Dienstag, 7. Juni 2011

Hannover Wasserstadt-Triathlon 2011

 Jetzt geeeeht's loooos!
Allmählich wird es auch Zeit.
Temperaturen bis 30°C, strahlend blauer Himmel und Geruch von gegrilltem Nacken allenthalben. Die Bikini-Figur ist auch so weit da, wie im Vorjahr - das Bier schmeckt einfach zu gut  ;-)

Sonntagmorgen um 8 Uhr habe ich mich auf den Weg nach Hannover Limmer gemacht, nachdem wir schon am Samstag in Hannover Shoppen waren bzw. die Startunterlagen abgeholt hatten.
Erst zuhause stellte sich heraus, dass den Unterlagen eine falsche Startnummer beigelegt war - ein Fehler, der mich am Sonntag gut 40 Minuten kostete und ich so kaum noch die Stimmung in der Wechselzone aufnehmen konnte. Das war aber nicht dramatisch.
Kurz vor knapp hatte ich mich in den neuen Trisuit von H96 gezwängt - sitzt wirklich sehr eng, das Teil. Danach bin ich in den Schatten gegangen, um mit etwas weniger Schweiß am Körper den noch engeren Neo anzuziehen. Das hat dann doch etwas Zeit gekostet. Ich fürchte, dass ich hier im nächsten Jahr investieren muss, obwohl ich wie gesagt dasselbe Körpergewicht wie im Vorjahr erreicht habe. Die Körperproportionen haben sich verschoben.
Wobei: eng ist es überall. An den Beinen, Amen und am Bast sowieso...
21 °C hatte der Mittellandkanal, das mag wohl auch gestimmt haben. Eine willkommene Abkühlung als um 11:30h in der prallen Sonne der Startschuss fiel. Relativ schnell konnte ich relativ frei schwimmen. Aufgrund der Algen am Kanalufer hatte ich mich diesmal zur Mitte hin orientiert, was vor und nach der Wende auf der eigentlich 1,9 KM langen Strecke fast zu Zusammenstößen geführt hätte. Hätte, wäre wenn... - passiert ist nix.
Nach für meine Verhältnisse "nur" 28 Minuten bin ich dann wieder mit Unterstützung der engagierten Helfer an Land gekrabbelt und war überrascht über die wirklich gute Zeit (24. meine Altersklasse). In einschlägigen Internetforen wird orakelt, dass die Strecke nur 1,7 KM lang war - hmm das mag sein, denn ich bin bei meinem viertem Start hier die weitaus schnellste Zeit geschwommen - was wohl nicht am wenigen Training liegt. Egal - die Strecke war für alle gleich.
Der Weg in die Wechselzone ist umso länger. So saßss ich dann auch erst nach 5:20 Minuten auf dem Roten Büffel, auf dem ich mich nicht so richtig wohl gefühlt habe, trotzdem ich in diesem Jahr schon knappe 700 KM darauf problemlos und auch schnell trainiert habe. Bei immer stärker werdendem Wind war ich dann doch recht froh, als ich nach 90KM bzw. 2:40h (inkl. zweimal Laufen in der Wechselzone) wieder absteigen konnte.
Die Temperaturen lagen mittlerweile bei gut 30 Grad und kletterten noch ein wenig höher - Bedingungen, wie im Vorjahr.
Den Halbmarathon bin ich im Gegensatz zu 2010 durchgelaufen - abgesehen von den "Erfrischungspausen" an den Verpflegungsständen, an denen ich Wasser in und über mich zur Kühlung geschüttet habe. Den vielen Pausen ist es dann auch geschuldet, dass in nach einem Halbmathon von 1:48h das Ziel "erst" nach 5:03h erreicht habe.
Darüber bin ich eigentlich sehr enttäuscht! Ein "sub 5" war das Ziel, die Zeit habe ich auf dem Rad und an den Verpflegungsstellen, ohne die es nicht gegangen wäre, verloren. In sofern sollte ich also zufrieden mit dem Resultat sein. 

Zielzeit: 05:03:37 / Platz 107 v. 331 Finisher (AK Pl. 19 von 92). Solide, aber nicht den Erwartungen entsprochen! Das muss ich noch einmal sacken lassen und analysieren.

Samstag, 28. Mai 2011

Es geht voran

Mein Trainingsaufenthalt im Schwarzwald liegt schon wieder zwei Wochen hinter mir. Bis zum darauffolgenden Wochenende hatte ich mit den Folgen zu kämpfen. Motiviert war ich - aber müde und abgeschlagen. Weltmeisterliche Trainingsergebnisse waren nicht zu erwarten und  auch nicht geplant ;-). So bin ich in der Woche auch nur 26 KM gelaufen, immerhin 168 KM Rad gefahren und 4 KM geschwommen.
Bemerkenswert dabei ist die eine und erste Schwimmeinheit nach 3 Wochen. In der Zwischenzeit habe ich einen echten Formverlust erlitten. Kein Wunder, wenn man auch sonst nur einmal pro Woche ins Wasser steigt. Zudem habe ich die Einheit von Tag zu Tag nach hinten verschoben. Am Sonntag musste ich dann also ran. Zum Glück war das Wetter kühl und ich konnte mich für ein Training im Freibad aufraffen. Im Neo natürlich. Während der Sommerzeit öffnen Frei- und Hallenbad in Versmold am Wochenende erst um 10:00 Uhr und sind dann gleich mit allen möglichen Menschen bevölkert, die ein Training auf der einzigen abgeleinten Bahn zumeist unmöglich machen. Da bietet sich ein Freiwasserschwimmen im Pool nahezu an.
Abgesehen davon, dass sich viele Menschen im Hallenbad die Nase an der Scheibe platt gedrückt und sich vermutlich gefragt haben, welcher Idiot sich da draussßen in den Fetischanzug zwängt, lief es ganz gut - nachdem ich das Ding erst mal alleine geschlossen hatte. Irgendwie hat sich meine Körpergeometrie in den letzten Jahren doch verändert. Nein, nein, das Gewicht ist saisongemäss wieder im Rahmen. Um die 69 KG liege ich derzeit. 
Kurzum: nach 500 Metern dachte ich , dass mir meine Arme abfallen. Anschließend habe ich mich in 500 Meter-Abschnitten immer ein Stück weiter gequält. 3 KM sollten es schon werden. An der Marke angekommen, hatte ich etwas Blut geleckt und wollte auch wissen, wie lange ich derzeit auf 3,8 KM brauche. Die letzen 200 Meter auf 4 KM waren dann Formsache. Quasi. Nachts im Bett und an den nächsten Tagen sah es anders auf - die Arme waren wohl doch abgefallen. Die Zeit war grottenschlecht, das ist sie aber immer beim ersten Mal im Neoprenanzug.
Das Ausziehen des Anzugs dauerte übrigens fast genau so lange wie das Anziehen...
Auf dem Rad hatte ich zumindest das erste Erfolgserlebnis nach dem Trainingslager: Ich bin meine 76KM-Runde in persönlichem Rundenrekord gefahren. Was ich allerdings auch auf den starken Wind zurückführte, der mich zumeist irgendwie unterstützte. Ein inneres Vergnügen bereitete mir dabei ein Duell mit einem Rollerfahrer über ca. 5 KM, das ich - wenn auch knapp - für mich entscheiden konnte.

In dieser Woche ging es dann wieder etwas ambitionierter zur Sache. Zum einen erfordern Krankheits- und Urlaubsvertretungen für die nächsten 4 Wochen irgendwie ein Ventil, zum anderen kam die Form wieder. Bereits am Montag bin ich die ehemalige Volkslaufstrecke in Bad Laer (18,4 KM) gelaufen. Die ist mit einem Teil über den Blomberg schon etwas anspruchsvoller - aber auch abwechslungsreicher und eigentlich motivierender. Aufgrund der vielen Hunde(köttel) und Nordic Walker laufe ich sie aber nur wenige Male im Jahr. 1:25h war nach langer Zeit wieder eine im vorderen Mittelfeld.
Dienstag ruhig, nur 1:30h Fitness mit erhöhten Gewichten, die wieder etwas Muskelkater in den Armen verursachten. Wohl auch und vor allem, weil ich dieses Training in letzter Zeit zugunsten der Radeinheiten vernachlässigt habe und max. einmal pro Woche in den Ring steige.
Am Mittwoch Abend bin ich dann wieder mit dem roten Büffel auf die 76KM-Melle-Runde gegangen, erneut mit neuer Bestzeit (wenn auch nur wenige Sekunden). Aaaber: Wesentlich weniger Wind - und wenn, kam er an den Schlüsselstellen von vorne.
Donnerstag: Laufen - 20 KM-Versmold-Runde bei starkem Wind. 1:27h.  Auch das eine Zeit, die ich das letzte mal im Februar 2009 realisieren konnte. Damals war ich in der letzten Vorbereitungsphase für den Hamburg Marathon.
Am Freitag Abend bin ich dann wieder bei nur 14Grad Außen- und ca. 19/20 Grad Wassertemperatur mit dem Neo im Pool gewesen. 3 KM. Diesmal schon besser in 01:02h und weniger Nachwirkungen.
Heute stand ein langer Lauf auf dem Plan. 27,6 KM zum Feldmarksee und zurück. 2:04h. Die drittschnellste Zeit auf der Runde, ever! Nachwirkungen: Wieder ein blauer Zehennagel mehr. Aber sonst wenige. Die blauen Zehennägel sind mir mittlerweile egal. Hauptsache ich kann wieder laufen.

Die Zeit wäre jetzt eigentlich reif für einen Halbmarathon. Dafür reicht die Zeit aber nicht. Die kommenden 5 Wochen(enden) werden sehr anstrengend:
- Nächste Woche: Mitteldistanz in Hannover
- Pfingsten Trainingslager im Harz mit Jaco
- Danach das Hammerwochenende: Samstag als erstes die Kurzdistanz am Edersee, abends der Firmenlauf  in Borgholzhausen über 5 KM und am Sonntag die Kurzdistanz in Peine.
- ab 26.Juni bis 03. Juli: TOUR Transalp

Ich denke, dass ich einen Solo-Halbmarathon zu Zeit wieder in ca. 1:27h laufen könnte. Mal sehen, was das Resultat beim Triathlon in Hannover am Sonntag ist. Vor einem Jahr bin ich nach einem für mich guten Radsplit auf der Laufstrecke wegen Rückenproblemen eingegangen wie eine Primel im Frühsommer und habe fast genau 2h dafür gebraucht. Unter 1:40h sollten es diesmal schon werden, zumal das Wetter nach heutigen Erkenntnissen wieder schön sonnig und warm werden soll.

Samstag, 14. Mai 2011

Trainingslager im Münstertal

Samstag, 07.05.2011 - Höhenmeter anstatt Ruhetag
kurz vorm "K..."
Reisetag ins hausgemachte Trainingslager. Christine wird die eine Woche nutzen um auszuspannen und hoffentlich ihre Krankheiten in den Griff zu bekommen, für mich ist es die Vorbereitung für die Transalp. Ich will und muss Höhenmeter und Kilometer sammeln.  Um 7 Uhr sind wir zuhause losgefahren, mit der Sonne der Sonne entgegen. Nach knapp 6 ½ Stunden konnten wir unsere FeWo in Münstertal beziehen.
Auf dem Weg von Freiburg bis ins Münstertal lotste uns das Navi über eine zwar traumhaft schöne aber steile Strecke über den Schauinsland.  Beim 18%-Schild sagte ich zu Christine „hier kriegst Du das Kotzen, wenn du hier hoch musst“.
Na ja – ich musste einfach da hoch, und zar noch am selben Nachmittag. Ich bin zwar nur knapp 54 KM gefahren – für die habe ich aber auch 2:23h gebraucht. 1360 Höhenmeter . Nach knapp 4 KM bergauf musste ich kurz halten, um den Puls wieder unter Kontrolle zu bringen. Den ersten Anstieg bin ich wohl etwas zu ambitioniert angegangen.

Leider haben wir hier in der FeWo keinerlei WLan oder Mobile-Netz, so dass ich die kommenden Einträge erst später hochladen kann.

Sonntag, 08.05.2011 – Muttertag
Für heute hatte ich mir eine 110KM-Runde mit 870 HM in den Trainingsplan eingetragen. Überwiegend flach in der Rheinebene und mit Anstiegen auf der zweiten Hälfte. Bei weit über 25 Grad in der Sonne hielt ich schon frühzeitig nach einer Tankstelle Ausschau, an der ich Getränke zukaufen konnte – Fehlanzeige. Erst auf den letzten 10 KM kam ich in den Genuss einer kalten Cola, die mir noch ein wenig Energie für die letzten 200 Höhenmeter nach Hause gab.
Die Route heute führte zunächst überwiegend flach über Wirtschaftswege in der Nähe des Rheins entlang Richtung Süden durch Felder und Weinberge. Zurück über Berg und Tal, wobei ich einen Berg zweimal hochfuhr, weil mich das Navi (oder ich) auf die falsche Fährte gelockt hatte. Meinen Durst wagte ich zunächst nicht an einen der Brunnen in den Ortschaften zu löschen, weil immer „Kein Trinkwasser“ dran stand. Kurz vor Staufen war es mir dann aber doch zu blöd. Ich kühlte mich ab und trank auch ein paar Schlucke.
Für die nächsten Tage ist ähnlich warmes und sonniges Wetter vorher gesagt. Da muss ich meine Ernährungsstrategie noch ändern – zumal sich auch die Streckenlänge bzw. vorrangig die Anzahl der Höhenmeter nach oben verschieben.

Montag, 09.05.2011 – die schöne Runde
Bei anhaltend schönem und warmem Wetter bin ich wieder gegen 10 Uhr losgeradelt.  Laut Plan lagen gut 110 KM und 2000 Höhenmeter vor mir. Zu allererst wieder dieser ätzende Anstieg zum Schauinsland, der drittgrößte Berg nach Feldberg und Belchen. Und gut 700 Höhenmeter über unserer Wohnung gelegen. 12 KM lang war der Aufstieg mit einer kleinen Schleife heute. Das fieseste Stück lauert allerdings auf den ersten 5 KM bis hoch nach Stohren. Dort angekommen, kann Dich nichts mehr schrecken. Auch heute musste ich nur 500 Meter vor Stohren von Rad – sonst wäre hyperventilierend umgekippt. Der Schweiß lief mir in Bächen den Körper runter und es dauerte einige Minuten, bis ich weiter fahren konnte. Deprimierend, obwohl ich am Samstag schon früher abgestiegen bin.
Nach dem endlosen Aufstieg kam eine ebenso lange, rasante Abfahrt herunter bis Kirchzarten, ab da immer leicht bis mäßig ansteigend über St. Märgen nach St. Peter. In St. Märgen hat mich wieder eine vielleicht 400 Meter lange Steigung mit über 13% erwischt. Diesmal konnte ich nicht absteigen – zu viele Menschen  ;-)). Es war wohl gerade Schulschluss und so waren viele Kinder und Mütter gerade an dieser Straße unterwegs. Absteigen wären zu peinlich gewesen.
Ab St. Peter ging es locker und zügig durch Freiburg und wieder Richtung Schauinsland. Auf etwa der Hälfte rechts ab über Horben nach Staufen. Das letzte Stück fordert mich mental. Von Ortseingang Münstertal bis zu unserer Wohnung sind es noch gut 7,5 KM – auch die immer leicht ansteigend. Vorteil heute: ich hatte meinen Trinkrucksack und eine Radflasche dabei. In St. Märgen habe ich Cola und Wasser nachgetankt und unterwegs noch zwei Gels gegessen. Daher war ich zuhause recht frisch und wir konnten nach in Freiburg bummeln. Das zusätzliche Gewicht auf dem Rücken war OK, allerdings tut mir ziemlich der Hintern weh.

Dienstag, 10.05.2011 – Der Hausberg ruft, und verliert.
Blick vom Schauinsland auf den Feldberg
Der Schauinsland scheint mein Hausberg zu werden. Die heutige Strecke über erneut 112 KM und diesmal 2311 Höhenmeter begann erneut mit dem fiesen Teil. KO-Sieg heute für mich. In einem Rutsch nach oben hin und der Puls lag in der Spitze 13 Schläge niedriger als gestern!
Bis St. Märgen war die Strecke in etwa identisch mit der gestrigen, dort ging es dann rechts ab über viele kleine Wirtschaftswege und mehr kleinere Anstiege und Abfahrten nach Titisee-Neustadt. Schon kurz danach begann die Kletterei hoch zum 1.233 Meter hohen Feldberg. Die Steigung war durchweg moderat nur halt elendig lang. Im Grund habe ich wohl Glück mit der Wahl der Jahreszeit, denn selbst die Bundesstraße ist derzeit noch recht wenig befahren. Abseits der Hauptstraßen allerdings kann man die Ruhe so richtig genießen und Sauerstoff atmen. Dem Feldberg konnte ich wenig abgewinnen. Dennoch wird er mir wohl in positiver Erinnerung bleiben. Just auf der Passhöhe habe ich kurz angehalten um mit Lisa zu telefonieren, die gerade eben ihr mündliche Abi-Prüfung und damit wohl auch das Abitur bestanden hatte! Glück auf!
75 KM hatte ich bislang auf dem Tacho. Die kommenden gut 15 KM vergingen im Wortsinn um Flug. Das macht Spaß und setzt Endorphine ohne Ende frei. Zumal ich es auf der breiten Bundesstraße ohne Verkehr wirklich gut gehen lassen konnte.
Irgendwann steht man dann doch wieder vor einer Wand. Diesmal der Aufstieg zum Wiedener Eck. So ca. 12 KM werden das gewesen sein. Bei Steigungen um die 3-6% auf gut zu fahren, aber wieder nicht enden wollend. Die darauf folgende Abfahrt entschädigte trotz des etwas schlechten Straßenbelags und (oder geraden wegen) der engen Kurven dafür vollends. Ein weiteres Plus: Die Tour endete diesmal direkt nach der Abfahrt vor unserer Haustür, ohne die lange Ortsdurchfahrt.
Das Wetter schlägt um. Die Sonne verkrümelt sich. Gewitter, sinkende Temperaturen und Regen sind für Mittwoch und Donnerstag vorhergesagt.
Ich hoffe, dass ich den für morgen geplanten Ruhetag auf Donnerstag verschieben und noch eine lange Einheit bei nicht zu viel Regen fahren kann. Am Freitag soll es dann wieder sonniger und wärmer werden, so dass der Königsetappe wohl nichts entgegen steht.
390 KM und rund 6500 Höhenmeter von Samstag bis heute.

Mittwoch, 11.05.2011 – 5 Tage ohne Internet
Geht ja gar nicht! Oder irgendwie doch. Ich glaube wenn ich mich tagsüber nicht mit radeln beschäftigen würde, würde mir hier (und an jedem anderen Urlaubsort auch) die Decke auf den Kopf fallen. Wäre ja schade. Um die Decke.
Unter anderem deswegen bin ich heute früh im Regen losgefahren. Schön warm angezogen. Weil es ja nur 14 Grad hatte. Nach 5 KM habe ich mir die Regenjacke übergezogen – Regenschuhe hatte ich schon an.
Nach 7 KM der erste Anstieg. Es wurde unangenehm heiß unter der Regenplane. Also wieder ausgezogen und „nur“ im Langarmshirt weiter. Der Regen tröpfelte nur noch, das meiste Wasser kam von der Straße. Nachdem der erste Berg überwunden war, wurde es auf der Abfahrt recht frisch, danach Richtung Süden immer wärmer und sonniger. Nach gut 60 KM hatte ich Rheinfelden erreicht, der südlichste und tiefste Punkt der heutigen Runde. Zeit, die Regenüberschuhe auszuziehen und auch nur im Unterhemd weiterzufahren, denn jetzt wurde es auf dem Rückweg wieder bergiger.  Die Strecken sind hier, ich kann mich nur wiederholen, einfach traumhaft. Warum bin ich nicht früher darauf gekommen? Ganz einfach, weil ich mich nicht anstrengen wollte. Jedenfalls nicht so. Immer diese öseligen Anstiege. Wieder bis zu 12 KM lang und kein Ende in Sicht. Auf den langen Abfahrten wurde es frisch. Also wieder anhalten und das Langarmshirt wieder überziehen. Bergauf: Handschuhe an (Schweiß), bergab : Handschuhe aus. Zu guter Letzt kamen die beiden Anstiege nach Todtmoos und zum Belchen/Wiedener Eck, die mich auch mental etwas forderten. Die letzte 9 KM lange rasante Abfahrt (wie gestern) entschädigte wieder für den ganzen Tag, zumal es den Rest des Tages trocken geblieben ist. Den geplanten Ruhetag habe ich auf morgen verschoben – alles richtig gemacht soweit.
Der Muskelkater hält sich nach wie vor in Grenzen. Klar, sind die Oberschenkel etwas sehr angespannt, stört aber beim Fahren nicht. Heute hatte ich lediglich etwas mehr als die letzten Tage „Rücken“ – was aber wohl an dem Rucksack liegt.
145,7 KM – 2.790 HM – genau 6:00h
5 Tage internetfrei sind trotzdem lästig. Zudem kommt, dass wir in der FeWo und in einem Umkreis von ca. 400 m auch keinen Mobiltelefonempfang haben. Einen überwiegenden Fernsehverweigerer wie mir könnte es also passieren, dass die Welt um mich herum bereits untergegangen ist, und niemand mehr da ist, der dieses Geschreibsel liest, wenn ich es erst mal hochgeladen habe  ;-))
Mehr Schwarzwald geht nicht – sagt der Rennrad-Reiseführer!



Donnerstag, 12.05.2011 – Ruhetag
Alles richtig gemacht. Heute war es den ganzen Tag über kalt und regnerisch. Genau das richtige Wetter, um uns in das Badeparadies in Titisee-Neustadt zurückzuziehen. Den ganzen Tag über haben  wir faul in der Wellnessoase unter 180 Palmen oder wahlweise im 33 Grad warmen Wasser herumgelegen und einfach nichts gemacht. Das war auch gut so. Die Oberschenkel waren doch sehr angespannt und arbeitsunwillig.
Morgen geht es auf die Königsetappe über 140 KM und drei Bergen.

Freitag, 13.05.2011 – Königsetappe
Trotz strahlendem Sonnenschein war die Motivation heute früh nicht so berauschend. Lag es an den niedrigen Temperaturen oder an der demotivierenden Aussicht, den Schauinsland als letztes und diesmal von der Kirchzartener Seite hinauffahren zu müssen? Man weiß es nicht.
Zunächst ging es also einigermaßen warm und dennoch zu frisch angezogen leicht bergab bis Staufen, von dort aus etwas wellig, aber wenig fordernd durch Freiburg. Von dort aus weiter leicht bis mäßig ansteigend bis St. Peter und ohne Unterbrechung bis auf den Kandel. Die Passhöhe liegt bei 1164 HM und war nach 58 KM erreicht. Ein schönes Stück Arbeit. Oben war es schweinekalt und diesig, kein lohnenswerter Aufenthalt an diesem Tag.
Die folgende ca. 12 KM lange  Abfahrt war aufgrund der kalten Temperaturen um 16 Grad, was durch den Fahrtwind natürlich noch kälter empfunden wurde, vor allem aber wegen des schlechten Asphalts einfach nur eklig. Im freien Fall bis auf 246 Meter ü.N. Unten in Waldkirch habe ich mich 10 Minuten in die Sonne gestellt, um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen.
Irgendwo lauert immer ein Berg
Auf den folgenden 30 KM ging es irgendwie immer bis auf 966 Meter bergauf. Ob das Ding einen Namen hat, weiß ich auch noch nicht. Auf jeden Fall habe ich auf diesem Stück eines der schönsten Streckenabschnitte aller Touren durch ein Flusstal gefahren.  An der höchsten Stelle angekommen war ich nach genau 100 KM irgendwo zwischen St. Märgen und Titisee.
Nun lauerte „nur“ noch der Scharfrichter. Der Schauinsland. Zweimal bin ich das Stück vom Pass nach Kirchzarten bislang heruntergefahren, einmal mit dem Auto hoch. Mit dem Rad wollte ich das nicht so unbedingt ;-). Zu dumm, dass es nur wenige Wege in das Münstertal gibt. So gab es kein entfliehen.
16 KM Anstieg auf 1152 Meter - was soll ich dazu noch schreiben.
Die kurze steile Abfahrt macht e wegen der vielen engen Kurven und der Temperaturen auch nicht so richtig Laune.  Ich war froh, nach 141 KM und über 6 Stunden reiner Fahrzeit wieder zuhause zu sein.


Nach einer schönen wie anstrengenden, aber nicht überfordernden Woche kann ich folgendes Fazit ziehen:
-          Vor 25 Jahren waren wir das letzte Mal im Schwarzwald – warum nicht eher??
-          Die 6 Trainingseinheiten über
-          677 KM mit
-          12.644 Höhenmeter in
-          28 Stunden haben nicht nur
-          16.000 Kcal verbraten sondern waren
-          unter dem Strich ein lohnenswertes Trainingslager für die bevorstehendeTransalp und die Triathlons.
Das Laufen ist wie das Schwimmen erwartungsgemäß zu kurz gekommen.

Nach dem letzten Training habe ich Knie (links), Handgelenk (rechts) und Rücken. Der Allerwerteste tut mir an zwei Stellen auch ziemlich weh. Alles vermutlich nichts so Dolles.


An der Ernährung für die Transalp muss ich noch feilen. Ich trinke und esse – wie im wirklichen Leben – zu wenig.


Die Location ist (bei schönem Wetter) wahrscheinlich eines der lohnendsten Radtrainingsgebiete in Deutschland. Interessant dürfte auch ein Aufenthalt auf der anderen
, französischen Rheinseite allemal sein.

Mittwoch, 27. April 2011

Rund um Köln Challenge 100

Das RuK-2011 Team: Amadeus - Reiner - Holger - Jörg
Ostermontag 05:00 Uhr in der Frühe: Der Wecker klingelt - was soll das? Umdrehen, weiter schlafen. Oder?
Oder nicht: Vier Mal habe ich mich zu RuK angemeldet, erst einmal bin ich gestartet. Außerdem werden um kurz nach sechs die anderen auf der Matte stehen.
Mit einer geringen Verspätung war es dann auch so. Das ganze Geraffel fand genügend Platz in Holger's T-5 und schon ritten wir mit der Morgensonne im Rücken zügig nach Köln, wo wir in der Nähe des Rheinufers schon kurz nach dem Zusammenbau unserer Räder die Startnummern abholen und um kurz nach 9 Uhr weit vorne in Startblock "B" Aufstellung nehmen konnten. Die Platzierung im vorderen Bereich sollte sich als kluge Entscheidung von Jörg herausstellen. Amadeus hielt während unserer Abwesenheit ein Auge auf unsere Sachen (nochmals Danke dafür!) und vergnügte sich (hoffentlich) irgendwie im Start-Ziel-Bereich.
Schlag 9:30h fiel der erste Startschuss für den Block "A" der langen Distanz über 123,5 KM (am Ende sollte der Tacho bei 126 KM stehen bleiben), nur zwei Minuten später waren wir an der Reihe. Recht zügig und nicht zuletzt wegen des Starts von vorne gestalteten sich die ersten Rennkilometer stressfrei. Für uns jedenfalls. Leider bekamen wir auf den ersten 20 KM schon zwei heftige Unfälle zu sehen, in die jeweils mehrere Teilnehmer verwickelt waren. Spätestens das erinnerte mich daran, dass ich defensiv fahren wollte. Mehr zu dem Thema gibt es in u.a. in diesem Bericht. Später lagen oder saßen immer wieder Teilnehmer am Straßenrand. Einmal platzte auf einer Abfahrt jemanden direkt neben mir der Hinterradschlauch. Ob es in der Folge zu einem (Massen)Sturz kam, weiß ich nicht. Bei der Geschwindigkeit guckt man besser auf die eigene Fahrtlinie.
Die Rahmenbedingungen waren optimal: Sonne, Temperaturen beim Start schon um die 15°C, schwacher Wind. Radlerherz, was willst Du mehr? Berge! Die kamen dann auch irgendwie im "bergischen Land" und selektierten immer wieder das Feld. Ich hatte den Eindruck, dass ich die Anstiege besser als bei meiner letzten Teilnahme vor drei Jahren hochgekommen bin. In jedem Fall war es kein Fehler, dass ich mich vorher links eingeordnet hatte  ;-)

Holger und auch Jörg hatte ich irgendwie schon auf den ersten 15 KM aus den Augen verloren - beide hatten mich recht kurz nach dem Start überholt. So war es denn an mir selbst, eine "gute" Radgruppe zu finden, mit der ich mitfahren konnte. Mal vorne im Wind, oft im Windschatten, öfter hatte ich ein Loch zuzufahren, was mir mehrheitlich auch gelungen ist, aber Körner gekostet hat. Zeitweilig allerdings kam ich mir wie bei einer RTF vor. Das sparte zwar Energie, kostete aber auch Zeit. Nur: Vorfahren hätte auch keinen Sinn gemacht, weil keine andere (schnellere) Gruppe alleine zu erreichen war.

Schloß Bensberg
Kurz vor dem zweiten Anstieg nach Sand kamen die Teilnehmer der Challenge 60 mit auf unsere Runde und es wurde voll. Zunehmend auch mit scheinbar unbedarften Teilnehmern. Mir schwante böses für den Anstieg auf der engen Kopfsteinplasterpassage am Schloß Bensberg. Vor drei Jahren hatten wir hier schieben (!) müssen, weil die Strecke so voll war. Diesmal hatte ich Glück und konnte in eine Lücke fahren, in der ich wenn auch langsam, aber direkt hoch fahren konnte. Die Kette sprang mir während des Rennens auch dieses Mal wieder ab, aber anders als beim letzten Mal beherrsche ich mittlerweile die Technik, sie wieder mechanisch während der Fahrt aufziehen zu können ;-))

Ab jetzt ging es überwiegend bergab Richtung Ziel. Mit hohen Geschwindigkeiten. Etwa 3 KM vor dem Ziel fand ich mich wieder einmal an der Spitze einer schnellen Gruppe, die geüfhlt  zu dem Zeitpunkt irgendwie trödelte, und wagte einen Antritt; wurde aber gut einen KM vor dem Zielstrich wieder eingeholt ;-))

Kurz nach der Zieldurchfahrt
Platz 352 insgesamt und Platz 133 in meiner Altersklasse stehen zu Buche nach 3:34:15h in meinem ersten Wettkampf überhaupt seit August 2010. Da hat eigentlich alles soweit gepasst, auch wenn einige wenige Minuten weniger drin gewesen wären. Beim Radrennen geht mir die Sicherheit aber vor. Von daher habe ich auch in diesem Jahr wieder kaum etwas von der schönen Umgebung des bergischen Landes mitbekommen. 3,5 Stunden hoch konzentriert auf den Verkehr...
Holger war mit 3:27h wie erwartet der Schnellste von uns, Jörg kam kurz nach mir ins Ziel. 
Fazit: Im Ziel gab es nach wie vor keine Versorgung der Teilnehmer, die Fahrt selbst war wieder mit einem sehr hohen Verletzungsrisiko verbunden, aber lezteres scheint normal zu sein und muss in Kauf genommen werden. Ob ich das aber dauerhaft will...??? Ich muss mal abwarten, bis das Adrenalin sich wieder aus meinem Körper verflüchtigt hat.

Sonntag, 24. April 2011

Sonne, Ostern und....

...Urlaub!
Ganze 4 Tage und die ersten seit irgendwann Anfang August letzten Jahres.

Ist das ein Wetterchen? Pünktlich zu Lisas 18. Geburtstag war der Vor-Sommer da und hält sich noch immer. Mindestens aber bis morgen, wenn das Radrennen in Köln ansteht. Da gehe ich wieder mit gemischten Gefühlen hin - wegen der erhöhten Sturz- und damit einhergehenden Verletzungsgefahr. Na ja. Ich habe mir sagen lassen, dass es auch in Köln ganz gute Kliniken gibt ;-))

Spaß beiseite. Ich werde das Rennen wie schon vor zwei Jahren defensiv fahren. Um den Sieg geht es auf der 123.5 km-Runde ohnehin nicht.

Die vergangene Sportwoche war eine Entlastungswoche, von daher haben wir seit Donnerstag nicht nur durch gegrillt sondern auch entsprechend die Trainings reduziert. Allerdings: 4 Mal bin ich gelaufen, davon dreimal recht zügig über 11-15 KM und einmal die 20-KM-Runde auch nicht zu langsam. Über die längere(n) Strecken tue ich mich derzeit noch recht schwer. Auch deswegen habe ich den Osterlauf ausfallen lassen. Mir scheint da noch die Grundkondition zu fehlen.
Strecken bis 16KM laufe ich wieder recht schnell, wenn es sein muß. Die 5 KM in 21 Minuten, 11,2 KM in 48:21 und die 15 KM in 1:05h stehen in den letzten 14 Tag zu Buche. Nicht weltbewegend, aber es ist eine positive Entwicklung zu sehen. Gerade, oder besonders auch deswegen, weil die Rückenschmerzen und die damit verbundenen Haltungsprobleme mit zunehmender Geschwindigkeit wieder weniger zu werden scheinen.

Der Entlastungs- und Feierwoche ist auch die wöchentliche Schwimmeinheit zum Opfer gefallen. Ich gelobe Besserung und werde sie in der kommenden Woche nachholen.

Ich habe eigentlich vor, während der Urlaubstage zwei- bis dreimal ins Sauerland zu fahren, um dort Höhenmeter zu sammeln. Ich hoffe, mir macht das Wetter keinen Strich durch die Rechnung.

Schöne Rest-Ostern!

Donnerstag, 14. April 2011

Kleine Schritte - große Wirkung

Mit der Erfüllung meines ambitionierten Trainingsplans in dieser Woche wird es wohl nichts. Das liegt zum einen an meiner miesen Disziplin - ich komme morgens nichts aus der Koje, weil ich (warum auch immer) seit Wochen und Monaten gegen 3:15 Uhr wach werde und erst kurz vor dem Weckerklingeln wieder so richig einschlafe.
Die wöchentlich geplante (und darum klingelt der Wecker um 6 Uhr) Schwimmeinheit fällt also immer flach.
Dazu kommt, dass mir mein Führer gestern noch kurzfristig einen Auswärtstermin auf's Auge gedrückt hat, von dem ich später als gedacht zurück kam. Dazu kamen noch unvorhersehrbare Probleme im Tagesgeschäft, die mir gründlich und nachhaltig die Laune auf den terminierten Tempolauf verhagelt haben. Ruhetag also, anstatt 3h Training.

Die Demotivation zu Laufen zog sich heute irgendwie durch. Dennoch habe ich mich aufgrafft. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen: 1:05:05:h für 15,124 KM (ø 4:18min/KM) sind sind zwar "nur" die 15.-schnellste Zeit auf dieser Runde seit 2002, aber die schnellste seit gut 2 Jahren. Zur Erinnerung im April 2009 hatte ich die "Verschlimmerung" des Bandscheibenvorfalls. Es geht also weiter voran - in kleinen Schritten eben.

Keep on runing

Sonntag, 10. April 2011

Frühjahrstriathlon

Die Saison hat begonnen - spätestens heute.

Nachdem mich eine lästige Erkältung die ganze Woche über von qualitativ gutem und am Donnerstag komplett vom Training abgehalten hat, bin ich zum Wochenende wieder in Spur gekommen. Der Marathon heute ist natürlich wie angekündigt für mich ausgefallen, aber immerhin bin ich bei einem kompletten Ruhetag und einer Trainingseinheit im Fitnessraum auf immerhin 259 KM gekommen, 229 davon auf dem (Renn)rad. Das Laufen ist eben wegen der Schniefnase und der Rassellunge zu kurz gekommen. Immerhin etwas über 12 Stunden Training in dieser Woche.
Nachdem die Woche also so vor sich hin plätscherte, bin ich am Freitag nach Feierabend bei fiesem, kalten Wind meine Runde über Remsede, Iburg, Holperdorp, Lienen, Glandorf und Füchtorf gefahren. Der Spaßfaktor war wegen dem Wind nicht so besonders hoch, aber es hat gut getan. 53,3 KM in 1:45h war bei dem Wind auch OK. Zusätzliche Motivation hat mir dabei der neue Lenker am "kleinen Schwarzen" gebracht. Etwas schmaler und vor allem einen kleinen Radius im Unterlenker, der mich in der Unterlenkerhaltung einfacher (=sicherer) bremsen und schalten lässt. Eine Maßnahme vorwiegend für die bevorstehenden Radrennen. 

Der Samstagmorgen begann total verpeilt. Verschlafen. Damit war die geplante Schwimmeinheit dahin. Na gut, macht nichts. Es gab auch so das eine oder andere zu erledigen. Zum Beispiel sich um eine gescheite Radbrille mit Sehstärke zu kümmern. Am Nachmittag bin ich dann wieder auf's Rad. Es war immer noch schweinekalt bei tollem Sonnenschein. Die "Bergrunde"  musste her und die Beine büßen. Die "Bergrunde" habe ich mir im Winter ausgedacht, um einige Höhenmeter für die Transalp zu sammeln. Sie führt nach einer flachen 10 KM Runde durch die Feldmark nach Hilter zum ersten Anstieg entlang der B68. Dann kommt ein herrlich langgezogenes Stück Richtung Borgloh, wo der nächste kurze Stich wartet. Eine erneute Abfahrt bis Klein Drantum macht normalerweise richtig Laune - nur eben nicht bei dem Gegenwind. Blöd ist, wenn man bergab noch treten muss, um einigermaßen auf 40 KM/h zu kommen  ;-)

Die Borgloher Schweiz: Der eben genannten Abfahrt folgt ein 2,5 langer Anstieg - die Strecke des legendären "Borgloher Bergrennens", von da auch wieder mehr oder weniger wellig über Holte bis Bissendorf. 25 K bis hierhin mit allen Schleifen. Die Ortsdurchfahrt ist nun wirklich nicht spektakulär. Danach geht es mehr oder weniger parallel zu der eben geschilderten Strecke über die L85 Richtung Wellendorf, von dort über Kloster Oesede zur B51 nach Bad Iburg. Rechts ab bis Hagen und dann durch die Pampa zurück bis Holperdorp. Der letzte Anstieg lauert dann in Holperdorp. Oben angekommen sind gute 56 KM  und mit 675 die Meisten der etwas über 700 Höhenmeter geschafft. Flach und teils windanfällig geht es weiter über Lienen, Glandorf und Füchtorf zurück an die Burg, die in diesem Fall nach 3:06h erreicht war. Anschließend haben wir auch "offiziell" angegrillt  ;-))

Der heutige Tag begann eigentlich ganz unscheinbar. Klar, die ausgefallene Schwimmeinheit war heute gesetzt. Da ich danach sturmfreie Bude hatte, dachte ich mir nach dem Frühstück, es könnte eine gute Idee sein, den neuen Trisuit von H96 einzuweihen. Natürlich auf dem roten Büffel UND beim Laufen. Oha. Nach 3,8 KM Schwimmen...
Der Büffel bewältigte die 38,1 KM Notfall-Test-Und-Schlechtes-Gewissen-Runde über Holperdorp bei nur noch mäßigem Wind ganz gut für die Jahreszeit in 1:12h. Zuhause ein kurzer Wechsel, verbunden mit einem Gel und Wasser. Dann war ich wieder auf der Straße. Die ersten 5 K bin ich gerannt wie ein Blöder (für meine bescheidenen Verhältnisse) in knapp unter 21 Minuten. Die restlichen 6,3 KM habe ich etwas herausgenommen, was sich zwar in der Geschwindigkeit, nicht aber beim Puls bemerkbar machte. Nach 11,3KM und 48:37 Min. lag ich beim Erdinger Alkoholfrei ziemlich platt im Gartenstuhl auf der Terrasse.
Im Grunde also alles gegeben. Hoch und runter gerechnet waren die Zeiten heute für eine 2:20h auf der olympischen Distanz (1,5/40/10) gut.


So sitze ich nun hier mit einem breiten Grinsen im Gesicht vor meinem äusserst gelungenem Mai-Bock  und freue mich über ausbleibenden Schmerzen!

Wenn es weiterhin gut geht, habe ich mit über 15 Trainingsstunden nächste Woche eine Hammer-Woche vor mir. Danach folgt eine Entlastungswoche vor Ostern, was mir ganz gut in den Kram passt.

Keep on running!