Donnerstag, 22. Mai 2014

Wat nu?



… das war die Frage des letzten Posts.  Keine „ordentliche“  Kreditkarte – kein Mietwagen.
Mit dem Rad und vor allem dem ganzen Gerödel Zug fahren und dabei dreimal umsteigen, ist für mich die schlechteste aller Varianten. Zumal das Gepäck vermutlich einiges wiegen wird.

Fliegen scheidet aus – kein Flughafen in der unmittelbaren  Nähe.

Mit unseren LKW könnte ich zwar problemlos nach England, aber eben auch nicht in die Nähe von Cornwall kommen. In Bristol wäre hier Schluss.


Saskia wollte mich ja bis Oostende bzw. am Freitag nach Calais bringen. Weil Donnerstag hier Feiertag ist und sie am Freitag ohnehin einen Urlaubstag hat, fahren wir nun zusammen direkt nach Penzance durch.  Gerettet :-))  Somit habe ich auch noch jemanden, der ein Foto am Startpfosten machen kann, bevor es einsam um mich herum wird.

Der Wetterbericht für das Startwochenende sieht noch ganz vernünftig aus. Sonne, aber mit 12 Grad noch etwas maikühl. Na ja. Dann schwitze ich nicht so stark und muss weniger trinken…

Am letzten Mittwoch war Gunnar Feicht, der rasende Sportreporter vom Westfalen-Blatt, bei mir. Er möchte einen Bericht über meine Tour schreiben und benötigte ein paar mehr Informationen zur Vorbereitung und dem Stand der Dinge.

Mittwoch, 21. Mai 2014

One week to go

Eine Woche noch.
Dann geht der Traum los. Das "Alp" vorneweg bleibt hoffentlich aus, wenngleich mich das letzte Wochenende in meinem Optimismus ziemlich zurück geworfen hat.

Was war passiert? Eigentlich nichts. Etwas zu wenig trainiert habe ich in diesem Monat auf jeden Fall. Aber Sonntag ging gar nichts. Geplant hatte ich den Radmarathon in Münster zu fahren. Dummerweise habe ich den Wecker ausgeschaltet, anstatt ihn auf "snooze" zu stellen. Statt um fünf Uhr bin ich erst im kurz nach acht auf die Beine gekommen. Schöner Sonnenschein, rasch gefrühstückt, als Ersatz die Strecke vom Radmarathon in Greffen auf das Navi geladen und los gings. Massive Schweißausbrüche schon in Greffen. Unglaublich hoher Plus. Ich habe es auf das Essen geschoben, dass noch zu frisch im Magen lag. Entgegen meiner Erwartung hat sich das ganze nicht beruhigt. In Ascheloh haben die Oberschenkel schon gebrannt wie Feuer, kein Druck auf dem Pedal. Nach 90 Kilometern kam ich zum zweiten Mal durch Bissendorf. Diesmal war die Eisdiele fällig. Der Köper hatte sämtliche Energie schon verballert und ging auf Sparflamme. Kaffee, Erdbeerkuchen mit Sahne und Cola sollten mich über die nächsten Berge bringen. Das hat so weit auch mehr schlecht als recht funktioniert, aber mit 130 Kilometern war ich von dem angepeilten Ziel >200 weit entfernt.

Schwamm drüber. Gestern auf der Feierabend-Runde war alles wieder gut. Aber die ist zwar nur 56 KM kurz, wird aber in einem intensiverem Tempo gefahren  :-)



Freitag und Samstag habe ich mit Lisa einen Ausflug ins Allgäu gemacht. Wohnungen für ihr Praktikum ansehen. Dabei war der Plan, eine schöne Runde mit dem roten Büffel durch das Voralpenland zur fahren. In der Gegend war er ja schließlich noch nicht. Das Vorhaben ist Schnee und Regen am Oberjoch zum Opfer gefallen.

Gelaufen bin ich neulich auch mal wieder. Brrrrrr... Schiet Schmerzen im Fuss. Über mein Läuferleben kann ich wohl ein Ei schlagen und damit auch über irgendwelche Triathlon-Ambitionen.

LEJoG


Ein "Ei", um bei der Wortwahl zu bleiben, habe ich mir selbst noch gelegt. Mein Plan war es ja, ab Dover mit einem Mietwagen bis Penzance zu fahren. Alles kein Problem. Im Grunde. Wenn mir nicht kurz vor knapp eingefallen wäre, dass mir Lisa einmal beiläufig erzählt hat, dass Vermietfirmen keine Prepaid-Kreditkarten als Sicherheit akzeptieren. Bezahlen ist kein Problem, aber als Sicherheit, falls der Tank leer oder das Fahrzeug beschädigt sein sollte, eben nicht. In den Vermietbedingungen und während der Buchung ist das nicht so ohne weiteres zu erkennen. Ich habe nun einmal nur eine Prepaid Karte und zum Abschluss einer "richtigen" war es zu spät. Internetrecherche und Telefonate mit den Vemietern haben keine Lösung gebracht.

Die nächste Alternative, ab Dover mit dem Zug zu reisen, war keine. Dreimal Umsteigen, dabei einmal fünf Kilometer durch London beim Bahnhofswechsel und Züge ohne Reserviermöglichkeit für das "kleine Schwarze", bei maximal sechs verfügbaren Radstellplätzen überzeugen nicht gerade.
Hmmmmm... Wat nu?

Sonntag, 4. Mai 2014

Honks

Als Radfahrer erlebte ich auf einem Großteil der Ausfahrten unglaubliche Begegnungen mit anderen Verkehrsteilnehmern. Mit anderen Fahrradfahrer und Fußgängern am meisten.  Auf nahezu jeder Ausfahrt passiert etwas Unvorhergesehenes.

Dass man von Autofahrern oft übersehen und fast umgefahren wird gehört zur Tagesordnung. Ganz besonders, wenn man tatsächlich mal Radwege benutzt. Ich gebe gerne zu, dass ich Radwege nur noch dann benutze,  wenn es unbedingt notwendig ist. Das Radwegenetz in unserem Land ist meines Erachtens zu mehr als 70% in einem so schlechten Zustand, dass die Benutzung mit einem Sportgerät eine Gefahr für  FahrerIn und Equipment darstellt. Oft sind diese Radwege gemeinsam von Fußgängern und Radfahrern zu benutzen, was wiederum nahezu zwangsläufig zu Komplikationen führt. Langsamere Radfahrer mit Ihren Sonntag-Ausfahr-Rädern  gondeln gemütlich von links nach rechts, die gesamte Wegbreite ausnutzend. Oder sie fahren zu zweit nebeneinander, ohne Rücksicht auf das, was möglicherweise von hinten kommt.
Mit Fußgängern verhält es sich ähnlich. Schlimm wird es, wenn diese dann auch noch Ihre Hunde dabei haben. Häufig nicht angeleint oder wenn, dann so lang, dass diese auch nichts mehr nutzt. Herrchen ganz rechts auf dem Weg, Hund ganz links. Dazwischen die Leine…
Neulich kamen mir drei junge Frauen auf einem schmalen Radweg entgegen. Zwei nebeneinander, die dritte versetzt auf meiner Spur. Die zwei vorneweg haben sich eingereiht und Platz gemacht – die dritte konnte das nicht, weil sie während der Fahrt mit Ihrem Handy zugange war und mich nicht gesehen hat….
Gestern:  Verkehrsberuhigte Zone in einem Wohngebiet. 6 Fahrräder kommen mir entgegen.  Auf der Straßen waren die Buckel, die Autofahrer zum abbremsen zwingen sollen. Links und rechts jeweils eine breite Gosse, die mit dem Rad leicht zu passieren sind, ohne über die Buckel zu krachen. Was passiert: fünf halten sich rechts auf ihrer Seite, eine Frau fährt auf meine Seite und versucht zeitgleich mit mir da durch zu kommen.  Solche Hupen…
Heute: Einspuriger Feldweg. Vor mir gehen ein Mann und eine Frau auf der linken Seite in dieselbe Richtung wie ich. Kein Problem. Fußgänger links, so ist das richtig. Rechts war ausreichend Platz zum vorbeifahren. 
Der Mann sieht mich, als er sich umdreht, schubst die Frau auf die rechte, meine Seite und rennt hinterher. Ausweichen in letzter Sekunde.
Irgendein Typ hat mich mal regelrecht verfolgt und beschimpft, nachdem ich ihn in seinem Auto in einer 30-er- Zone überholt habe. Scheibenwaschanlagen werden auch gerne mal dann angemacht, wenn man gerade überholt. 
Von Planwagenfahrern angepöbelt, bespuckt und mit Bier begossen. Alles schon da gewesen.

LEJOG
Die Vorbereitungen laufen weiter  planmäßig. Die Rückfähre ist gebucht, das letzte Hotel auf der Hinreise in Oostende auch. Jetzt fehlt nur noch die Bestätigung für den Mietwagen.
Im Training liege ich voll im Soll, auch wenn mir das kalte und regnerische Wetter in den letzten zwei Wochen etwas einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Eine längere Fahrt im Dauerregen habe ich jedenfalls hinter mir – die Erfahrung kann wohl gerade für England nicht schaden :-)
Was nervt, ist der momentan vorherrschende kalte Wind. 

Vor zwei Wochen bin ich tatsächlich einmal gelaufen. 10 Kilometer. I can tell you: der Fuß hat ganz schön gemeckert. Vor allem nach dem Lauf. Ich übe mich weiter in Geduld.

Dienstag, 22. April 2014

Generalprobe



Am Wochenende war es soweit. Ostern!
:-))


Im Ernst. Ich hatte geplant, eine längere Tour mit vollen Gepäck als Vorbereitung für die Englandreise zu machen, um das Equipment und mich selbst zu testen. Weil Ostern ja auch ein Familienfest ist, habe ich mich dafür entschieden, zunächst zu meinen Eltern in Nienburg und von da aus am nächsten Tag weiter zu Lisa nach Magdeburg zu radeln.
Jennie konnte ich schnell davon überzeugen, am Sonntag mit meinem Auto nachzukommen, damit wir am Montag zusammen zurückfahren konnten.


Das „Kleine Schwarze“  hatte ich in der Vorwoche noch zur Jahresinspektion zu dem Schrauber meines Vertrauens in Bad Iburg gebracht. Ohne Befund diesmal. Zuhause habe ich dann noch meinen alten ersten Triathlon Lenker herausgekramt und angebaut. Ich denke, dass ich ihn ab und an nutzen kann – auch um den Rücken zu entlasten.
Zu meinen beiden Satteltaschen hatte ich vor kurzen noch eine weitere gekauft, die oben, quer über dem Gepäckträger liegt und an den Satteltaschen befestigt wird. Hatte ich das schon geschrieben? :-)

Ich habe alle Taschen möglichst realitätsnah gepackt und für diese Reise zu viel, aber im Vergleich zu dem, was ich in England mitnehmen muss, zu wenig eingepackt. In einer Satteltasche hatte ich noch drei schwere Flaschen Getränke für meinen Vater. Ich kann sagen: Das Rad konnte ich nicht mehr heben…

Das Wetter am Karfreitag war dann eher…, na sagen wir mal: Aprilwetter. Unmittelbar nach einem Regenschauer bin ich am frühen Vormittag losgefahren. Lange Winterhose und Langarmtrikot mit wahlweise Windweste oder Regenjacke anstatt kurz/kurz. Schon in Versmold war ich gut nass. 
Der mäßig starke Wind kam von hinten. In Halle musste ich zum ersten Mal die Regenjacke herauskramen; schon am Anstieg in Ascheloh war das Klima unter der Jacke, ungefähr so wie draußen. Nur halt wärmer.

Auch mein Garmin Navi hatte an diesem Wochenende einen Generaltest. Bisher hatte ich Probleme tatsächlich die Strecke zu fahren, die ich mir auf der Website „Ride With GPS“ zusammengestrickt hatte. Das Navi hatte sich jedes Mal eine kürzere Strecke zusammengebaut. Das Ergebnis war dann natürlich nicht so furchtbar zufriedenstellend. 

 
Bis auf wenige Ausnahmen hat es dann auch geklappt. Zu meinen Eltern bin ich ja schon einige Mal auf unterschiedlichen Strecken gefahren. Diesmal sollte die Route über Werther, an Bielefeld und Herford vorbei nach Bad Salzuflen, Vlotho, Rinteln und dort über den Berg nach Nienburg gehen. 159 KM hatte das System errechnet – 158 hatte ich später auf dem Tacho stehen.  Erwartungsgemäß war es eine der landschaftlich schöneren Strecken, besonders zwischen Bielefeld und Bückeburg.

Rücken- oder angenehmer Seitenwind bis Rinteln machten das wechselhafte Wetter erträglich.
Hier musste ich mich zum ersten Mal unterstellen, um einem deftigen Guss zu entgehen. Ab das ging es dann in einen permanenten fiesen, kalten Gegenwind bis Nienburg.
Der Wind, aber auch das hohe Gewicht des Rades (und von mir) haben die Durchschnittsgeschwindigkeit auf 24,6 KM/h bei etwas über 1.000 Höhenmetern gesenkt. So richtig toll ist das nicht, passt aber in meine Kalkulation von einem Schnitt von 22 KM/h in England. 


Ziemlich platt kam ich dann zuhause an und freute mich auch 200 Kilometer Rückenwind und tollen Sonnenschein am Samstag nach Magdeburg.

Der zweite Teil der Reise begann tatsächlich im strahlenden Sonnenschein. Um halb 9 in der Frühe war es noch recht schattig, weshalb ich mich zwar für kurz/kurz aber mit entsprechenden Arm- bzw. Beinlingen und Windweste entschied.

Bereits nach weniger als einer Stunde war die Sonne verschwunden und aus der Weste wurde eine Jacke. Dazu noch Überschuhe gegen kalte Füße.

Sagte ich, dass der Wind gedreht hatte und mir nun aus Nord / Nord-Ost direkt und stramm ins Gesicht blies? Nein? Es war aber so und die Aussicht auf über 200 kalte Kilometer ließen meine Motivation nicht gerade Purzelbäume schlagen.




Am Samstag hatte ich mich (wieder einmal) schlecht ernährt, das wollte ich nun ändern. Der Plan – auch für den England-Trip – ist alle zwei Stunden etwas zu essen. So kam mir dann ein Bäcker mit heißer Schokolade und Erdbeerkuchen um kurz nach 11 Uhr am Vormittag ganz Recht.  Die Wärme von Raum und Getränk kam mir ganz gelegen.



Auch der zweite Stopp war ein Bäcker. Diesmal mit Kaffee und Schokokuchen. Die Energie daraus reichte dann bis kurz vor Wolfsburg. Auf einer windstillen, sonnendurchfluteten Lichtung habe ich dann meine eiserne Reserve angegriffen – ein Riesen-Marzipan-Osterei – von Muttern zu Ostern. Die Laune war zu dem Zeitpunkt ohnehin nicht überragend: Das Navi hatte mich quer durch einen Wald geschickt – auf einen unbefestigten Weg, der nach dem Regen der letzten Nacht stellenweise komplett aufgeweicht war und mich zum Schieben zwang. Ein Tribut an das Gewicht und die dünnen, profillosen Reifen. Dazu kam natürlich der kalte Wind und vor allem deutlich nachlassende Energie. Die Beine waren kein Problem. Nach ungefähr der Hälfte des Eies ging es dann wieder und ich konnte Fahrt fortsetzen.
Seit dem Überqueren der Oker wurde es deutlich hügeliger.  Das ständige Auf und Ab sollte bis 10 Kilometer vor Magdeburg anhalten. Durch recht dünn besiedelte, schöne Gegenden fuhr ich nördlich von Helmstedt über die Grenze zu Sachsen-Anhalt. Fast da :-)
Da das Navi nun immer häufiger versuchte, mich durch Wälder zu jagen, habe ich im ersten Dorf hinter der Landesgrenze den Plan umgeworfen und bin der „Magdeburger Straße“ gefolgt, die später zur B1 wurde. In Irxleben, ca. 30 KM vor dem Ziel hatte ich dann so richtig einen Hungerast. An einer Dönerbude habe ich noch einmal Cola getankt und den Rest Marzipan gegessen. Der Döner lockte zwar – aber Lisa wartete ja auch auf mich. Unspektakulär der Rest auf der B1. An diversen Osterfeuern vorbei war ich nach knapp 218 KM und 9:14h reine Fahrzeit (knapp 1 Stunden gesamt) am Ziel. 
Platt und unwahrscheinlichen Rückenschmerzen. Die rührten allerdings nicht von der Wirbelsäule her, sondern waren mehr rechts und links angesiedelt.

Zu Belohnung gab es einen super Quiche und ein schönes Osterwochenende in Magdeburg mit meinen Kindern.

Fazit:

376 KM in 15:44h. Grüner Bereich

Knapp 1900 Höhenmeter sind nicht so furchtbar viel in zwei Tagen. Da muss mehr kommen.
9.166 Kcal sind eine Menge Holz. Da muss ich am Nachschub arbeiten


Das Rad: OL, keine Probleme. Sorgen mache ich mir allerdings aufgrund der oft schlechten Straßen- / Radwegqualität. Die kommt dem Rad nicht zugute. Es tut mir in der Seele weh, wie ich das kleine Schwarze hier misshandle.


Navigation. Die Scheint jetzt zu passen. Die Dateien für England muss ich noch ein wenig aufmöbeln und während der Fahrt ein wenig mehr aufpassen um solche Wald Passagen zu vermeiden. 
Die zweite Tagesetappe von Fowey nach Glastonbury (aktuell über 211 KM und mehr als 3000 HM) sollte ich besser noch einmal überdenken.

Dienstag, 15. April 2014

Trainingsrunde + RTF + RTF = 306


… Kilometer in dieser Woche an drei Tagen auf dem Rad.

Am Montag war es nach Feierabend noch schön, wenn auch windig. 
Der Büffel lockte und ich konnte seinem Ruf nicht widerstehen. Schon in Bad Laer schmerzten die Oberschenkel – keine guten Beine heute. Die Wochenendrunde durch Tecklenburger Land hatte ihre Spuren hinterlassen. Da war ich dann nicht so traurig, dass die Ortsdurchfahrt in Borgloh gesperrt war und ich über Wellingholzhausen, Borgholzhausen, Dissen verkürzen musste. Konnte. Nach dem Regen am Wochenende rochen Erde und Wald ganz herrlich, der Raps beginnt zu blühen und riecht ebenfalls. Die Sonne schien noch und warf schöne Schatten. 65 KM - Wunderbar :-) 

Samstagmorgen um 6:10h.
Der Wecker klingelt. Nicht meine Zeit – schon lange nicht mehr. Draußen ist es kalt und trübe. Ich lege mich wieder hin. Bis um kurz nach Sieben – die RFT in Mastholte stand im Kalender und dort war Start um bzw. ab 9 Uhr. Meine erste RTF seit einigen Jahren. Ich hatte mich mit niemandem verabredet und kam dann auch erst gegen halb 10 an. Kühl war es, aber die Sonne schien und der Wind war seit langem mal wieder kaum existent. Das Auto im Halteverbot abgestellt, „Thomas aus Oelde“ getroffen und schon ging es auf die 111 KM-Strecke, die letztendlich 109 KM lang war. „Thomas aus Oelde“ kannte ich bis dato nicht, aber wir sind immerhin in einer kleinen Gruppe bis kurz hinter dem dritten Kontrollpunkt zusammen gefahren. Dann hat uns ein kurzer, etwas fieser Anstieg auseinandergerissen und ich habe Anschluss an einen anderen Radler gefunden, mit dem ich bis zur nächsten Kontrolle gefahren bin. Hier hatte ich keine Lust mehr, unnötig lange auf andere zu warten und bin alle weiter ins Ziel. 

Knapp unter 3:30h waren OK. 


Ein ähnliches Spiel am Sonntag früh. Nur schlechteres Wetter und eine Anfahrt mit dem Rad. Der Wind war stärker, von Sonne keine Spur. 7 Grad luden auch nicht zu kurz/kurz ein. 

Anyway. Es musste sein – als Training für die geplante Ostertour nach Madgeburg. Pünktlich war ich. Fast. Ich verpasste den Start um wenige Minuten, weil ich erst noch das Ticket lösen musste. Immerhin hatte ich Holger noch am Start getroffen und wusste von ihm, dass auch Tim dabei war. Alleine begann ich die Aufholjagt, fuhr mit etwas Rückenwind über Oesterweg und Hesseln an mehreren zu langsamen Gruppen vorbei. Herrliche Strecke im Teuto. Ascheloh. Borgholzhausen.
Ab hier hatte mich ein Engländer am Hacken – oder ich ihn. Bei ca. der Hälfte der Runde war es dann soweit. Holger hatte einen kleinen Defekt am Schaltwerk und reparierte gerade, als ich in einer guten Gruppe herankam. Ab hier sind wir zusammen mit Tim weitergefahren. Kaputte und müde Beine hatte sie beide – und haben mich dann zwischen Dissen und Versmold aus den Schuhen gefahren. 
Zusammen mit dem „Engländer“ bin ich die letzten Kilometer zurück nach Harsewinkel gefahren. So 2 Minuten haben mir die beiden „Jungspunde“ dabei abgenommen. Ich werde wohl zu alt für den Scheiß :-) Schön war’s. Nach einem Kaffee und Brötchen sind wir drei zusammen bis Wurstmold zurückgefahren.
Hat mir Spaß gemacht mit Euch beiden! Mit An- und Abfahrt 133 KM und 1000 HM


Montag, 31. März 2014

Kein Bier vor vier

Das "Super-Sonnen-Wochenende" fing gut an.

Am Freitag Nachmittag, zur traditionellen "Vier-Uhr-Zug-Zeit" haben wir bei einem Schluck Bier oder wahlweise Sekt die vergangenen 50 Jahre Revue passieren lassen.
Ich gebe zu: der Maibock hat mir zugesetzt und ich war beizeiten im Bett. Daran hat auch ein kurzzeitiges Aufflackern des Grills nichts mehr ändern können.




Am Samstag habe ich mich nach den üblichen Aufräum- und Putzarbeiten auf den roten Büffel geschwungen und mich bei erneut kräftigen Winden auf meine "Melle-Runde" gemacht. Kurz.Kurz, versteht sich bei den Temperaturen. Zeitweilig war es etwas frisch, aber gut, den Wind auf der Haut zu spüren.
So war ich dann pünktlich zurück, um noch etwas die Sonne im Biergarten genießen zu können, um kurz darauf mit Saskia im Haller "Gerry-Weber-Stadion" einem ganz hervorragendes Konzert beiwohnen zu dürfen. "Rock meets Classic" stand auf dem Programm, bei dem Midge Ure (Ultravox), Joe Lynn Turner (Rainbow und Deep Purple), Kim Wilde, Mick Box und Bernie Shaw (Uriah Heep) sowie Allice Cooper zusammen mit dem Bohamian Symphonie Orchestra Prag und der Mat Sinner Band ihr bestes gaben und grandiose Hits aus den 70-er und 80-ern spielten. Chapeau!


Bei steigenden Temperaturen und nachlassenden Winden habe ich dann am Sonntag noch

einmal den Büffel auf die Weide getrieben. Diesmal über Holperdorp nach Tecklenburg und zurück über Ladbergen und Greven nach Telgte. Hier ist mir dann etwas der Sprit ausgegangen und ich habe in einem sonnigen Biergarten ein Päuschen gemacht. Ich hatte es mir verdient. Glaube ich :-). Eine Lore Pommes und ein Hefe hell haben mich wieder in die Spur gebracht. Bis zum grillen am Abend. Das war sie dann auch schon, meine Trainingswoche...



Mittwoch, 26. März 2014

März

Uups. Schon wieder ist seit meinem letzten Posting so viel Zeit ins Land gegangen. 

Den Vertrag im Fitnessstudio habe ich unterschrieben, bin aber nicht der fleißigste dort. Wahrscheinlich auch, weil es mir da nicht so sonderlich gut gefällt. Aber na ja: der Preis macht’s. Mehr als einmal pro Woche schaffe ich derzeit nicht. Aber selbst das zeigt Wirkung.



Zwischendurch bin ich fünfzig geworden. Bergfest. Jetzt ist definitiv die zweite Lebenshälfte angebrochen und ich habe die meisten meiner Kartoffeln gegessen.
Meine Geburtstage feiere ich ja grundsätzlich nicht. Dennoch, oder gerade deswegen  ;-)  hatten sich meine Eltern, Jennie und Lisa und natürlich auch Saskia eingefunden. Nein, nicht alle auf einmal. Drei Tage hat’s in unterschiedlichen Gruppenstärken gedauert. Dabei durfte ich mich über neue Kochbücher, Wiegemesser und einem Pizzastein freuen. Den Pizzastein haben wir direkt am Geburtstag eingeweiht und ausgiebig begossen. Boah, war das lecker. Die Pizza vor allem :-)
Ein Vergnügen war es für mich auch, ein thailändisches Koriander-Hühnchen für alle zu kochen.

Eine weitere große Überraschung war das Geschenk meiner Eltern. Nachdem meine Heizkostennachzahlung mein Urlaubsbudget über Gebühr strapaziert hat, habe ich ernsthaft über eine Verschiebung der Reise um ein Jahr nachgedacht. Ich konnte ja nicht ahnen, dass zu diesem Zeitpunkt schon ein Pfund-Betrag in einem Umschlag verpackt lag, der die Sorgen mindert.  

Zwischenzeitlich habe ich auch die Hinfähre von Calais nach Dover gebucht. Jetzt fehlen noch der Leihwagen und die Rückfähre von Hull nach Rotterdam. Dann ist alles auf der Reihe.

Anfang März hatte mein Vater Geburtstag. Seit einigen Jahren fahre ich zumindest einen Weg mit dem Rad nach oder von Nienburg zurück. In diesem Jahr war es der Hinweg, auf dem ich etwas Equipment testen wollte.  
Ich hatte den Gepäckträger angebaut und die Packtaschen mit etwas mehr Gewicht als sonst angehängt, aber noch nicht vollgepackt.  I can tell you: Das wird nicht einfach. Obwohl das Fahren später OK war. Deutlich langsamer eben aber keine Probleme in den Kurven oder bei höheren Geschwindigkeiten. Eine dritte Tasche für oben drüber habe ich jetzt auch noch geschossen, die beiden alleine reichen nicht aus. Sie ist aber noch nicht da.
Etwas arbeiten muss ich noch an den unteren Befestigungen der Packtaschen am Gepäckträger.  Bei sehr unebenen Straßenbelag springen sie aus der Halterung.
Sehr merkwürdig war das Verhalten meines GARMINS. Ich hatte mir eine extra lange und bergige Strecke ausgearbeitet und auf das Gerät geladen. Heraus kam eine, wenn nicht die kürzeste und flache Strecke. Die Route, die ich geplant hatte, bin ich nicht annähernd gefahren. Ich weiß noch nicht, woran das liegt. Ich will mal versuchen, die Dateien von der Erstellungsseite nach GPSIES.com zu importieren und dann erneut zu laden.

Ansonsten liege ich mit gut 1.500 Trainingskilometern auch gut im Plan. Bis zum Start möchte ich auch 2.500 bis 3.000 KM kommen. Ab nächste Woche kann ich auch abends noch auf die Feierabendrunde  gehen und am Wochenende (hoffentlich) länger fahren.  Die Temperaturen sind zwischendurch ja schon ganz schön. Selbst kurz-kurz war neulich schon drin, was auch prompt unsere Schildkröten auf den Plan gerufen hat. Nun sind sie aber noch einmal abgetaucht.

Der nächste und letzte Langstreckentest steht Ostern bevor. Da möchte ich nach Magdeburg fahren und eventuell auch noch zurück. Passendes Wetter vorausgesetzt. Hin und zurück wären das vier Tagesetappen wie ich sie in England auch fahren werde.

Schaun mer mal.