Freitag, 23. Mai 2014
Presserundschau
Aufmerksame Leser finden auf Seite 21 der heutigen Ausgabe des Westfalenblatts den Artikel von Gunnar Feicht. Alle anderen hier.
Donnerstag, 22. Mai 2014
Wat nu?
… das war die Frage des letzten Posts. Keine „ordentliche“ Kreditkarte – kein Mietwagen.
Mit dem Rad und vor allem dem ganzen Gerödel Zug
fahren und dabei dreimal umsteigen, ist für mich die schlechteste aller Varianten. Zumal
das Gepäck vermutlich einiges wiegen wird.Fliegen scheidet aus – kein Flughafen in der unmittelbaren Nähe.
Mit unseren LKW könnte ich zwar problemlos nach England, aber eben auch nicht in die Nähe von Cornwall kommen. In Bristol wäre hier Schluss.
Saskia wollte mich ja bis Oostende bzw. am Freitag nach Calais bringen. Weil Donnerstag hier Feiertag ist und sie am Freitag ohnehin einen Urlaubstag hat, fahren wir nun zusammen direkt nach Penzance durch. Gerettet :-)) Somit habe ich auch noch jemanden, der ein Foto am Startpfosten machen kann, bevor es einsam um mich herum wird.
Der Wetterbericht für das Startwochenende sieht noch ganz vernünftig aus. Sonne, aber mit 12 Grad noch etwas maikühl. Na ja. Dann schwitze ich nicht so stark und muss weniger trinken…
Am letzten Mittwoch war Gunnar Feicht, der rasende Sportreporter vom Westfalen-Blatt, bei mir. Er möchte einen Bericht über meine Tour schreiben und benötigte ein paar mehr Informationen zur Vorbereitung und dem Stand der Dinge.
Mittwoch, 21. Mai 2014
One week to go
Eine Woche noch.
Dann geht der Traum los. Das "Alp" vorneweg bleibt hoffentlich aus, wenngleich mich das letzte Wochenende in meinem Optimismus ziemlich zurück geworfen hat.
Was war passiert? Eigentlich nichts. Etwas zu wenig trainiert habe ich in diesem Monat auf jeden Fall. Aber Sonntag ging gar nichts. Geplant hatte ich den Radmarathon in Münster zu fahren. Dummerweise habe ich den Wecker ausgeschaltet, anstatt ihn auf "snooze" zu stellen. Statt um fünf Uhr bin ich erst im kurz nach acht auf die Beine gekommen. Schöner Sonnenschein, rasch gefrühstückt, als Ersatz die Strecke vom Radmarathon in Greffen auf das Navi geladen und los gings. Massive Schweißausbrüche schon in Greffen. Unglaublich hoher Plus. Ich habe es auf das Essen geschoben, dass noch zu frisch im Magen lag. Entgegen meiner Erwartung hat sich das ganze nicht beruhigt. In Ascheloh haben die Oberschenkel schon gebrannt wie Feuer, kein Druck auf dem Pedal. Nach 90 Kilometern kam ich zum zweiten Mal durch Bissendorf. Diesmal war die Eisdiele fällig. Der Köper hatte sämtliche Energie schon verballert und ging auf Sparflamme. Kaffee, Erdbeerkuchen mit Sahne und Cola sollten mich über die nächsten Berge bringen. Das hat so weit auch mehr schlecht als recht funktioniert, aber mit 130 Kilometern war ich von dem angepeilten Ziel >200 weit entfernt.
Schwamm drüber. Gestern auf der Feierabend-Runde war alles wieder gut. Aber die ist zwar nur 56 KM kurz, wird aber in einem intensiverem Tempo gefahren :-)

Freitag und Samstag habe ich mit Lisa einen Ausflug ins Allgäu gemacht. Wohnungen für ihr Praktikum ansehen. Dabei war der Plan, eine schöne Runde mit dem roten Büffel durch das Voralpenland zur fahren. In der Gegend war er ja schließlich noch nicht. Das Vorhaben ist Schnee und Regen am Oberjoch zum Opfer gefallen.
Gelaufen bin ich neulich auch mal wieder. Brrrrrr... Schiet Schmerzen im Fuss. Über mein Läuferleben kann ich wohl ein Ei schlagen und damit auch über irgendwelche Triathlon-Ambitionen.
LEJoG
Ein "Ei", um bei der Wortwahl zu bleiben, habe ich mir selbst noch gelegt. Mein Plan war es ja, ab Dover mit einem Mietwagen bis Penzance zu fahren. Alles kein Problem. Im Grunde. Wenn mir nicht kurz vor knapp eingefallen wäre, dass mir Lisa einmal beiläufig erzählt hat, dass Vermietfirmen keine Prepaid-Kreditkarten als Sicherheit akzeptieren. Bezahlen ist kein Problem, aber als Sicherheit, falls der Tank leer oder das Fahrzeug beschädigt sein sollte, eben nicht. In den Vermietbedingungen und während der Buchung ist das nicht so ohne weiteres zu erkennen. Ich habe nun einmal nur eine Prepaid Karte und zum Abschluss einer "richtigen" war es zu spät. Internetrecherche und Telefonate mit den Vemietern haben keine Lösung gebracht.
Die nächste Alternative, ab Dover mit dem Zug zu reisen, war keine. Dreimal Umsteigen, dabei einmal fünf Kilometer durch London beim Bahnhofswechsel und Züge ohne Reserviermöglichkeit für das "kleine Schwarze", bei maximal sechs verfügbaren Radstellplätzen überzeugen nicht gerade.
Hmmmmm... Wat nu?
Dann geht der Traum los. Das "Alp" vorneweg bleibt hoffentlich aus, wenngleich mich das letzte Wochenende in meinem Optimismus ziemlich zurück geworfen hat.
Was war passiert? Eigentlich nichts. Etwas zu wenig trainiert habe ich in diesem Monat auf jeden Fall. Aber Sonntag ging gar nichts. Geplant hatte ich den Radmarathon in Münster zu fahren. Dummerweise habe ich den Wecker ausgeschaltet, anstatt ihn auf "snooze" zu stellen. Statt um fünf Uhr bin ich erst im kurz nach acht auf die Beine gekommen. Schöner Sonnenschein, rasch gefrühstückt, als Ersatz die Strecke vom Radmarathon in Greffen auf das Navi geladen und los gings. Massive Schweißausbrüche schon in Greffen. Unglaublich hoher Plus. Ich habe es auf das Essen geschoben, dass noch zu frisch im Magen lag. Entgegen meiner Erwartung hat sich das ganze nicht beruhigt. In Ascheloh haben die Oberschenkel schon gebrannt wie Feuer, kein Druck auf dem Pedal. Nach 90 Kilometern kam ich zum zweiten Mal durch Bissendorf. Diesmal war die Eisdiele fällig. Der Köper hatte sämtliche Energie schon verballert und ging auf Sparflamme. Kaffee, Erdbeerkuchen mit Sahne und Cola sollten mich über die nächsten Berge bringen. Das hat so weit auch mehr schlecht als recht funktioniert, aber mit 130 Kilometern war ich von dem angepeilten Ziel >200 weit entfernt.
Schwamm drüber. Gestern auf der Feierabend-Runde war alles wieder gut. Aber die ist zwar nur 56 KM kurz, wird aber in einem intensiverem Tempo gefahren :-)

Freitag und Samstag habe ich mit Lisa einen Ausflug ins Allgäu gemacht. Wohnungen für ihr Praktikum ansehen. Dabei war der Plan, eine schöne Runde mit dem roten Büffel durch das Voralpenland zur fahren. In der Gegend war er ja schließlich noch nicht. Das Vorhaben ist Schnee und Regen am Oberjoch zum Opfer gefallen.
Gelaufen bin ich neulich auch mal wieder. Brrrrrr... Schiet Schmerzen im Fuss. Über mein Läuferleben kann ich wohl ein Ei schlagen und damit auch über irgendwelche Triathlon-Ambitionen.
LEJoG
Ein "Ei", um bei der Wortwahl zu bleiben, habe ich mir selbst noch gelegt. Mein Plan war es ja, ab Dover mit einem Mietwagen bis Penzance zu fahren. Alles kein Problem. Im Grunde. Wenn mir nicht kurz vor knapp eingefallen wäre, dass mir Lisa einmal beiläufig erzählt hat, dass Vermietfirmen keine Prepaid-Kreditkarten als Sicherheit akzeptieren. Bezahlen ist kein Problem, aber als Sicherheit, falls der Tank leer oder das Fahrzeug beschädigt sein sollte, eben nicht. In den Vermietbedingungen und während der Buchung ist das nicht so ohne weiteres zu erkennen. Ich habe nun einmal nur eine Prepaid Karte und zum Abschluss einer "richtigen" war es zu spät. Internetrecherche und Telefonate mit den Vemietern haben keine Lösung gebracht.
Die nächste Alternative, ab Dover mit dem Zug zu reisen, war keine. Dreimal Umsteigen, dabei einmal fünf Kilometer durch London beim Bahnhofswechsel und Züge ohne Reserviermöglichkeit für das "kleine Schwarze", bei maximal sechs verfügbaren Radstellplätzen überzeugen nicht gerade.
Hmmmmm... Wat nu?
Sonntag, 4. Mai 2014
Honks
Als Radfahrer erlebte
ich auf einem Großteil der Ausfahrten unglaubliche Begegnungen mit anderen
Verkehrsteilnehmern. Mit anderen Fahrradfahrer und Fußgängern am meisten. Auf nahezu jeder Ausfahrt passiert etwas Unvorhergesehenes.
Dass man von Autofahrern oft übersehen und fast umgefahren wird gehört zur
Tagesordnung. Ganz besonders, wenn man tatsächlich mal Radwege benutzt. Ich
gebe gerne zu, dass ich Radwege nur noch dann benutze, wenn es unbedingt notwendig ist. Das
Radwegenetz in unserem Land ist meines Erachtens zu mehr als 70% in einem so schlechten
Zustand, dass die Benutzung mit einem Sportgerät eine Gefahr für FahrerIn und Equipment darstellt. Oft sind
diese Radwege gemeinsam von Fußgängern und Radfahrern zu benutzen, was wiederum
nahezu zwangsläufig zu Komplikationen führt. Langsamere Radfahrer mit Ihren
Sonntag-Ausfahr-Rädern gondeln gemütlich
von links nach rechts, die gesamte Wegbreite ausnutzend. Oder sie fahren zu
zweit nebeneinander, ohne Rücksicht auf das, was möglicherweise von hinten
kommt.
Mit Fußgängern verhält es sich ähnlich. Schlimm wird es, wenn diese dann auch
noch Ihre Hunde dabei haben. Häufig nicht angeleint oder wenn, dann so lang,
dass diese auch nichts mehr nutzt. Herrchen ganz rechts auf dem Weg, Hund ganz
links. Dazwischen die Leine…
Neulich kamen mir drei junge Frauen auf einem schmalen Radweg entgegen. Zwei
nebeneinander, die dritte versetzt auf meiner Spur. Die zwei vorneweg haben
sich eingereiht und Platz gemacht – die dritte konnte das nicht, weil sie
während der Fahrt mit Ihrem Handy zugange war und mich nicht gesehen hat….
Gestern: Verkehrsberuhigte Zone in einem
Wohngebiet. 6 Fahrräder kommen mir entgegen.
Auf der Straßen waren die Buckel, die Autofahrer zum abbremsen zwingen
sollen. Links und rechts jeweils eine breite Gosse, die mit dem Rad leicht zu
passieren sind, ohne über die Buckel zu krachen. Was passiert: fünf halten sich
rechts auf ihrer Seite, eine Frau fährt auf meine Seite und versucht zeitgleich
mit mir da durch zu kommen. Solche Hupen…
Heute: Einspuriger Feldweg. Vor mir gehen ein Mann und eine Frau auf der linken
Seite in dieselbe Richtung wie ich. Kein Problem. Fußgänger links, so ist das
richtig. Rechts war ausreichend Platz zum vorbeifahren.
Der Mann sieht mich, als er sich umdreht, schubst die Frau auf die rechte,
meine Seite und rennt hinterher. Ausweichen in letzter Sekunde.
Irgendein Typ hat mich mal regelrecht verfolgt und beschimpft, nachdem ich ihn
in seinem Auto in einer 30-er- Zone überholt habe. Scheibenwaschanlagen werden
auch gerne mal dann angemacht, wenn man gerade überholt.
Von Planwagenfahrern angepöbelt, bespuckt und mit Bier begossen. Alles schon da
gewesen.
LEJOG
Die Vorbereitungen laufen weiter planmäßig.
Die Rückfähre ist gebucht, das letzte Hotel auf der Hinreise in Oostende auch.
Jetzt fehlt nur noch die Bestätigung für den Mietwagen.
Im Training liege ich voll im Soll, auch wenn mir das kalte und regnerische
Wetter in den letzten zwei Wochen etwas einen Strich durch die Rechnung gemacht
hat. Eine längere Fahrt im Dauerregen habe ich jedenfalls hinter mir – die Erfahrung
kann wohl gerade für England nicht schaden :-)
Was nervt, ist der momentan vorherrschende kalte Wind.
Vor zwei Wochen bin ich tatsächlich einmal gelaufen. 10 Kilometer. I can tell
you: der Fuß hat ganz schön gemeckert. Vor allem nach dem Lauf. Ich übe mich
weiter in Geduld.
Dienstag, 22. April 2014
Generalprobe
Am Wochenende war es soweit. Ostern!
:-))
Im Ernst. Ich hatte geplant, eine längere Tour mit vollen Gepäck als Vorbereitung für die Englandreise zu machen, um das Equipment und mich selbst zu testen. Weil Ostern ja auch ein Familienfest ist, habe ich mich dafür entschieden, zunächst zu meinen Eltern in Nienburg und von da aus am nächsten Tag weiter zu Lisa nach Magdeburg zu radeln. Jennie konnte ich schnell davon überzeugen, am Sonntag mit meinem Auto nachzukommen, damit wir am Montag zusammen zurückfahren konnten.
Das „Kleine Schwarze“ hatte ich in der
Vorwoche noch zur Jahresinspektion zu dem Schrauber meines Vertrauens in Bad
Iburg gebracht. Ohne Befund diesmal. Zuhause habe ich dann noch meinen alten
ersten Triathlon Lenker herausgekramt und angebaut. Ich denke, dass ich ihn ab
und an nutzen kann – auch um den Rücken zu entlasten.
Zu meinen beiden Satteltaschen hatte ich vor kurzen noch eine weitere gekauft,
die oben, quer über dem Gepäckträger liegt und an den Satteltaschen befestigt
wird. Hatte ich das schon geschrieben? :-)
Ich habe alle Taschen möglichst realitätsnah gepackt und für diese Reise zu
viel, aber im Vergleich zu dem, was ich in England mitnehmen muss, zu wenig
eingepackt. In einer Satteltasche hatte ich noch drei schwere Flaschen Getränke
für meinen Vater. Ich kann sagen: Das Rad konnte ich nicht mehr heben…
Das Wetter am Karfreitag war dann eher…, na sagen wir mal: Aprilwetter. Unmittelbar
nach einem Regenschauer bin ich am frühen Vormittag losgefahren. Lange
Winterhose und Langarmtrikot mit wahlweise Windweste oder Regenjacke anstatt
kurz/kurz. Schon in Versmold war ich gut nass.
Der mäßig starke Wind kam von hinten. In Halle musste ich zum ersten Mal die
Regenjacke herauskramen; schon am Anstieg in Ascheloh war das Klima unter der
Jacke, ungefähr so wie draußen. Nur halt wärmer.
Auch mein Garmin Navi hatte an diesem Wochenende einen
Generaltest. Bisher hatte ich Probleme tatsächlich die Strecke zu fahren, die
ich mir auf der Website „Ride With GPS“
zusammengestrickt hatte. Das Navi hatte sich jedes Mal eine kürzere Strecke
zusammengebaut. Das Ergebnis war dann natürlich nicht so furchtbar
zufriedenstellend.
Bis auf wenige Ausnahmen hat es dann auch geklappt. Zu meinen Eltern bin ich ja
schon einige Mal auf unterschiedlichen Strecken gefahren. Diesmal sollte die
Route über Werther, an Bielefeld und Herford vorbei nach Bad Salzuflen, Vlotho,
Rinteln und dort über den Berg nach Nienburg gehen. 159 KM hatte das System
errechnet – 158 hatte ich später auf dem Tacho stehen. Erwartungsgemäß war es eine der landschaftlich schöneren Strecken, besonders zwischen Bielefeld und Bückeburg.
Rücken- oder angenehmer Seitenwind bis Rinteln machten das
wechselhafte Wetter erträglich.
Hier musste ich mich zum ersten Mal
unterstellen, um einem deftigen Guss zu entgehen. Ab das ging es dann in einen
permanenten fiesen, kalten Gegenwind bis Nienburg.
Der Wind, aber auch das hohe Gewicht des Rades (und von mir)
haben die Durchschnittsgeschwindigkeit auf 24,6 KM/h bei etwas über 1.000
Höhenmetern gesenkt. So richtig toll ist das nicht, passt aber in meine
Kalkulation von einem Schnitt von 22 KM/h in England.
Ziemlich platt kam ich dann zuhause an und freute mich auch 200 Kilometer
Rückenwind und tollen Sonnenschein am Samstag nach Magdeburg.
Der zweite Teil der Reise begann tatsächlich im strahlenden
Sonnenschein. Um halb 9 in der Frühe war es noch recht schattig, weshalb ich
mich zwar für kurz/kurz aber mit entsprechenden Arm- bzw. Beinlingen und
Windweste entschied.
Bereits nach weniger als einer Stunde war die Sonne verschwunden und aus der
Weste wurde eine Jacke. Dazu noch Überschuhe gegen kalte Füße.
Sagte ich, dass der Wind gedreht hatte und mir nun aus Nord / Nord-Ost direkt
und stramm ins Gesicht blies? Nein? Es war aber so und die Aussicht auf über
200 kalte Kilometer ließen meine Motivation nicht gerade Purzelbäume schlagen.

Am Samstag hatte ich mich (wieder einmal) schlecht ernährt, das wollte ich nun
ändern. Der Plan – auch für den England-Trip – ist alle zwei Stunden etwas zu
essen. So kam mir dann ein Bäcker mit heißer Schokolade und Erdbeerkuchen um
kurz nach 11 Uhr am Vormittag ganz Recht.
Die Wärme von Raum und Getränk kam mir ganz gelegen.
Auch der zweite Stopp war ein Bäcker. Diesmal mit Kaffee und Schokokuchen. Die
Energie daraus reichte dann bis kurz vor Wolfsburg. Auf einer windstillen,
sonnendurchfluteten Lichtung habe ich dann meine eiserne Reserve angegriffen –
ein Riesen-Marzipan-Osterei – von Muttern zu Ostern. Die Laune war zu dem
Zeitpunkt ohnehin nicht überragend: Das Navi hatte mich quer durch einen Wald
geschickt – auf einen unbefestigten Weg, der nach dem Regen der letzten Nacht
stellenweise komplett aufgeweicht war und mich zum Schieben zwang. Ein Tribut
an das Gewicht und die dünnen, profillosen Reifen. Dazu kam natürlich der kalte
Wind und vor allem deutlich nachlassende Energie. Die Beine waren kein Problem.
Nach ungefähr der Hälfte des Eies ging es dann wieder und ich konnte Fahrt
fortsetzen.
Seit dem Überqueren der Oker wurde es deutlich hügeliger. Das ständige Auf und Ab sollte bis 10 Kilometer
vor Magdeburg anhalten. Durch recht dünn besiedelte, schöne Gegenden fuhr ich
nördlich von Helmstedt über die Grenze zu Sachsen-Anhalt. Fast da :-)
Da das Navi nun immer häufiger versuchte, mich durch Wälder zu jagen, habe ich
im ersten Dorf hinter der Landesgrenze den Plan umgeworfen und bin der „Magdeburger
Straße“ gefolgt, die später zur B1 wurde. In Irxleben, ca. 30 KM vor dem Ziel
hatte ich dann so richtig einen Hungerast. An einer Dönerbude habe ich noch
einmal Cola getankt und den Rest Marzipan gegessen. Der Döner lockte zwar –
aber Lisa wartete ja auch auf mich. Unspektakulär der Rest auf der B1. An
diversen Osterfeuern vorbei war ich nach knapp 218 KM und 9:14h reine Fahrzeit
(knapp 1 Stunden gesamt) am Ziel.
Platt und unwahrscheinlichen Rückenschmerzen. Die rührten allerdings nicht von
der Wirbelsäule her, sondern waren mehr rechts und links angesiedelt.
Zu Belohnung gab es einen super Quiche und ein schönes Osterwochenende in
Magdeburg mit meinen Kindern.
Fazit:
376 KM in 15:44h. Grüner Bereich
9.166 Kcal sind eine Menge Holz. Da muss ich am Nachschub arbeiten
Das Rad: OL, keine Probleme. Sorgen mache ich mir
allerdings aufgrund der oft schlechten Straßen- / Radwegqualität. Die kommt dem
Rad nicht zugute. Es tut mir in der Seele weh, wie ich das kleine Schwarze hier
misshandle.
Navigation. Die Scheint jetzt zu passen. Die Dateien für England muss ich noch
ein wenig aufmöbeln und während der Fahrt ein wenig mehr aufpassen um solche Wald
Passagen zu vermeiden.
Die zweite Tagesetappe von Fowey nach Glastonbury (aktuell über 211 KM und mehr
als 3000 HM) sollte ich besser noch einmal überdenken.
Dienstag, 15. April 2014
Trainingsrunde + RTF + RTF = 306
…
Kilometer in dieser Woche an drei Tagen auf dem Rad.
Am Montag war es nach Feierabend noch schön, wenn auch windig. Der Büffel lockte und ich konnte seinem Ruf nicht widerstehen. Schon in Bad Laer schmerzten die Oberschenkel – keine guten Beine heute. Die Wochenendrunde durch Tecklenburger Land hatte ihre Spuren hinterlassen. Da war ich dann nicht so traurig, dass die Ortsdurchfahrt in Borgloh gesperrt war und ich über Wellingholzhausen, Borgholzhausen, Dissen verkürzen musste. Konnte. Nach dem Regen am Wochenende rochen Erde und Wald ganz herrlich, der Raps beginnt zu blühen und riecht ebenfalls. Die Sonne schien noch und warf schöne Schatten. 65 KM - Wunderbar :-)
Am Montag war es nach Feierabend noch schön, wenn auch windig. Der Büffel lockte und ich konnte seinem Ruf nicht widerstehen. Schon in Bad Laer schmerzten die Oberschenkel – keine guten Beine heute. Die Wochenendrunde durch Tecklenburger Land hatte ihre Spuren hinterlassen. Da war ich dann nicht so traurig, dass die Ortsdurchfahrt in Borgloh gesperrt war und ich über Wellingholzhausen, Borgholzhausen, Dissen verkürzen musste. Konnte. Nach dem Regen am Wochenende rochen Erde und Wald ganz herrlich, der Raps beginnt zu blühen und riecht ebenfalls. Die Sonne schien noch und warf schöne Schatten. 65 KM - Wunderbar :-)
Samstagmorgen um 6:10h.
Der Wecker klingelt. Nicht meine Zeit – schon lange nicht mehr. Draußen ist es kalt und trübe. Ich lege mich wieder hin. Bis um kurz nach Sieben – die RFT in Mastholte stand im Kalender und dort war Start um bzw. ab 9 Uhr. Meine erste RTF seit einigen Jahren. Ich hatte mich mit niemandem verabredet und kam dann auch erst gegen halb 10 an. Kühl war es, aber die Sonne schien und der Wind war seit langem mal wieder kaum existent. Das Auto im Halteverbot abgestellt, „Thomas aus Oelde“ getroffen und schon ging es auf die 111 KM-Strecke, die letztendlich 109 KM lang war. „Thomas aus Oelde“ kannte ich bis dato nicht, aber wir sind immerhin in einer kleinen Gruppe bis kurz hinter dem dritten Kontrollpunkt zusammen gefahren. Dann hat uns ein kurzer, etwas fieser Anstieg auseinandergerissen und ich habe Anschluss an einen anderen Radler gefunden, mit dem ich bis zur nächsten Kontrolle gefahren bin. Hier hatte ich keine Lust mehr, unnötig lange auf andere zu warten und bin alle weiter ins Ziel.
Knapp unter 3:30h waren OK.
Ein ähnliches Spiel am Sonntag früh. Nur schlechteres Wetter und eine Anfahrt mit
dem Rad. Der Wind war stärker, von Sonne keine Spur. 7 Grad luden auch nicht zu
kurz/kurz ein.
Anyway. Es musste sein – als Training für die geplante Ostertour nach
Madgeburg. Pünktlich war ich. Fast. Ich verpasste den Start um wenige Minuten, weil ich
erst noch das Ticket lösen musste. Immerhin hatte ich Holger noch am Start
getroffen und wusste von ihm, dass auch Tim dabei war. Alleine begann ich die
Aufholjagt, fuhr mit etwas Rückenwind über Oesterweg und Hesseln an mehreren zu
langsamen Gruppen vorbei. Herrliche Strecke im Teuto. Ascheloh. Borgholzhausen.
Ab hier hatte mich ein Engländer am Hacken – oder ich ihn. Bei ca. der Hälfte der Runde war es dann soweit. Holger hatte einen kleinen Defekt am Schaltwerk und reparierte gerade, als ich in einer guten Gruppe herankam. Ab hier sind wir zusammen mit Tim weitergefahren. Kaputte und müde Beine hatte sie beide – und haben mich dann zwischen Dissen und Versmold aus den Schuhen gefahren. Zusammen mit dem „Engländer“ bin ich die letzten Kilometer zurück nach Harsewinkel gefahren. So 2 Minuten haben mir die beiden „Jungspunde“ dabei abgenommen. Ich werde wohl zu alt für den Scheiß :-) Schön war’s. Nach einem Kaffee und Brötchen sind wir drei zusammen bis Wurstmold zurückgefahren.
Ab hier hatte mich ein Engländer am Hacken – oder ich ihn. Bei ca. der Hälfte der Runde war es dann soweit. Holger hatte einen kleinen Defekt am Schaltwerk und reparierte gerade, als ich in einer guten Gruppe herankam. Ab hier sind wir zusammen mit Tim weitergefahren. Kaputte und müde Beine hatte sie beide – und haben mich dann zwischen Dissen und Versmold aus den Schuhen gefahren. Zusammen mit dem „Engländer“ bin ich die letzten Kilometer zurück nach Harsewinkel gefahren. So 2 Minuten haben mir die beiden „Jungspunde“ dabei abgenommen. Ich werde wohl zu alt für den Scheiß :-) Schön war’s. Nach einem Kaffee und Brötchen sind wir drei zusammen bis Wurstmold zurückgefahren.
Hat mir Spaß gemacht mit Euch beiden! Mit An- und Abfahrt 133 KM und 1000 HM
Montag, 31. März 2014
Kein Bier vor vier
Das "Super-Sonnen-Wochenende" fing gut an.Am Freitag Nachmittag, zur traditionellen "Vier-Uhr-Zug-Zeit" haben wir bei einem Schluck Bier oder wahlweise Sekt die vergangenen 50 Jahre Revue passieren lassen.
Ich gebe zu: der Maibock hat mir zugesetzt und ich war beizeiten im Bett. Daran hat auch ein kurzzeitiges Aufflackern des Grills nichts mehr ändern können.
Am Samstag habe ich mich nach den üblichen Aufräum- und Putzarbeiten auf den roten Büffel geschwungen und mich bei erneut kräftigen Winden auf meine "Melle-Runde" gemacht. Kurz.Kurz, versteht sich bei den Temperaturen. Zeitweilig war es etwas frisch, aber gut, den Wind auf der Haut zu spüren.
So war ich dann pünktlich zurück, um noch etwas die Sonne im Biergarten genießen zu können, um kurz darauf mit Saskia im Haller "Gerry-Weber-Stadion" einem ganz hervorragendes Konzert beiwohnen zu dürfen. "Rock meets Classic" stand auf dem Programm, bei dem Midge Ure (Ultravox), Joe Lynn Turner (Rainbow und Deep Purple), Kim Wilde, Mick Box und Bernie Shaw (Uriah Heep) sowie Allice Cooper zusammen mit dem Bohamian Symphonie Orchestra Prag und der Mat Sinner Band ihr bestes gaben und grandiose Hits aus den 70-er und 80-ern spielten. Chapeau!
Bei steigenden Temperaturen und nachlassenden Winden habe ich dann am Sonntag noch
einmal den Büffel auf die Weide getrieben. Diesmal über Holperdorp nach Tecklenburg und zurück über Ladbergen und Greven nach Telgte. Hier ist mir dann etwas der Sprit ausgegangen und ich habe in einem sonnigen Biergarten ein Päuschen gemacht. Ich hatte es mir verdient. Glaube ich :-). Eine Lore Pommes und ein Hefe hell haben mich wieder in die Spur gebracht. Bis zum grillen am Abend. Das war sie dann auch schon, meine Trainingswoche...
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