es ruhig angehen. Eigentlich. Die Beine drehen in sich bei schönen warmen Wetter und angenehm kühlenden Wind wie wild. Schon um kurz nach 13 Uhr war ich in York - 70KM und in etwa Halbzeit. Die Altstadt war von Touristen überflutet - da bin ich gleich weiter gefahren. Durch Landschaften, wie wir sie von zuhause aus kennen. Immer entlang der mäßig befahrenen B1079. Der Plan war immer noch vor Hull zum stehen zu kommen. Das habe ich nicht geschafft. 

Ortseingang Hull: ein großes Hinweisschild: "Radfahrer! Notieren Sie sich die Rahmennummer Ihres Fahrrades und lassen Sie Ihr Gepäck registrieren". Keine guten Vorzeichen, hier einen ganzen Tag zu verbringen. Ich bin ohne Umweg in den Hafen zu P&O gefahren und habe gefragt, ob man mich einen Tag früher mitnehmen könnte. Für eine Umbuchungsgebühr von £37 war das der Fall. Das war mir lieben, als a) für eine Übernachtung deutlich mehr zu bezahlen und b) einen ganzen Tag mit dem Rad und Gepäck am Hacken in Hull herumzulungern.


Um 16:30 war boarding zur abfahrt um 20:30h. Ich bekam eine Innen-Doppelkabine und war zufrieden, als ich später feststellen konnte, dass ich sie für mich alleine hatte.

Am Abendbuffet war ich fünfmal - plus Käse zum Nachtisch, ohne nennenswerte Magenerweiterung :-).

Abgesehen davon, dass eine Innenkabine logischerweise über kein Fenster verfügt und daher etwas beklemmend wirkt, lag meine Kammer über der Disco, ein Deck tiefer. Erst Livemusik - später DJ. Aber irgendwie fand ich dann doch meinen Schlaf.

Sechs Uhr wach werden, 7 Uhr Frühstück - nicht am Buffet. Das war mir zu voll.

Mit zwanzig Minuten Verspätung war ich um 9:20h wieder auf dem europäischen Kontinent angekommen.


Das Gefühl: Mhh. Kein Glücksgefühl jedenfalls. Eher ein Abschied. Aber ich bin noch nicht angekommen und hoffe, dieses Gefühl hält noch sehr lange an...

Bis hier hin vielen Dank für's lesen. Ich werde in den nächsten Tagen noch die eine oder andere Betrachtung nachschieben. Bleibt dran!