Dienstag, 14. August 2012

"ER" lebt!

Es ist seit meinem letzten Eintrag schon wieder einiges an Wasser die Weser herabgeflossen, weltbewegendes ist aber nicht passiert. 

Trotzdem wird es heute ein wenig länger Ich bin weiterhin recht faul und träge, was den Sport angeht. Die „quasi-Auszeit“ kratzt einerseits an meinem Ego, andererseits genieße ich die freie (??) Zeit aber auch ein wenig. Und kann mich schwer zum Training aufraffen. 

Ein unbekannter Schreiberling, der seinen Namen nicht preisgab hat nach meinem letzten Blogeintrag geschrieben, dass ich ein Selbstdarsteller und Egoist bin. Nun, ich habe nie etwas anderes behauptet und weiß nicht, welches Problem der Leser damit hat. Offensichtlich bereitet es ihm/ihr Freude, auf Seiten von Selbstdarstellern wie mich zu surfen...
Wäre ich das nicht zumindest ansatzweise, hätte ich weder diesen Blog noch meine Webseite am Start. Schade, das Kommentare anonym abgegeben werden. Anyway... 

Die Quaeldich.de-Deutschland-Rundfahrt liegt heute auch schon wieder 6 Wochen hinter uns. Schön war sie, gut organisiert und führte uns durch überwiegend schöne Landschaften im Ostallgäu, Salzburger Land, Bayrischer Wald, Erz- und Fichtelgebirge, kurz nach Tschechien bis hin nach Dresden. Die 6 Tempo-Gruppen passten alle gut zu einander, die 180 Teilnehmer waren allesamt gut drauf und ohne „Spinner“, ohne die oftmals bei solchen Events dabei sind. Das lag vielleicht am fehlenden Wettkampfcharakter. 
Verausgaben oder es ruhiger angehen lassen waren durch Gruppenwechsel dauerhaft oder Abschnittsweise möglich. Am Berg, wenn der Verband aufgelöst wurde und jeder seinen Rhythmus hoch fahren konnte, sowieso. 

Hochalpine Anstiege und Panoramen fehlten natürlich, trotzdem hatten wir längere Anstiege und Abfahrten dazwischen. Dennoch kamen auf dem 1440 KM auch 21.000 Höhenmeter zustande. Ein Vergleich zur TOUR-Transalp im letzten Jahr verbietet sich eigentlich, aber sie hat mir durch die langen Anstiege mehr gelegen. 

Auch wenn sie weitaus anstrengender waren. Für mich persönlich gab es unter dem Strich mehr Schatten als Licht. Schon am zweiten Tag habe ich einen Sturz verursacht, als ich ein Bremsmanöver vorne in der Gruppe zu spät gesehen habe. Meinen Vordermann habe ich unsanft aus dem Sattel geholt, ich selbst war noch nie so schnell am Boden. Ein dritter muss noch irgendwie in mich hinein gefahren sein.
Der Materialschaden war weitaus höher als die körperlichen: Einer meiner Brems-/Schalthebel hatte sich so unglücklich in dem Hinterrad meines Vordermannes verfangen, dass mein Lenker gegen die Sitzstrebe des teuren Carbonrades gedrückt wurde und diese angebrochen hat. Die Strebe wurde notdürftig durch den Mechaniker mit einer Schelle fixiert und Timo konnte somit weiter mitfahren. Der Rahmen ist natürlich dahin. Carbon kann man nicht reparieren.
Bei meinem Rad war der Bremshebel irreparabel dahin und ich beendete die Etappe im Mechanikerwagen. Sonntag Abend in Salzburg: Natürlich hatten wir keinen Ersatzhebel dabei und ein Ersatzrad gab es auch nicht. Einer unermüdlichen 2-stündigen Telefonaktion durch Jan Sahner, dem Veranstalter die Rundfahrt, ist es zu verdanken, dass er jemanden von „Bikepalast.at“ ans Handy bekam und ihn dazu brachte uns am Sonntag einen Hebel zu verkaufen. Glücklicherweise hatte er überhaupt noch einen. Als ich nach der Tour einen passenden zweiten nachkaufen wollte, musste ich feststellen, dass die nicht mehr hergestellt werden. An dieser Stelle noch mal einen herzlichen Dank an Jan! 

Kurzum am Montag konnte ich wieder mitfahren. Allerdings fuhren Timo und ich ab jetzt in der vorletzten Gruppe anstatt in der zweiten. Timo, weil er vorsichtig mit seinem demolierten Rahmen fahren musste und ich, weil ich nicht nur etwas Tapete meiner linken Körperseite und Hand auf der Straße gelassen hatte, sondern auch Prellungen und vor allem eine mächtig geschwollene und stark schmerzende rechte Hand hatte, mit der ich nur schwer schalten oder Bremsen konnte. So richtig weg ist die Schwellung bis heute nicht und zupacken ist auch noch nicht so drin. Aber es wird täglich ein wenig besser. 

Während ich mich mit Timo für den Rest der Rundfahrt wirklich gut verstand und wir Spaß miteinander hatten, begann der Ärger danach.
Ich hatte den Vorgang sofort meiner ALLIANZ-Haftpflichtversicherung gemeldet und klar gemacht, dass es zu Ersatzansprüchen kommen würde. Dazu muss ich sagen, dass ich mir bereits in 2011 eine Bestätigung von der ALLIANZ eingeholt habe, dass ich bei Rennen und Gruppenfahrten ebenfalls mitversichert bin.
Aus heiterem Himmel kam postwendend die Schadenablehnung. Sinngemäß müssen sich Teilnehmer an solchen Veranstaltungen gem. BGB „darüber im klaren sein, dass es zu Unfällen und Schäden kommen kann“. Durch dieses Wissen nimmt man das also in kauf und der Unfallverursacher ist nicht zur Verantwortung zu ziehen. Es dauerte gute zwei Wochen, bis wir unter Klageandrohung die strikt ablehnende ALLIANZ so weit hatten, dass sie Timo ein Angebot machte, dass zwar nicht das komplette Rad ersetzte, ihn aber zumindest halbwegs zufrieden stellte. Mir hat die Aktion massive Magenprobleme bereitet und ein Versicherungswechsel steht nun an. Es gibt einen Makler, der solche Veranstaltungen ausdrücklich mit einschließt. 

Das Thema ist nun also durch, aber es bleibt ein sehr fader Nachgeschmack, der mir im Nachhinein den Urlaub versemmelt hat.
Die Zeit nach der Tour habe ich mit lockerem Training auf dem Rad und etwas Laufen verbracht. 

Am letzten Sonntag standen dann die erstmalig veranstalteten ALPECIN-Days in Bielefeld auf dem Plan. Im Rahmen des German-Cycling-Cups und mit Jan Ullrich als Zugpferd gingen am bei sonnigem Wetter gut 2000 Teilnehmer auf die 3 Strecken (40/80/120 KM). Trotz mangelndem Trainingszustand (bis jetzt ca. 4500 KM auf dem Rad) hatte ich für die lange Strecke gemeldet. Die drei identischen Runden waren sehr selektiv angelegt, mit Engstellen und sehr vielen winkligen Kurven, die zum einen nicht ganz ungefährlich waren und zum anderen durch das ständige Wiederantreten viele Körner gekostet haben. Der Wind nahm im Laufe des Rennens auch immer mehr zu, war aber insgesamt erträglich. Zum Ende der zweiten Runde, als die Mehrzahl der Teilnehmer (80-KM-Runde) ins Ziel fuhren war ich eigentlich schon etwas gar und es hätte mich nicht gestört, wenn das Rennen zu Ende gewesen wäre ;-) 

Nun musste ich eine neue Gruppe finden, was etwas dauerte. Auf den verbleibenden 40 KM wollte häufiger niemand so richtig in den Wind und Tempo machen. So kam ich mir manchmal wie in der Cappuccino-Gruppe vor. 

Im Gegensatz zu Berichten im Internet habe ich lediglich einen Sturz (bzw. die Folgen) gesehen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es öfter gerappelt hat.
Die Organisation war schon im ersten Jahr hervorragend und stellt die seit 100 Jahren etablierte Veranstaltung von Rund-um-Köln absolut in den Schatten. Vielleicht kann man die Streckenführung noch ein wenig entschärfen. 

Das Ergebnis mit 3:25h, ein Schnitt von 35,71 KM/h stellt mich nicht so wirklich zufrieden, ist aber für diese Saison dann doch OK. 

Den Start über die 150 KM auf dem Nürburgring in gut zweieinhalb Wochen lasse ich mir noch offen. Ich bezweifele ein wenig, dass es für 6 oder 7 Mal „die hohe Acht“ reicht. Mal sehen. 

Saisonabschluss soll bei passendem Wetter auch dieses Jahr wieder der Münsterland-Giro am 3. Oktober werden. Spätestens ab dann muss ich auch wieder regelmäßig ins Wasser... 

Keep on running!

Dienstag, 15. Mai 2012

Neuplanung

Jaco hat sich entschlossen, das 24-h-Rennen nicht zu fahren. Damit fällt auch das gemeinsame Training über Pfingsten flach.

Statt dessen fahre ich nun, wie schon vor 2 Jahren, wieder ins Sauerland nach Willingen.
Folgende Einheiten sind hier geplant:

Freitag: Einrollen über 80 KM / 1400 HM
Samstag; 126 KM / 1400 HM
Sonntag: 245 KM / 4000 HM
Montag: Ausrollen 50 KM / 750 HM

Mein Rücken macht mir wieder keine Freude. Zum zweiten Mal innerhalb von 10 Tagen habe ich massive Probleme, mich zu bewegen. Weder Sitzen, Stehen, Laufen noch Liegen geht. 
Witzig: Auf dem Rennrad ist alles OK. Nach Zwei Tagen war der Spuk jedes Mal vorbei...

Im Grunde ist also alles im Lot.

Am kommenden Wochenende steht unser Betriebsfest, diesmal in Rotterdam, auf dem Zettel. Außer Alkoholvernichtung habe ich sonst nichts im Trainingsplan stehen :-))

Sonntag, 6. Mai 2012

Ich bin wieder da

Jaaa, es war eine sehr lange Winterpause :-) 

Seit dem letzten Eintrag ist einiges Wasser die Weser herunter geflossen. Private Veränderungen haben einen wesentlich stärkeren Fokus erfordert als der Sport, zu dem ich zwischenzeitlich die Bindung etwas verloren hatte.
Das hatte zur Folge, dass ich bisher praktisch nicht trainiert habe. Einmal Schwimmen und 5 Mal laufen – Umfänge, die für sich sprechen...
Ich muss auch zugeben, dass mir das (sportliche) Nichtstun nach einer kurzen Eingewöhnungsphase nicht so furchtbar schwer gefallen ist. Auf Dauer ist das natürlich kein Zustand.
Erst seit Ende März ist das Gros geregelt und ich habe den Kopf wieder freier für andere Dinge. So langsam komme ich wieder in die Gänge – zumindest auf dem Fahrrad ist die 1100-KM-Marke geknackt. 
Das sollte sie besser auch – ich habe mich für Ende Juni zur „Quaeldich.de-Deutschland-Rundfahrt“ angemeldet. Es handelt sich dabei nicht um ein Rennen sondern um „geführte“ Touren in unterschiedlichen Tempogruppen – was nicht darüber hinweg täuschen soll, dass der sportliche Aspekt vorne an steht.
Vom 30.06. bis zum 08.07.2012 werden 9 Etappen mit insgesamt 1.440 KM mit gefahren. Start ist in Füssen mit Ziel in Dresden. Zwischendurch wird das auf 170 Teilnehmer beschränkte Feld einige der schönsten Regionen Süd-Deutschlands, Österreichs und der Tschechische Republik durchfahren. Mit dabei sind u. a. Teile des Allgäus, der bayrischen Alpen, das Salzburger Seengebiet, Fichtelgebirge, Thüringer Wald, Erzgebirge.... Pro Tag fahren wir zwischen 145 und 169 KM. Die 2000 – 3000 täglichen Höhenmeter summieren sich nach den 9 Tagen auf 21.000 HM.
Noch bleiben 8 Wochen Zeit zum Formaufbau. Ein erster Test am ersten Mai über 165 KM zu den Externsteinen – der erste Lange in dieser Saison - war nicht so übel, aber da muss noch was kommen. Da ich mit dem Schwimmen und Laufen derbe hinterher hinke, werde ich in diesem Jahr wohl keinen Triathlon bestreiten – wobei ich auch nicht so sonderlich heiß darauf bin. Sollte die Form und der Spaß kommen, bliebe noch ein Start zum Saisonschluss, bspw. die Mitteldistanz Ende August in Wilhelmshaven.
Am ersten September-Wochenende starte ich mit Jaco beim 24-h-Rennen auf dem Nürburgring. Wie schon angekündigt, im Zweierteam. Na ja. Wenn die Saison dann gut und unfallfrei verlaufen ist, steht einem weiteren Start beim Münsterland-Giro am 3. Oktober kaum noch was im Wege. 

Aber man weiß ja nie...

Samstag, 12. November 2011

Winterpause

Seit dem 4. Oktober befinde ich mich quasi im Winterschlaf, wie Ihr wohl bemerkt habt :-)

Das Nichtstun tut mir ganz gut. Na ja. zugegeben. Ganz "nichts" ist es denn auch nicht, aber ich trainiere nur einige Male pro Woche und dann recht wenig und moderat. Immerhin habe ich in dieser Woche die 10.000 KM-Marke (alle 3 Disziplinen zusammen in diesem Jahr) überschritten.

Das Laufen macht mir nach wie vor große Probleme. Und eklige Schmerzen. Ich bin zwar endlich wieder mehr als 10 KM (durch-)gelaufen, aber besonders die Nachwirkungen sind so heftig, dass ich wohl beizeiten einen Fachmann konsultieren muss. Ich habe den Eindruck, dass es nicht die Bandscheiben alleine sind, die mir Probleme bereiten.

Damit sich das "Nichtstun" nicht zu sehr auf den Hüften niederschlägt, habe ich die Essenzufuhr auch ziemlich gedrosselt - den Bierkonsum nicht. Das hat nun dazu geführt, dass ich so ca 4 KG abgenommen habe, trotz der Ruhephase, die noch mindestens 2-3 Wochen andauern wird. Spätestens im Dezember geht es dann wieder mit geregeltem Training los. Bis dahin ist alles Erhaltungstraining (beim Schwimmen das ganze Jahr ;-))  ) - und das funktioniert ganz gut. Manchmal ist weniger mehr.

Die Ziele für 2012 liegen noch nicht so ganz fest. Ich werde wohl den Schwerpunkt auf Radrennen legen, auch wenn sich das Unfallrissiko deutlich erhöht ;-)  Fest steht bisher das 24-h-Rennen am Nürburgring am ersten Septemberwochenende, dass ich mit Jaco als 2-er-Team bestreiten werde.
Eine Triathlon-Langdistanz habe ich nicht gebucht, und ist derzeit auch nicht sinnvoll. Ich spekuliere da mit der einen oder anderen Mitteldistanz, habe mir aber noch keinen Kopf darum gemacht. Das hat Zeit bis Ende Dezember/Anfang des neuen Jahres.

Keep The Fire Burning!

Montag, 3. Oktober 2011

Wir geh'n steil - Saisonabschluss 2011

Das war's für dieses Jahr.
Nach zwei durch irgendwelche Knochenbrüche im Vorfeld verpatzen Jahresabschlüssen bin ich diesmal ohne Blessuren ins Ziel gekommen.
Heute stand bei schönem warmen Spätsommerwet
ter der Münsterland-Giro, das dritt größte Jedermannrennen in Deutschland mit insgesamt rund 4.400 Teilnehmern über verschiedene Streckenlängen auf dem Zettel. Irgendwie klar, dass ich mich für die Längste entschied, oder?

Nach der zugegebenermaßen anstrengenden Saison wollte ich nach dem NordseeMan nicht so einfach Schluss machen - hätte ich den Münster-Marathon laufen können, hätte die liebe Seele Ruhe gehabt, aber so nicht  ;-)

Nachdem ich mit Jaco am Wochenende ausgiebig den Saisonschluss begossen; Entschuldigung: auf einer Herrenrunde "befahren", hatte und die der De-Hydrierung geschuldeten Kopfschmerzen abgeklungen waren, fuhr ich heute früh durch dichten Nebel zum Start in die Münsteraner Nordstadt. Knappe 10 Grad zeigte das Thermometer. Armlinge waren also sinnvoll und angebracht. Tatsächlich habe ich sie erst nach weit mehr als der Hälfte heruntergerollt.

Die Runde des Münsterland-Giro führt in jedem Jahr über eine andere Strecke im Münsterland. Bei der heutigen Austragung führte sie unter anderem in den Kreis Steinfurt und damit über bzw. in den Teutoburger Wald (Wir geh'n steil), und dabei auch über meinen "Hausberg" in Holperdorp. Den erreichten wir nach einer sehr unruhigen Fahrt in einer sehr großen Gruppe nach gut 49 KM. Hier und an den folgenden Erdverwerfungen auf den nächsten ca. 45 KM wurde diese Gruppe immer wieder auseinandergezogen, fand sich früher oder später aber irgendwie immer wieder. An den Bergen hatte ich meist die Nase vorn, um dann auf den Abfahrten wieder eingeholt zu werden. Erst nach dem letzten Anstieg nach Tecklenburg (KM 95) und der folgenden Abfahrt konnte ich mich in der Spitze festsetzen und mit 5 - 7 weiteren Teilnehmern die Tempoarbeit machen. Bis ca. KM 130. Hier kam dann die erwartete Attacke und das Ausscheidungsrennen begann. Ganz ohne Stürze und "Feindberührungen" ging das nicht ab. Ich neige ja eher zu einer defensiven Fahrweise, da ich eh keinen Blumenpott gewinnen kann, und kam mit Glück wieder eine bis drei Minuten später gut durch ins Ziel. Zwei Minuten vorher muss es unmittelbar vor dem Zielstrich ziemlich heftig geknallt haben - zwei Rettungswagen standen kurz vor den Zielkanal und transportierten verletzte Fahrer ab :-(

Im Gegensatz zu anderen Berichten im Internet habe ich ich nur sehr wenige und bis auf diesen einen, glimpflich abgegangene Stürze gehen. Vielleicht lag's auch daran, dass ich mich beim Start vorne in den Startblock gestellt habe und damit (noch) größerem Getummel aus dem Weg gegangen bin. Der Nachteil dieser Gruppe war, dass wir die vordere nicht mehr erreichen konnten und bei uns das Tempo zeitweilig etwas verschleppt wurde. Vorfahren macht dann keinen Sinn, weil man eh'  wieder eingeholt wird.

Wie dem auch sei. Die 144,5 KM (777 HM) hatten nach 3:51h ein Ende, Platz 285 von 675 und ein Schnitt von 37,5 KM/h stimmen mich ganz zufrieden.

Damit habe ich sehr gerne eine Kiste ANDECHSER Weizenbier an Jaco verloren. Ich hatte gewettet, dass ich unter 35 KM/h fahren werde
.


Das kleine Schwarze ist geputzt und wartet auf den langweiligen Einsatz auf der Rolle, die Wäsche gewaschen und getrocknet. Die Winterpause fängt an.


Am kommenden Samstag starte ich dann wieder beim IronMan Hawaii - online und . Das wird eine lange Nacht.

Mittwoch, 21. September 2011

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge...


Da nun schon wieder einige Wochen seit meinem letzten Blogeintrag ins Land gegangen sind, muss ich heute beim Schreiben und Ihr beim lesen etwas Zeit mitbringen.

Seit meinem erfolgreichen Überleben beim NordseeMan habe ich keine Laufrunde zu Ende gebracht. Zu stark waren die Schmerzen im linken Knie seit dem Wettkampf beim Laufen. Und nur beim Laufen. Kein Problem auf dem Rad oder bei der Beinpresse im Fitnessraum. So sind in diesem Monat bis heute nur lumpige 15 Laufkilometer zustande gekommen. Ich hoffe allerdings darauf, dass ich am kommenden Wochenende das Training nach einer weiteren 2-wöchigen Pause wieder aufnehmen kann.
 
In der Tat ist die Luft seit dem NordseeMan ziemlich raus. selbst die Anmeldung zum Münsterland Giro am 3. Oktober kann mich nicht richtig motovieren, mich zu quälen. Aber das muss ich zu dieser Jahreszeit auch nicht mehr wirklich. Die Saison 2011 ist im Grunde vorbei und der Blick richtet sich zögerlich auf 2012.

Um so mehr habe ich mich über ein Schreiben vom niedersächsischen Triathlon Verband gefreut. Die Depesche erreichte mich per reitendem Boten am letzten Wochenende. Der Inhalt: ein Schreiben, in den sich der Verband entschuldigt, dass ich als Bronzemedaillengewinner der Landesmeisterschaften in der AK M45 am Veranstaltungstag nicht mit der Medaille und der Urkunde nach Hause gehen konnte - dabei war ich es, der nicht an der Siegerehrung teilnahm. Die Urkunde und die dekorative Medaille waren dem Schreiben beigelegt und werden sicher einen Ehrenplatz bei mir finden. Darauf bin ich doch ein wenig stolz.

Die letzten vergangenen Wochen haben wir dann zu einem Großteil Lisa gewidmet. Der Semesterbeginn in Magdeburg steht nun unmittelbar bevor. Das hat zur Folge, dass die WG-Bewohner seit Wochen mit dem zusammenklauben von Möbeln und Ausrüstungsgegenständen für die neue Wohnung beschäftigt waren. Nur allzu klar, dass auch die Eltern ab und an mit zur Hand gegen mussten. (K)eine Frage der Ehre und mehr eine Selbstverständlichkeit. Lisas "Hauptumzug" stand am vergangenen Montag an. Zusammen mit Christine haben wir die letzten Möbel, Wäsche etc. nach "FernOst" (Zitat von der Uni Madgeburg) gebracht, gebohrt, montiert,  hin- und her geräumt und Gardinen genäht. Die vorerst letzten Nägel waren Dienstag früh in der Wand, danach nahte der Abschied - für alle nicht ganz einfach. Für Lisa ist es eine neue Herausforderung in einem neuen Lebensabschnitt und wir freuen uns darüber mit ihr. Der Gewöhnungsprozess wird wohl ein wenig andauern. Meine innere Flagge hing heute jedenfalls auf Halbmast.

Zuvor allerdings hatte ich noch die Freude, eines von Lisas Geburtstagsgeschenken einzulösen. Von ihrem Freunden hatte sie eine Paris-Reise geschenkt bekommen, bei der ich Chauffeur und Reiseführer in Personalunion sein durfte ;-)
Am frühen Freitagmorgen sind wir mit dem Auto losgestochen und waren gute 6 Stunden später im Hotel im 19. Arrondissement. Viel Zeit haben wir hier nicht verloren und haben uns direkt zur nächsten Metrostation aufgemacht um mit dem obligatorischen Touristenprogramm zu beginnen. Am ersten Nachmittag standen der Arc de Triomphe und natürlich der Eiffelturm mit Trocadero auf dem Programm. Zwischenzeitlich sind wir über die Champs Elysees gewandert, vorbei an den Palästen und am Invalidendom. Am relativ frühen Abend waren wir nach gefühlten Millionen gelatschten Kilometern derart platt, dass wir nach einem (recht schlechten) Essen in Hotelnähe direkt ins Bett gefallen sind.
Als ich kaum älter als Lisa war, habe ich übrigens mein "teuerstes Bier" in Paris getrunken. Damals im Bereich des Centre George Pompidou für ungefähre 5 DM. An der Tatsache hat sich nichts geändert. An diesem Wochenende war ich regelmäßig mit 8-9 Euro dabei (0,5 ltr.).

Der Samstag war dann weitaus anstrengender. Die verbleibenden wichtigsten Sehenswürdigkeiten der hektisch-lauten Stadt mit den meisten Hundescheißehaufen und Pinkelecken der Welt (mein Gefühl) mussten abgehakt werden. Die Metro haben wir dabei am wenigsten genutzt und  mehr auf meine bescheidenen Ortskenntnisse vertraut. Mit Erfolg übrigens.
Sacre Coeur und das im wahrsten Sinne des Wortes "malerische" Viertel Montmartre standen zuerst auf der To-Do-Liste. Moulin Rouge, Galleries La Fayette, L'Opera, Notre Dame folgten unmittelbar zu Fuß. Im Schatten der von vielen Besuchern belagerte Kathedrale liegt übrigens die beste Eisbude von Paris. Klar, dass wir zum Berthillions mussten um dort vier ausgesprochen leckere kleine Kugeln für € 7,50 zu kaufen. Die Wartezeit in der Schlange hielt sich bei mäßigen Temperaturen zum Glück in angenehmen Grenzen. Den Louvre haben wir nur kurz gestreift, um die von Lisas Freunden gebuchte Stadtrundfahrt mit Eiffelturmbesichtigung und Seine-Rundfahrt nicht zu verpassen. Die Tour alleine dauerte über 4 Stunden und war ihr Geld allemal wert!
Im Anschluss daran konnten wir mit Mühe und Not noch einen Döner ergattern und haben den Abend bei einem Bier gegenüber unserm Hotel ausklingen lassen - die Hotelbar hatte schon geschlossen, als wir von der Stadtrundfahrt zurück kamen.

Der Sonntag stand dann nach einer angenehmen Nacht im Zeichen der Rückfahrt und dem Packen der verbliebenen Kartons und Kisten ins Auto und in den kleinen Anhänger, der sich im laufe der letzten Wochen als wahres Platzwunder herausgestellt hat.

Sonntag, 4. September 2011

TEUTOTOUR 2011

Der heutige Sonntag machte die Qual der Wahl, die Auswahl einer geeigneten Bewegungseinheit schwer: Zum einen hatte ich mir eine (mindestens) zweistündige Radausfahrt in den Plan geschrieben. Dagegen standen: Schwimmen (ja wirklich,  ich schwöre!), die RTF in Harsewinkel über 200 KM, der Triathlon in Bad Rothenfelde und, wenn man so will: das Volksradfahren in Versmold-Loxten über 50 KM
Nachdem ich mich gestern einen überlangen Tag über mit Lisa und ihren WG-Kumpels ("Die Freaks") in Magdeburg und Braunschweig herum getrieben habe, war ich heute früh kaum aus den Federn zu bewegen. So fiel der eigentliche Favorit (RTF) schon mal hinten runter. Mal abgesehen davon, dass ich noch nicht einmal das Regenwetter gepeilt hatte.

Klar, dass das Volksradfahren keine wirkliche Option darstellte, oder? Die Wahl fiel auf eine locker-lange Schwimmeinheit, An- und Abfahrt mit dem Mountainbike (dazu später).
Nachdem ich die Sachen gepackt hatte, habe ich mich kurzerhand um entschlossen, das MTB gesattelt und bin nach Bad Iburg gestiefelt. Hier fand heute die TEUTOTOUR statt, ein Mountainbike Event über wahlweise 20 oder 40 KM, ohne Zeitnahme, durch und über die Teutoburger Wald rund um Bad Iburg. Klar - wo sonst?? 
Der Radhändler und Schrauber meines Vertrauens hatte mir den Floh schon im letzten Jahr ins Ohr gesetzt, aber damals hatte ich andere Probleme ;-). Über 550 StarterInnen, aufgrund des Regens weniger als im Vorjahr, gingen heute auf die eine oder zwei unterschiedlichen Runden. Teilweise Familienväter mit ihren Sprösslingen, die schon recht ambitioniert zur Sache gingen. Die erste Runde war dann auch, bis auf ein oder zwei Abfahrten für MTB-Anfänger wie mich tauglich. Bergauf war ich ganz gut dabei, bergab etwas zögerlich. Daran muss ich wohl, wie auf dem Rennrad, noch arbeiten. Gut: meine Sportbrille mit Klipp-In, die ich mir vor der TransAlp zugelegt hatte, erfüllte voll und ganz ihren Zweck. Kein Vergleich zur Benutzung der Kontaktlinsen, mit denen ich die Hindernisse oft erst zu spät sehe bzw. richtig einschätzen kann. 400 HM auf den ersten 20 KM, 550 auf den zweiten, auch technisch anspruchsvolleren. Die drückende, feuchte Wärme sorgte für einen permanenten Schweißfluss, besonders auf den zwei oder drei über 20-prozentigen Steigungen. Bis dato war mir unbekannt, dass es so etwas hier gibt.

Der Schrauber meines Vertrauens ist also auch vor drei Wochen der (Mountainbike-)Händler meines Vertrauens geworden. In seinem Fundus von Ladenhütern hat er noch ein angestaubtes Modell des TREK6000 hervorgekramt, das mir wie auf den Leib geschneidert passt, und mir bislang schon viel Freude bereitet hat.
Das Testrad aus dem Laden hat einige wenige KM runter, ist also neuwertig. Kein Vergleich zu meinem alten HaiBike, das zwar schön aussah, sich aber nicht gut fahren ließ. Das TREK dagegen fährt sich in der Bewegung wie ein Rennradrad und "arbeitet mit". Das hat sich besonders heute gezeigt, als ich Auf- und Abfahrten problemlos fahren konnte, an denen ich mit dem alten gestanden hätte.

Ein Nachtrag zu zum NordseeMan vom letzten Wochenende, den ich weiter verfolgen muss:  Trotz der hohen Anstrengung über knapp 5 Stunden hatte ich diesmal keine nennenswerten Probleme bei der Energieversorgung bzw. mit dem Essen nach dem Wettkampf.
Zum Frühstück habe ich mit nur einem Brötchen, 1 Joghurt und etwas Müsli mit Sicherheit zu wenig gegessen. Auf dem Rad hatte ich diesmal kein Maltodextrin dabei sondern nur zwei Flaschen mit "Multipower Isodrink". 35-gr-Proben, die wir beim OstseeMan bekommen haben und ich aus Faulheit in die Flaschen gefüllt hatte. Von den angebotenen Getränken auf der Radstrecke habe ich zwar eine Flasche Wasser genommen, aber nicht getrunken. Dazu noch 3 POWERT-Gels.
Bei Laufen habe ich nach 10 KM etwas Wasser getrunken. Danach erst wieder im Ziel.
In Zukunft werde ich mal das Malto weglassen  und nur den ISODRINK in die Flaschen füllen. Vielleicht ist das der Problemlöser...!???