Dienstag, 21. Januar 2014

Operiert

Kopf und Zeh sind noch dran. Heute vor einer Woche wurde ich am Fuß operiert. Der Zahn der Zeit hatte ein wenig zuviel an mir genagt, wodurch ich mir eine Arthrose eingefangen habe.
Ambulant, kurz und vor allem überwiegend schmerzlos hat der Chirurg meines Vertrauens etwas Knochen abgesägt, um den Spalt im Gelenk, der durch den abgenutzten Knorpel zu klein geworden war, wieder zu vergrößern. Die Geschichte mit der Vollnarkose bei einer ambulanten OP ist schon interessant. Dabei ist eine minutengenaue Steuerung des Einschlaf- und Aufwachzeitpunktes möglich. Nix mit einem ausgiebigen Schläfchen... So war ich dann auch nur 50 Minuten außer Gefecht. Maximal. Dann stand schon eine heiße Tasse Kaffee mit ein paar Plätzchen vor mir. Neben- bzw. Nachwirkungen: keine.
Einzig die blutunterlaufenen Zehen stören die sonst angenehme Optik

Und wenn man außer acht lässt, dass ich noch bis zum 29. Januar arbeitsunfähig geschrieben bin... Na ja. Es gibt ja Notebooks und Telefone. Und Mitfahrgelegenheiten auch.
Langweilig wird es mir eh nicht. Ich habe noch einiges an Leserückstand aufzuholen und ich habe endlich meine zum Teil uralten Unterlagen digitalisiert, was wiederum einige Ordner eingespart hat. Das stand schon einige Jahre auf der Agenda.
So nebenbei habe ich weiter an meiner Homepage gebastelt. Die Etappen für die Englandrundfahrt stehen jetzt und sind zu einem Großteil schon auf der Page sichtbar und beschrieben. Alle Unterkünfte sind unter Dach und Fach und gebucht. Jetzt sind noch die An- und Abreise zu klären bzw. zu buchen.
Am Himmelfahrtstag, 29. Mai geht es los,  am 22. oder 23 Juni bin ich wieder zurück.
Jetzt fehlt nur noch das "Go" vom Doc, damit ich wieder in den Sattel kann. Und laufen möchte ich endlich mal wieder.

Mittwoch, 8. Januar 2014

Geschmacksnervenkitzel


Frohes Neues!

Ich habe zu Weihnachten zwei Kochbücher bekommen!

Whow!
Das kling ja total irre. Wie mache ich Bratensoße selbst?. Wie lange kochen Fünf-Minuten-Eier? Themen, die die Welt bewegen. Umtauschen???


Neeeeeeee. Weil eines die Thailändische- und eines die Indische Küche behandelt. Beides sind Geschmäcker, die ich schon länger auf dem Zettel  - und vor allem in England genossen hatte. Richtige Gaumenkitzel sozusagen.






Deshalb bin ich auch erstmal los und habe in einem asiatischen Laden in Bielefeld im im Internet jede Menge Gewürze erstanden.




Die machen sich im Regal sch
on mal ganz gut ;-)

Noch besser machen sie sich aber im Topf, in der Pfanne und vor allem in der Nase und auf der Zunge. Orientalische Geschmacksfreuden allenthalben. Bei einigen Gerichten braucht es noch etwas Übung bei der Dosierung der Gewürze - die Rezepte sind da eher zu sparsam dabei - aber es wird.... Yumm Yumm.

Sonntag, 8. Dezember 2013

Herbstpause

... Zeit zum entschleunigen.
Ruhiges, trübes, kaltes Novemberwetter. Abends früh dunkel und morgens spät hell. Meine Motivation leidet. Nicht nur aber auch witterungsbedingt. Schwimmen und Laufen - was ist das?


Das Laufen drängt sich allein schon wegen der Arthrose nicht gerade auf - und auch mein Rücken freut sich über die Pause. Allerdings bin ich am letzten Samstag zum ersten Mal bzw. fünf Wochen nach dem Halbmarathon in Magdeburg wieder gelaufen. 15 KM, die letzten waren echt schmerzhaft - aber nichts dagegen, was an den nächsten zwei Tagen folgte. Ich lasse es besser für's erste.

Wobei: ich hoffe, dass die Dauer der Laufpause absehbar ist. Ich habe mich mit meinem Doc auf eine Operation geeinigt. Am 14. Januar wird ein bisschen am Zeh herumgesägt. Zwei bis drei Wochen später müsste ich wieder schmerzfrei gehen und vielleicht auch schon mit dem Lauftraining wieder anfangen können.
Heißt konkret: Kein großer Laufwettkampf im kommenden Jahr.


Abgesehen von dieser Woche, in der mich wichtige Dinge eher mental als zeitmäßig, vom Sport abgehalten haben, bin ich wenigstens auf der Rolle unterwegs. Draußen hat an den Wochenenden das Mountainbike das Rennrad abgelöst. Entschleunigen eben.



Einige routinemäßige Arztbesuche mache ich ja auch immer in dieser Jahreszeit. Alles soweit in Ordnung, nur der Kardiologe rät mir vom Extremsport ab. Ich habe seit vielen Jahren nach harten Trainings oder Wettkämpfen offenbar Stoffwechselprobleme, die eventuell auf eine Überlastung des Herzens zurückzuführen sind. Konkret zeigt sich das darin dass mein Körper, besonders die Beine, nach diesen Einheiten unwahrscheinlich viel Wasser einlagert, das erst nach 4-5 Tagen wieder auf natürlichem Weg abfließt. Den genauen Befund habe ich noch nicht abgefragt. Auf jeden Fall steht auch drin, das ein Teil meines Herzens grenzwertig vergrößert ist. Der Doc geht davon aus, dass das Ausdauertraining dafür verantwortlich ist. Beides nichts Beunruhigendes also.



Ich gebe zu, es gefällt mir auch nicht schlecht mal längere Zeit nur herumzugammeln. Natürlich ist das schlechte Gewissen schon bemerkenswert, aber es geht ja bald wieder los.



Ich bin da mit meinen Planungen schon ein ganzes Stück weitergekommen. Ich denke, ich werde meine Aktivitäten im nächsten Jahr ein wenig mehr auf das Langstrecken-Radfahren verlegen.

Plan A hat nicht geklappt. Das sollte die Vättern Rundan in Schweden und anschließen das Radrennen Trondheim - Oslo werden.
Während die Vättern Rundan ein 300 KM langer Radmarathon um den Vätternsee ist, handelt es sich bei der "Store Styrkeproven" um ein Rennen über 540 KM. Beide Veranstaltungen werden in einer Etappe gefahren. Dummerweise habe ich schon bei dem Radmarathon keinen Startplatz bekommen.


Kommt also Plan B zum Tragen, der in etwa so aussehen könnte.



Ende Mai findet zum ersten Mal der Mecklenburger-Seen-RadMarathon statt. Eine gute Alternative zur Vättern Rundan und ein letzter Test für...:





Wie komme ich darauf? Im Grunde aus meinem Antrieb "immer weiter, immer länger". Genau genommen habe ich einen Bericht über eine Radtour in England, vom äußersten Süd-Westen bis zum äußersten Nord-Osten gelesen. Land's End to John o' Groats auch "End to End" genannt oder einfach LEJoG. Es geht auch anders herum. Dann heißt es JoGLE.

Das ist kein Rennen, ja noch nicht einmal eine Veranstaltung. Auch gibt es keine Ausschilderung oder "offizielle" Strecke. Es geht einfach darum in einer frei wählbaren Zeit auf einer ebenfalls frei wählbaren Strecke zu fahren. Dabei kommen die meisten der unzähligen Fahrer, Läufer oder Wanderer auf ca. 1000 englische Meilen, was ca. 1600 KM entspricht.
Na ja. Das klingt ja schon mal ganz gut, zumal ich in vielen Gegenden Englands noch nicht war.


Ich muss vielleicht zur Erklärung noch einschieben, dass ich seit vielen Jahren keinen anständigen, zusammenhängenden Urlaub mehr gemacht habe und für das kommende Jahr ohnehin mindestens drei Wochen am Stück für mich eingeplant habe.



1.600 KM also. Das ist ja locker in 10-11 Tagen zu schaffen. Denke ich. Wenn ich drei Wochen zur Verfügung hätte, könnte ich das ganze noch aufbohren und Schleifen an die walisische und schottische Ostküste fahren. Und weil man von da oben ebenso schlecht wegkommt, wie man nach Land's End hinkommt, möchte ich gerne noch zurück bis nach Hull radeln um dann nach 20 Tagesetappen und 2 Ruhetagen von dort aus per Schiff zurück nach entweder Zeebrügge oder Rotterdam "segeln".



Näheres dazu in den nächsten Tagen und ab Mitte Januar auf der Homepage.





Samstag, 9. November 2013

Hallux rigidus




http://www.ortho-unfall.de/spektrum/fuss/21-hallux-rigidus.htmlSo ein Schiet. Schon kurz vor fünfzig und schon stellt sich der körperliche Verfall ein. Also noch mehr, als sowieso schon.
Im letzten Blogeintrag habe ich es ja schon anklingen lassen. Ich habe Schmerzen bei Abrollen unter bzw. in dem rechten Großzehengelenk. Drei Wochen absolute Laufpause und Behandlung mit Voltaren haben nicht geholfen.
Da ohnehin meine jährlichen Arztkonsultierungen anstanden, habe ich meinem Hausarzt gleich mal darüber berichtet. Meine Blutwerte sind alle im grünsten Bereich angesiedelt. Gicht oder Rheuma sind damit auszuschließen.
Mein Verdacht ging eher in Richtung Ermüdungsbruch irgendeines kleinen Knöchelchens, das sich gerne wichtigmachen möchte. Die erwartete Überweisung zum Chirurgen meines Vertrauens kam dann auch prompt – genauso wie der ernüchternde Befund: Arthrose im rechten Großzehengrundgelenk (Hallux rigidus). Klingt nicht aufregend, ist aber irgendwie blöd.
Weil sie das Ende meine Laufambitionen bedeutet. Sagt der Doc.
Erstmal. Sage ich.

Fahr‘ Rad anstatt zu laufen, sagt der Doc auch. Hmm… Gute Idee, wenn ich es nicht ohnehin schon primär machen würde.

Der Plan: Also… es gibt keinen wirklichen. Da Arthrose ist da und kann nicht rückgängig gemacht werden. Zunächst gib es eine (stärkere) Voltarenkur um die Schmerzen zu lindern und Reizungen abklingen zu lassen. Dann sehen wir mal weiter.
„Weiter“ kann heißen: eine kleine, armlose Operation.
Dabei wird etwa ein Drittel des 1. Mittelfußköpfchens sowie ggf. zusätzlich des Grundglieds mitsamt den störenden knöchernen Auswüchsen (Osteophyten) schräg abgetragen. Der für die Schmerzen bei der Abrollbewegung der Großzehe verantwortliche Knochenkontakt wird so beseitigt.“ (Quelle)
Das soll dann so 5 bis 10 Jahre halten. Ob es zum Laufen taugt, habe ich vergessen zu fragen. Danach bliebe dann noch die komplette Versteifung des Gelenks durch zwei Spaxschrauben aus dem Baumarkt. Gibt’s ja momentan auch günstig im Praktiker…
Alternativ kann man sich für jedes Paar Schuhe spezielle Einlage anfertigen lassen. Damit kann man dann gehen, aber keinen Sport machen. Mal abgesehen von den Kosten der Einlagen, die jede für sich sicher die Kosten meiner Schuhe überschreiten würden :-)

Fazit an dieser Stelle: Ich bin also nicht so furchtbar amused und etwas miesepeterig drauf. Besonders auch, weil ich schon 3 KG zugenommen habe.
Immerhin erleichtert es mir die Planung für das nächste Jahr. Ich habe mich schon auf ein paar Mitteldistanzen gefreut. Hannover, Bad Bodenteich, Hückeswagen und den Nordseeman hatte ich im Visier. Ganz besonders, weil ich ab kommenden Jahr in der M50 starten würde. OK. Das ist nun wohl hinfällig. Ich möchte gerne weiter ab und an laufen. Vielleicht nicht mehr so lang wie bisher, vielleicht langsamer, und dann mal sehen, was geht. Schwimmen? …ja, auch das. Schließlich bin ich seit September wieder einmal pro Woche dabei, zweimal auch schon :-). Mehr als 40 KM sind dabei „schon“ zustande gekommen. Für eine Langdistanz würde das schon reichen.

Montag, 21. Oktober 2013

Endlich mehr in der Hose? - Halbmarathon in Madgeburg




Die Frage muss erlaubt sein - Eine Einschätzung zum Halbmarathon in Magdeburg gibt es auf der Homepage

Sonntag, 29. September 2013

Glocknerkönig

Wenigstens das hat geklappt.
Gestern bin ich DEN Alpenpass gefahren, der mich überhaupt zum Radfahren in den Bergen verleitet hat. Auf der Rückahrt vom IRONMAN Kärnten 2009 sind wir seinerzeit über Heiligenblut über die Großglockner Hochalpenstraße nach Bruck, also aus dem Süden in den Norden nach Hause gefahren. Damals haben mich die vielen Radfahrer beeindruckt, die diesen Berg auf sich genommen haben. Gleich ob mit dem Mountainbike, Brötchen-hol-Fahrrad oder Rennrad. Seit dem habe ich ja auch schon einige Pässe mit dem Rad überquert, aber gerade dieser für mich wichtige, fehlte mir noch in meiner kleinen und bescheidenen Sammlung. Österreichs höchster asphaltierter Pass misst 2.504 Meter ünN am Hochtor, einem kurzen Tunnel auf dessen Gegenseite man einen völlig neuen Blick auf die karge Bergwelt erhält.

mehr lesen auf meiner Homepage

Samstag, 31. August 2013

Es wird nichts

Ich muss wohl an beide Marathons bereits jetzt einen Haken machen. Ich quäle mich auf meinen Trainingsrunden meistens mehr schlecht als recht über den Kurs. Die Schmerzen aus der Bandscheide werden wieder stärker und nehmen mir den Spaß am Laufen. Irgend etwas anderes schleppe ich auch noch mit mir herum, nur weiß ich nocht nicht genau, was mir das das Leben schwer macht. Ich komme viel zu schnell "aus der Puste" und fühle mich "eingeschnürt".

In Münster werde ich auf keinen Fall starten, den Wettkampf in Magdeburg kann ich auf einen Halbmarathon umbuchen.

Diese Saison ist total dumm gelaufen. Ich bin vollkommen unzufrieden und vor allem ohne jede Motivation. Beim Radfahren bin ich deutlich hinter meinen Erwartungen zurück geblieben. Nach der Transalp bin ich kaum noch gefahren und habe mich auf das Laufen konzentriert - das Ergebnis steht oben. Nun hoffe ich darauf, dass ich noch eine schöne Radtour Ende September / Anfang Oktober machen kann: Die Großglockner Hochalpenstraße würde ich sehr gerne fahren. Sie ist ja schließlich der Grund, warum ich Berge fahre.