Samstag, 9. November 2013

Hallux rigidus




http://www.ortho-unfall.de/spektrum/fuss/21-hallux-rigidus.htmlSo ein Schiet. Schon kurz vor fünfzig und schon stellt sich der körperliche Verfall ein. Also noch mehr, als sowieso schon.
Im letzten Blogeintrag habe ich es ja schon anklingen lassen. Ich habe Schmerzen bei Abrollen unter bzw. in dem rechten Großzehengelenk. Drei Wochen absolute Laufpause und Behandlung mit Voltaren haben nicht geholfen.
Da ohnehin meine jährlichen Arztkonsultierungen anstanden, habe ich meinem Hausarzt gleich mal darüber berichtet. Meine Blutwerte sind alle im grünsten Bereich angesiedelt. Gicht oder Rheuma sind damit auszuschließen.
Mein Verdacht ging eher in Richtung Ermüdungsbruch irgendeines kleinen Knöchelchens, das sich gerne wichtigmachen möchte. Die erwartete Überweisung zum Chirurgen meines Vertrauens kam dann auch prompt – genauso wie der ernüchternde Befund: Arthrose im rechten Großzehengrundgelenk (Hallux rigidus). Klingt nicht aufregend, ist aber irgendwie blöd.
Weil sie das Ende meine Laufambitionen bedeutet. Sagt der Doc.
Erstmal. Sage ich.

Fahr‘ Rad anstatt zu laufen, sagt der Doc auch. Hmm… Gute Idee, wenn ich es nicht ohnehin schon primär machen würde.

Der Plan: Also… es gibt keinen wirklichen. Da Arthrose ist da und kann nicht rückgängig gemacht werden. Zunächst gib es eine (stärkere) Voltarenkur um die Schmerzen zu lindern und Reizungen abklingen zu lassen. Dann sehen wir mal weiter.
„Weiter“ kann heißen: eine kleine, armlose Operation. „
Dabei wird etwa ein Drittel des 1. Mittelfußköpfchens sowie ggf. zusätzlich des Grundglieds mitsamt den störenden knöchernen Auswüchsen (Osteophyten) schräg abgetragen. Der für die Schmerzen bei der Abrollbewegung der Großzehe verantwortliche Knochenkontakt wird so beseitigt.“ (Quelle)
Das soll dann so 5 bis 10 Jahre halten. Ob es zum Laufen taugt, habe ich vergessen zu fragen. Danach bliebe dann noch die komplette Versteifung des Gelenks durch zwei Spaxschrauben aus dem Baumarkt. Gibt’s ja momentan auch günstig im Praktiker…
Alternativ kann man sich für jedes Paar Schuhe spezielle Einlage anfertigen lassen. Damit kann man dann gehen, aber keinen Sport machen. Mal abgesehen von den Kosten der Einlagen, die jede für sich sicher die Kosten meiner Schuhe überschreiten würden :-)

Fazit an dieser Stelle: Ich bin also nicht so furchtbar amused und etwas miesepeterig drauf. Besonders auch, weil ich schon 3 KG zugenommen habe.
Immerhin erleichtert es mir die Planung für das nächste Jahr. Ich habe mich schon auf ein paar Mitteldistanzen gefreut. Hannover, Bad Bodenteich, Hückeswagen und den Nordseeman hatte ich im Visier. Ganz besonders, weil ich ab kommenden Jahr in der M50 starten würde. OK. Das ist nun wohl hinfällig. Ich möchte gerne weiter ab und an laufen. Vielleicht nicht mehr so lang wie bisher, vielleicht langsamer, und dann mal sehen, was geht. Schwimmen? …ja, auch das. Schließlich bin ich seit September wieder einmal pro Woche dabei, zweimal auch schon :-). Mehr als 40 KM sind dabei „schon“ zustande gekommen. Für eine Langdistanz würde das schon reichen.

Montag, 21. Oktober 2013

Endlich mehr in der Hose? - Halbmarathon in Madgeburg




Die Frage muss erlaubt sein - Eine Einschätzung zum Halbmarathon in Magdeburg gibt es auf der Homepage

Sonntag, 29. September 2013

Glocknerkönig

Wenigstens das hat geklappt.
Gestern bin ich DEN Alpenpass gefahren, der mich überhaupt zum Radfahren in den Bergen verleitet hat. Auf der Rückahrt vom IRONMAN Kärnten 2009 sind wir seinerzeit über Heiligenblut über die Großglockner Hochalpenstraße nach Bruck, also aus dem Süden in den Norden nach Hause gefahren. Damals haben mich die vielen Radfahrer beeindruckt, die diesen Berg auf sich genommen haben. Gleich ob mit dem Mountainbike, Brötchen-hol-Fahrrad oder Rennrad. Seit dem habe ich ja auch schon einige Pässe mit dem Rad überquert, aber gerade dieser für mich wichtige, fehlte mir noch in meiner kleinen und bescheidenen Sammlung. Österreichs höchster asphaltierter Pass misst 2.504 Meter ünN am Hochtor, einem kurzen Tunnel auf dessen Gegenseite man einen völlig neuen Blick auf die karge Bergwelt erhält.

mehr lesen auf meiner Homepage

Samstag, 31. August 2013

Es wird nichts

Ich muss wohl an beide Marathons bereits jetzt einen Haken machen. Ich quäle mich auf meinen Trainingsrunden meistens mehr schlecht als recht über den Kurs. Die Schmerzen aus der Bandscheide werden wieder stärker und nehmen mir den Spaß am Laufen. Irgend etwas anderes schleppe ich auch noch mit mir herum, nur weiß ich nocht nicht genau, was mir das das Leben schwer macht. Ich komme viel zu schnell "aus der Puste" und fühle mich "eingeschnürt".

In Münster werde ich auf keinen Fall starten, den Wettkampf in Magdeburg kann ich auf einen Halbmarathon umbuchen.

Diese Saison ist total dumm gelaufen. Ich bin vollkommen unzufrieden und vor allem ohne jede Motivation. Beim Radfahren bin ich deutlich hinter meinen Erwartungen zurück geblieben. Nach der Transalp bin ich kaum noch gefahren und habe mich auf das Laufen konzentriert - das Ergebnis steht oben. Nun hoffe ich darauf, dass ich noch eine schöne Radtour Ende September / Anfang Oktober machen kann: Die Großglockner Hochalpenstraße würde ich sehr gerne fahren. Sie ist ja schließlich der Grund, warum ich Berge fahre.

Freitag, 2. August 2013

Marathonvorbereitung

Pfffffhhhh... und das im Sommer. Ein kurzer Anlauf soll es werden, quasi von Null auf Hundert.
Ich fürchte, ich habe meine Fähigkeiten diesmal überschätzt. Genau 5 Wochen bleiben mir noch bis zum Münster-Marathon, 10 bis zu dem in Magdeburg.

Mal ganz abgesehen von den Schmerzen reichen momentan Ausdauer und Geschwindgkeit gerade einmal für einen soliden Halbmarathon, den ich auf flacher Strecke vielleicht in 1:35h absolvieren könnte. Das wäre der langsamste HM ever.

Derzeit trainiere ich nach dem Motto "Nur viel hilft viel". Wobei "derzeit" auch nur eine Momentaufnahme der letzen 9 Tage ist. Da ist es mir nämlich gelungen, innerhalb von 7 Tagen 81 KM zu laufen. 3x HM und ein etwas kürzeres Stück um den Feldmarksee von 17 KM. Das ist umsomehr beachenswert, als das ich einen solchen Wochenumfang schon ewig  nicht mehr geschafft habe - aber so fühle ich mich dann auch :-(  Was vor Jahren abslut normal war, ist heute zeitweilig schon eine Qual. Immerhin bin ich in 12 Tag 4 Halbmarathons gelaufen.

Über einen Start in Münster werde ich wohl erst in den Tagen unmittelbar davor entscheiden. Vielleicht lasse ich es doch besser bei 1-2 Halbmarathons und hoffe auf einen besseren Trainingsstand im Oktober. Mal sehen....

Das Rad fahren habe ich hinten angestellt. Da wird wird sich in diesem Sommer nicht mehr viel tun.

Trotzdem machen mr die jüngsten Triathlonübertragungen und Reportagen im TV und Livestrams im Internet etwas Lust, mich auch damit wieder zu beschäftigen. Nur radeln oder nur laufen ist auch irgendwie langweilig.

In den letzten Wochen hatte ich auf meinen Reisen oft Gelegenheit, meinen Lesestau abzuarbeiten und liegengebliebende Bücher bzw. Zeitschriften zu lesen. Es geht dabei, wen wundert es, um Radfahren. Die Bücher von Tyler Hamilton und Bjarne Riis sind dabei lesenswert, besonders unter dem Aspekt der aktuellen Dopingnachweise und -geständnisse. Darauf muß ich hier nicht weiter eingehen. Es gibt genügend gute und noch mehr schlechte Informationsquellen im Netz zu diesem Thema.
Doping oder nicht: Treten müssen sie alle und aus einer hohlen Nuss wird durch Doping kein Tour-Sieger. Wobei ich hier das Thema überhaupt nicht schön reden will.

Für meinen Teil glaube ich daran, da der Radsport heute im Vergleich zum den verlogenen Jahren deutlich sauberer, aber nicht rein geworden ist. Das wird es nie geben. In keiner Sportart, ausser Taschenhalma. Vielleicht.
Die körperliche und mentale Leistung eines Zabels, Armstrongs, Ullrichs, Panatis oder wem auch immer ist dessen unbeachtet weiter hoch einzuschätzen. Angeklagt und verurteilt gehören sie m. E. allemal. Aber nicht bespuckt und gesteinigt als Individuen. Vergangenheit. Guckt auf die neue Generation. Es macht Spaß zuzusehen!

Auch die (deutschen) Schwimmer leisten derzeit wieder ausserordentliches bei der WM in Brasilien. Natürlich haben es mir die Freiwasserschwimmer m Thomas Lurz besonders angetan. 12 WM Medaillien hat Lurz insgesamt in seiner Karriere aus dem Wasser gefischt. Unglaublich.

Dienstag, 16. Juli 2013

Bedford - Bremen - Gelsenkirchen - Hamburg - Kopenhagen - Arras - Klaipeda


Dazwischen noch Sonthofen bis Gardasee und Linz. Ziemliche viele Stationen also, außerhalb von meiner Basis in Versmold. Das vorläufige Ende wird im September in München sein. Anschließend folgen wohl die ersten Nachschulungen.
Seit gestern bin ich also in Klaipeda, unser östlichsten Speerspitze, um den Kollegen hier unsere neue Software näher zu bringen. Ich war schon sehr gespannt auf dieses Land - und bin nicht enttäuscht worden: Landschaft und Architektur erinnerten mich sofort an die Gegend in Süd-Schweden - was ich sehr mag.
Die Menschen hier scheinen sehr gastfreundlich zu sein, ob wohl der Tonfall der Stimme zumeist ehr grob und abweisend klingt. Leider verstehe ich im Gegensatz zu anderen eurpopäischen Sprachen im Grunde nichts - weder akustisch, noch kann ich viel von Schildern, Speisekarten oder anderen "Schriftstücken" sinnmäßig ableiten.
Die Städte scheinen sehr zwiegespalten zu sein. Zum einen zeigt der Einfluß der Europäischen Staatenunion ihren Einfluß in der subventionierten (Städte-)Entwicklung, auf der anderen Seite sind oft noch die Wuzeln vieler Ortschaften oder Ortsteile der ehemaligen Zugehörigkeit zur Sowjetunion erkennbar. Vielerorts scheint die Entwicklung in diesem Bereich stehen geblieben zu sein.
Dennoch halte ich dieses Land schon nach einem Tag für überaus besuchenswert.

Auf meiner Homepage habe ich die Berichte der ersten Etappen zur "Schwalbe TOUR Transalp powert by Sigma 2013" eingestellt. Der Rest folgt nach und nach. 

Kurz zum Training: In der letzten Woche bin ich immerhin viermal gelaufen. Zum ersten Mal in diesem Jahr bin ich dabei über 60 Wochen-Kilometer gekommen. Das ist mir seeehr schwer gefallen. Körper und Muskeln sträuben sich gegen das Marathontraining. In dieser Woche tut sich nicht viel. Ich habe zwar meine Laufsachen dabei, könnte aber nur durch die Stadt rennen - nichts für mich. Bleibt also nur das Wochenende.

Keep on running

Sonntag, 7. Juli 2013

Zwei Wochen später...

Ich wollte mich nur mal melden ;-)

Die Transalp liegt seit gut einer Woche hinter Jaco und mir. Wir zwei sind nach einer extrem kalten und nassen Woche unfall- und pannenfrei wohlbehalten von Sonthofen über die Alpen nach Arco am Gardasee gecruised.
Für den Bericht dazu brauche ich wohl noch etwas Zeit und werde ihn auf der Homepage bereitstellen.

Auch wenn das Resultat am Ende nicht unseren Erwartungen entsprach, kann ich persönlich mir auf die Fahnen schreiben, nach dem ehemaligen Profi-Rennfahrer Jörg Ludewig mit meinem Partner Jaco der schnellste Versmolder gewesen zu sein. ;-) Immerhin waren wir mit 8 Starter aus Versmold, die meisten davon aus meinem Dörfchen Peckeloh...




Im Anschluß an die Transalp sind wir wie geplant nach Grieskirchen im Raum Linz gefahren und haben vor dem 24h-Rennen einige Tage die Beine hochgelegt. An den Start sind wir allerdings nicht gegangen - durch eine massive Erkältung von mir erschien das ganze nicht mehr sinnvoll zu sein. Im Nachhinhein müssen wir wohl auch ehrlich genug sein, dass die Gegenerationszeit zwischen der Transalp und dem Rennen bei weitem nicht ausreichend gewesen wäre. So haben wir dann am Donnerstag früh unsere sieben Sacken wieder gepackt und haben das trostlose Nest "Gallspach" wieder Richtung Heimat verlassen.