Donnerstag, 21. Oktober 2010

Die Ersatzteile sind raus

HakenplatteHakenplatteBereits am Dienstag wurde ich stationär vom Chirurgen meines Vertrauens operiert. Erstaunlich, wie schnell ich nach der Vollnarkose wieder auf den Beinen war. Mit der gefühlten, sehr kurzen Aufwachphase war der Spuk inklusive Wartezeiten nach 2 Stunden vorbei und ich lag wieder auf meinem Sofa. Die Schmerzen halten sich in Grenzen, selbst das Liegen auf dem Rücken geht jetzt wieder besser als vor der OP.
Eben war ich zum Verbandswechsel - bis Mittwoch muss ich meinen Bewegungsdrang noch im Griff haben - Schweiß ist nicht gut für die Wunde.
In zwei Wochen, nachdem die Fäden gezogen sind, kann ich mit Rehamaßnahmen anfangen. Laufen und Radfahren auf der Rolle wird wohl schön früher möglich sein.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Die neue Website wächst

Vielleicht ist es schon aufgefallen. In den letzten Tagen und Wochen ist unsere kleine Website kontinuierlich weiter gewachsen. Zunächst in "meinem" Bereich. Hier hole ich nach und nach Seiten aus den alten Homepages herüber, korrigiere sie ein klein wenig redaktionell und überarbeite die enthaltenen Fotos. Ansonsten bleiben die Inhalte gleich. Die Seiten stellen eben zusammen mit dem Blog eine Art Tagebuch dar.
Neu sind:
- Presseberichte: alle komplett v. 2006 bis heute
- einige Fotogallerien
- diverse Laufberichte von 2005 bis 2010
- der GröDispaZ (Größter Disponent aller Zeiten) darf auch nicht fehlen.

Samstag, 9. Oktober 2010

IRONMAN - Hawaii

Alloah!

Zum zweiten Mal nach 2009 bin ich in diesem Jahr live auf  Hawaii dabei, bei der IRONMAN-Weltmeisterschaft der WTC!
Seit 18:45h läuft das Rennen - zumindest im Internet. Momentan sind wir seit rund 50 Minuten  bzw. 20 Meilen (ich gehöre ja zu der Führungsgruppe) auf der Radstrecke. Es ist sonniges Wetter, den Wind werden wir erst später zu spüren bekommen.
Hoffentlich bekomme ich einen zweiten Wind, um der Veranstaltung, die ab 0:20h auch im deutschen Fernsehen durch HR bis morgen früh um 5 Uhr übertragen wird, noch einige Stunden folgen zu können.
Bier und Chips sind ausreichend vorhanden. Falls notwendig verfüge ich auch noch über einige Reservoirs an Cola und Red Bull sowie Power Gels - Überbleibsel meiner letzten Vorbereitungen zum Radrennen am Nürburgring.

Hang lose
Reiner

Sonntag, 3. Oktober 2010

Ein Lebenszeichen

Seit meinem letzten Eintrag hier gab es wenig bis nichts, was es wert wäre, für die geneigten Leser oder die Nachwelt aufgeschrieben zu werden. Schade eigentlich, aber so ist das, wenn das Leben in ruhigen Laufbahnen verläuft...
Mal abgesehen, davon, dass heute bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen um die 23 °C der "Münsterland-Giro" über die Bühne gegangen ist - der letzte in diesem Jahr geplante und gebuchte Wettkampf. Natürlich ohne mich. Zum Glück konnte ich die Organisatoren überzeugen, mir das Nenngeld zu erstatten, nachdem ich das ärztliche Attest vorgelegt hatte. So hatte das wenigstens etwas Gutes. Ich muss Mal nachsehen, aber ich glaube, dass ich in diesem Jahr bald mehr Wettkämpfe habe sausen lassen, als ich wahrgenommen bzw. gefinisht habe. Die Rennrad- und Triathlon Saison ist nun in unseren Regionen für dieses Jahr endgültig beendet, was die Wettbewerbe angeht.
Andernorts, genauer gesagt im australischen Geelong ging in diesen Tagen die Rennrad-Weltmeisterschaft über die Bühne. Für die deutschen Radprofis sprangen durch Judith Arndt und Tony Martin dabei die Silber- bzw. Bronzemedaille im Einzelzeitfahren heraus.
Überschattet werden die tollen Erfolge (wieder) einmal mehr durch Dopingvorfälle. Alberto Contador, Sieger der Tour de France der Jahre 2009 und 2010 wird, wie erst jetzt, knapp 2 Monate später, bekannt wurde, des Dopings durch Clenbuterol beschuldigt. Contador wurde bereits während DES Dopingskandals um den spanischen Dr. Fuentes des Dopings bezichtigt, nachgewiesen wurde ihm bis heute nichts. Was wohl eher an der schlampigen Bearbeitungsweise der spanischen Behörden und dem Geldsumpf im Profiradgeschäft liegen wird.
So what? Ich dope schließlich auch. Gerade jetzt wieder, wo ich diese Zeilen schreibe. Allerdings gelingt es mir durch eine ausgeklügelte Verschleierungstaktik, die Fahnder in die Irre zu führen, bzw. ins Leere rennen (oder fahren die eigentlich?) zu lassen. Mal ganz unter uns: Ich wechsle einfach zwischen verschiedenen Weizenbiersorten ("Hefe" sollte es schon sein), klassisch eingebrauten Sorten Pilsener Art und saisonalen Gebräuen. Gerade eben ist das Oktoberfestbier der SPATEN-Brauerei serviert.
Aber ich schweife ab, zurück zum Sport: Während heute auch der Marathon in München gelaufen wurde und der Challenge Triathlon in Barcelona über die Langdistanz über die ging (zu dem übrigens zusammen mit Tim Esselmann (Ergebnisse stehen noch aus) zumindest mein Radkoffer gereist sein dürfte), strampele ich mich im (noch) warmen Keller schon wieder auf der Rolle ab. Ich war heute dicht dran, mit dem Trekkingrad eine Runde in der Natur zu drehen, aber die Schulter und die Angst durch einen dummen Zufall zu stürzen, geben das einfach noch nicht her.
Seit dem Unfall am 20. August bin ich:
- 11 Mal bzw. 149,4 KM / 12:01:23h gelaufen und
- 11 Mal bzw. 320,3 KM / 11:17:41h auf der Rolle Rad gefahren
Das ist nicht so wahnsinnig viel, was? Es macht mich aber Wahnsinnig, wenn ich sehe, bzw. spüre, wie schwer mir das ganze fällt und wie sehr die Motivation immer mehr in den Boden geht. Aber das hat mehrere Gründe, die ich hier nicht alle so offen legen möchte. Vielleicht liegt es auch einfach nur am fehlenden Ziel...
Zwei sportliche Höhepunkte dieses Jahres werfen noch ihre Schatten voraus:
Zum einen die Weltmeisterschaft der IRONMAN Corp. (WTC) auf Hawaii am kommenden Samstag ab 18:45h und zum anderen die New York Marathon am 7. November (@Nick & Schrøder: war da nicht noch was...???)

Sonntag, 19. September 2010

Total platt

5 1/2 Wochen sind ins Land gegangen, seit dem ich mich aufs Mett gepackt habe. Das sind 5 1/2 Wochen ohne das ich eine Nacht durchgeschlafen habe und 5 1/2 Wochen, in den ich meine Ernährung reduziert habe, um nicht unnötig an Gewicht zu zulegen. 
Ich darf  ja nicht jammern, aber es geht mir auf den Geist. Ich bin unzufrieden, habe Hunger, friere schnell und vor allem - bin kraft- und mutlos.
Mein absolut lust- und motivationsloses Trainingspensum liegt so bei 4-5 Stunden pro Woche, aufgeteilt in Laufen und Radeln auf der Rolle. Da beides nicht schmerzfrei ist, bin ich relativ froh, das ganze Theater nach 60 - 75 Minuten beenden zu können. Dabei schwitze ich wie Sa... und habe einen unverhältnismäßig hohen Puls, der zwar nach dem Absetzen der Schmerztabletten gesunken, aber fernab vom Normalen ist. Permanente Müdigkeit begleiten das Ganze.

Ich hatte ja nun einige Wochen Zeit, mir über die Saisonplanung 2010 Gedanken zu machen. Selbst dabei kommt kaum (Vor-)Freude auf. Einige Gedanken habe ich zwar, aber alles Spektakuläre habe ich ich erst einmal verschoben.

Fest steht, dass ich 2011 nicht zu einem Trainingslager auf Mallorca fliegen werde, obwohl mir das in diesem Jahr richtig auf's Pferd geholfen hat. Die Radkilometer werde ich mir wohl in heimischen Mittelgebirgen holen.

Fest steht auch, dass ich keine Langdistanz unter dem Ironman-Label buchen werde. Ob ich überhaupt eine Langdistanz bestreiten werde, entscheidet sich in den nächsten Wochen, wenn ich absehen kann, wie schnell ich nach der Entfernung der Metallplatte aus meiner Schulter wieder mit dem Schwimmen beginnen kann und vor allem, wie das danach funktioniert...
Die OP ist am 19. Oktober, bis dahin ist ersteinmal easy-going angesagt. Allenfalls laufen und Rollentraining. Selbst im Fitnessstudio kann ich nicht so furchtbar viel machen, obwohl ich da mal wieder erscheinen sollte.

Samstag, 4. September 2010

Das Fenster zum Hof

Meine Nachbarin von gegenüber arbeitet seit einigen Tagen emsig im Garten. Auf dem Sportplatz werden die Aschenbahn weggebaggert und alle Büsche und Bäume ausgerissen, um Platz für einen Kunstrasen zu machen. Die Nachbarin zur rechten wienert die Gartenmöbel und bei Doc Kellersmann ist ein Gartenbauunternehmen mit dem Herbstputz beschäftigt.

Und was mache ich? Ich warte, dass die Zeit vergeht. Bis einschließlich gestern hatte mich der Doc im Krankenhaus ja krankgeschrieben. Montag früh muss ich dem Chirurgen meines Vertrauens einen Besuch zum Röntgen und Nachsorge abstatten. Ich denke, dass ich anschließend wieder arbeiten werde. Die Schmerzen halten sich tagsüber in Grenzen, nur nachts habe ich ziemliche Probleme. Spätestens um 1 Uhr treibt mich der Schmerz aus dem Schlaf, entsprechend hänge ich tagsüber in der Uhr.

Die Zeit bislang habe ich damit verbracht, einen Teil meiner Leserückstände aufzuholen und einen Teil digitaler Fotos zu katalogisieren. Außerdem habe ich angefangen unsere Homepage von Grund auf neu zu gestalten. Die ersten Gehversuche gibt es hier.

Am Freitagabend habe ich das erste Mal auf der Rolle gesessen. Mehr als eine halbe Stunde habe ich das aber nicht ausgehalten. Ich kann mich mit dem linken Arm nicht oder nur wenig abstützten. Das macht die Sache noch anstrengender.
Heute hat es dann gejuckt. Ich musste laufen. Den Arm habe ich dabei ruhig gehalten, Schmerzen hatte ich dadurch nicht mehr. Allerdings tun mir seit dem so ziemlich alle anderen Knochen Südlich der Lendenwirbelsäule weh. Eine kürzere Strecke als meine 15-KM-Lieblingsrunde hätte es vermutlich auch getan.

Freitag, 27. August 2010

Grillwetter sieht anders aus

Na, da verpasse ich dann wohl nichts über das Wochenende. Seit Donnerstag früh um 2 Uhr regnet es fast ununterbrochen. Das weiß ich nicht etwa, weil ich ein Verwandter vom Kachelmann bin sondern weil die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag so ziemlich die übelste war, die ich jemals hatte.

Nach der verschobenen OP stand ich am Mittwoch für 8:20h auf dem Operationsplan. Also: wieder ab Dienstagabend nichts essen und trinken - nur ein Gläschen Wasser am Morgen.
Die Folgen: Hunger natürlich. Und Durst. Beides wurde immer schlimmer je weiter die OP nach hinten verschoben wurde. Dann kamen mirgäneartige Kopfschmerzen dazu, die meine Laune auf den Tiefpunkt sinken ließen. Bis Mittag wußte ich noch nicht, wann ich an die Reihe kommen sollte. Zu viele Notfälle in den letzten beiden Tagen.
Um 13:30h wurde ich dann endlich abgeholt aber noch einmal unendlich lange  bei schlechter Luft in einem Gang abgestellt, weil wieder zwei Notfälle dazwischen kamen. Meine Kopfschmerzen verursachten mittlerweile ziemliche Übelkeit - Medikamente durfte ich vor der OP aber nicht nehmen.

Dann ging es ziemlich schnell und ehe ich mich versah, war ich nach einer Spritze in den Arm und zwei in den Hals im Land der Träume. Oder so. Gegen 18:30 soll ich wohl wieder auf dem Zimmer gewesen sein. Zeit genug noch für ein kleines überfälliges Abendessen ;-)
Die komplette Nacht habe ich dann kein Auge zutun können - vor Schmerzen. Auch die Kopfschmerzen waren mir über die Vollnarkose hinaus erhalten geblieben. Nur durch Eigenmedikamentation konnte ich die schließlich bekämpfen.
Der Donnerstag war dann noch von Schmerzen und "herumdämmern" geprägt. Nachdem wir die Dosierung erhöht hatten, konnte ich letzte Nach wenigstens ein paar Stunden schlafen.
Heute sieht die Welt schon wieder freundlicher aus. Kanülen und Schläuche sind entfernt, und ich kann auch wieder was vernünftiges anziehen.

Für Montag ich meine Entlassung geplant.