Sonntag, 19. Juni 2011

"THERMOTRAFFIC ist geil"

Zwei liebenswerte "Rotzlöffel" am Straßenrand sprachen das aus, was vermutlich viele dachten!

Klar, die waren stark beeinflusst durch keinen geringeren als unseren Pressesprecher, Ihrem Erzeuger  ;-)

Recht haben Sie trotzdem!
Zum dritten Mal haben wir es geschafft, am Firmenlauf, eingebettet in der "Nacht von Borgholzhausen", teilzunehmen. Stattliche 4 Teams á 3 TeilnehmerInnen standen pünktlich an der Startlinie. Ein Team war ein reines Frauen (AuszubildInnen)-Team, ein Walker Team und zwei Teams starteten als Mixed-Teams.
Zum ersten Mal hatten wir keine Ausfälle vor dem Start.
Wichtig ist zu erwähnen, dass von den zwölf Startern lediglich 4 schon mindestens einmal an einer Laufveranstaltung teilgenommen haben! Alle anderen waren bisher mehr oder weniger laufunerfahren und haben zum Teil erst vor kurzem mit dem Lauftraining begonnen! Umso mehr freut es mich, dass es alle 12 Starter schafften mit guten Zeiten die 3 Meilen (4,8 KM) zu absolvieren.
Obwohl es die eine oder andere Überraschung gab, wäre es ungerecht, an dieser Stelle Namen hervorzuheben. Alle haben Ihren Teil dazu beigetragen, dass wir folgende gute Platzierungen erreichen konnten:

Team THERMOTRAFFIC I (Walking)
- Simone Große-Wichtrup        39:52.5
- Elke Neumann                      41:40,5
- Sarah Belot                           42:03.1
Gesamt 2:03:36.1 / Platz 104 / Platz 4 Walking Teams

Team THERMOTRAFFIC II
- Melanie Möllmann                  37:54.1
- Daria Gross                           38:20.6
- Jasmin Ens                           40:21.9
Gesamt: 01:56:36.6 - Platz 100 / Platz 14 Frauen

Team THERMOTRAFFIC III
- Thorsten Schulde i.d. Bäumen  26:51.4
- Hans Kuss                              30:49.6
- Svenja Berhorn                        34:40.6
Gesamt: 1:32:21.6 - Platz 89 / Platz 35 Mixed Teams


Team THERMOTRAFFIC IV
- Reiner Döpke                          20:09.1
- Marius Thiemann                     24:04.9
- Anja Schürmann                       28:21.8
Gesamt: 1:12:35.8 - Platz 42 / Platz 11 Mixed Teams

Nicht zuletzt durch unsere Auszubildenden wurden wir als Firma häufig durch den Streckensprecher erwähnt, sie "schleppten" auch eine Vertreterin des Haller Kreisblattes heran, die einige Fotos von unserem Team machte.

Wegen der kühlen und regnerischen Witterung war der Publikumszuspruch im Veranstaltungsbereich leider sehr gering - im Vergleich zu den Vorjahren. Das komplette Fehlen der Werksmannschaften von STORCK und nur sehr wenige Team von Schüco machten sich ebenfalls negativ bemerkbar. Insgesamt waren nur etwas über 310 Läufer am Start - in Spitzenzeiten waren es über 3000!

Zu guter letzt wurde noch unser Walking-Team als viertes  Team auf der Siegerehrung geehrt!

Samstag, 18. Juni 2011

36. Nacht von Borgholzhausen

Firmenlauf
Platz 34 in der Einzelwertung in 20:10 Minuten, Platz 11 in der Teamwertung.
Bericht folgt

28. Edersee Triathlon, Waldeck

Ich will mal nicht unzufrieden sein.
Eine Verbesserung der Gesamtzeit im Vergleich zum Vorjahr bei subjektiv wesentlich schlechteren Bedingungen.

Hier der Rennbericht

Montag, 13. Juni 2011

Trainingslager Harz

Was guckst Du - ich fress'  Dich!
Soo. Da sind nun auch die wichtigsten Fragen beantwortet.

Nach drei Tagen im Harz bleibt als Wesentliches festzuhalten:

- Jaco und ich passen menschlich zu einander und spielen in einer Liga (obwohl er ein klassischer Tiefstapler ist.)
- Das Wichtigste aber: Wir brauchen Bier als Sprit. Ohne den kommen wir die Berge nicht anständig hoch  ;-))

Das verlängerte Wochenende sollte ja nicht nur einem einzigen und abschließenden Radtraining vor der TRANSALP sondern vor allem auch den gegenseitigen Kennenlernen dienen. Bislang "kannten" wir und nur aus einigen Mails und einem Telefonat im letzten Jahr. Ich befürchtete, was Jaco als Wiederholungstäter bestätigte: Die meisten der Rennteilnehmer verbringen die Zeit nach dem Rennen bei Wasser und Fruchtsaft. Alkoholkonsumenten werden schon mal schief angeguckt. Was nun, wenn der Teamkollege einer von der anderen Fraktion ist?
Alle Sorge war umsonst. Das haben wir an den beiden Abenden zusammen mit Jacos lieber Frau ausgelitert.

Sportlich war da auch noch was.
Nachdem ich bereits am Freitagabend nach Goslar angereist und mich in einer schön-ruhigen-aber-spießigen Unterkunft eingenistet hatte, sind wir am Samstagmorgen um 10:00Uhr zur ersten Radeinheit gestartet. Jaco hatte sie sich als Ortskundiger eigens ausgearbeitet. Er kennt im Harz wirklich jeden Winkel  ;-)
Danke dafür, falls Du das liest!

Nicht zuletzt aufgrund der kühlen Witterung waren wir nach 4:18h und 118 KM (2.25 HM) wieder an der Burg. Der Verkehr war wegen der Pfingstfeiertage und des zumindest trockenen Wetters allerdings schon sehr hoch, was den Spaß ein wenig beeinträchtigt. hat.
Die ersten gut 2 Stunden waren gut zu fahren, wenngleich es mit 12 Grad doch etwas kühl war. Die Temperaturen sanken logischer Weise mit steigenden Höhenmetern. Leider schlug das Wetter dann um und wir quälten uns noch weitere 2:15h bei strömenden Regen und Temperaturen um die 9 Grad durch den Harz. Lediglich an den Anstiegen wurden wir in unseren komplett durchnässten Klamotten wieder etwas warm - die sonst schönen und lang herbei gesehnten Abfahren waren vor Kälte kaum auszuhalten. Nie haben wir so gefroren wie am Samstag! Dennoch kamen 138 KM und gut 2500 Höhenmeter zusammen. Die Kälte hat ganz besonders Jaco als Spanier, der erst im zarten Alter von zwei Monaten nach Deutschland kam und seit dem hier lebt, zugesetzt. Er ist dank seiner Herkunft selbstverständlich ganz andere Temperaturen gewohnt. Ein Wunder, dass er keine Pelzmütze unter dem Helm getragen hat (oder hatte er doch???)
Pizza-Plaza Goslar
Nachdem wir unsere Körperkerntemperatur  zuhause bzw. in der Pension unter der Dusche und im Bett wieder auf Vordermann gebracht hatten, haben wir uns in der Goslarer Altstadt in einer Pizzeria wieder gestärkt.
An dieser Stelle muss gesagt werden: In meinem hohen Alter habe ich noch NIE eine so hervorragende Pizza gegessen wie hier. Und ich bin schon verdammt alt und habe schon verdammt viele Pizzen in mich hinein gedrückt.
Um die konsumierten Biere möchte ich an dieser Stelle kein weiteres Wort verlieren ;-)

Das Szenario am Sonntag war ähnlich. Allerdings starteten wir bei strahlendem Sonnenschein und bekamen quasi keinen Regen ab. Kühl war es im Oberharz dann trotzdem.
Brauhaus Goslar
Schon beim ersten Anstieg zum Torfhaus hatte ich Mühe Jaco zu folgen. Nachdem sich der Puls wieder beruhigt hatte, war ich dann am bis zu 15% steilen Anstieg auf den Wurmberg - nach dem Brocken der zweit höchste Berg im Harz, und er höchste Niedersachsen - die Nase knapp vorn.
Nach einer erneut legendären Pizza und dem einen oder anderen Scheidebecher im Goslarer Brauhaus trennten sich dann leider unsere Wege für die nächsten zwei Wochen. Dann geeeehhhht'ss loooss!

Weil Jaco heute früh arbeiten musste und ich alleine nicht fahren mochte, bin ich auf anraten der beiden gelaufen. Nur 3,5 KM von meiner Herberge entfernt liegt die Granetalsperre, die man wunderbar (besonders bei dem warmen Sonnenschein heute) umlaufen kann. Eine Runde um den etwas zackenförmigen Stausee ist erstaunliche 14 KM lang. So war ich froh, dass ich nach 21 KM und 1:37h noch einigermassen pünktlich zum Frühstück zurück im Gästehaus war. Der tiefe Respekt der Wirtin und ihres Sohnes war mir sicher ;-)

Dienstag, 7. Juni 2011

Hannover Wasserstadt-Triathlon 2011

 Jetzt geeeeht's loooos!
Allmählich wird es auch Zeit.
Temperaturen bis 30°C, strahlend blauer Himmel und Geruch von gegrilltem Nacken allenthalben. Die Bikini-Figur ist auch so weit da, wie im Vorjahr - das Bier schmeckt einfach zu gut  ;-)

Sonntagmorgen um 8 Uhr habe ich mich auf den Weg nach Hannover Limmer gemacht, nachdem wir schon am Samstag in Hannover Shoppen waren bzw. die Startunterlagen abgeholt hatten.
Erst zuhause stellte sich heraus, dass den Unterlagen eine falsche Startnummer beigelegt war - ein Fehler, der mich am Sonntag gut 40 Minuten kostete und ich so kaum noch die Stimmung in der Wechselzone aufnehmen konnte. Das war aber nicht dramatisch.
Kurz vor knapp hatte ich mich in den neuen Trisuit von H96 gezwängt - sitzt wirklich sehr eng, das Teil. Danach bin ich in den Schatten gegangen, um mit etwas weniger Schweiß am Körper den noch engeren Neo anzuziehen. Das hat dann doch etwas Zeit gekostet. Ich fürchte, dass ich hier im nächsten Jahr investieren muss, obwohl ich wie gesagt dasselbe Körpergewicht wie im Vorjahr erreicht habe. Die Körperproportionen haben sich verschoben.
Wobei: eng ist es überall. An den Beinen, Amen und am Bast sowieso...
21 °C hatte der Mittellandkanal, das mag wohl auch gestimmt haben. Eine willkommene Abkühlung als um 11:30h in der prallen Sonne der Startschuss fiel. Relativ schnell konnte ich relativ frei schwimmen. Aufgrund der Algen am Kanalufer hatte ich mich diesmal zur Mitte hin orientiert, was vor und nach der Wende auf der eigentlich 1,9 KM langen Strecke fast zu Zusammenstößen geführt hätte. Hätte, wäre wenn... - passiert ist nix.
Nach für meine Verhältnisse "nur" 28 Minuten bin ich dann wieder mit Unterstützung der engagierten Helfer an Land gekrabbelt und war überrascht über die wirklich gute Zeit (24. meine Altersklasse). In einschlägigen Internetforen wird orakelt, dass die Strecke nur 1,7 KM lang war - hmm das mag sein, denn ich bin bei meinem viertem Start hier die weitaus schnellste Zeit geschwommen - was wohl nicht am wenigen Training liegt. Egal - die Strecke war für alle gleich.
Der Weg in die Wechselzone ist umso länger. So saßss ich dann auch erst nach 5:20 Minuten auf dem Roten Büffel, auf dem ich mich nicht so richtig wohl gefühlt habe, trotzdem ich in diesem Jahr schon knappe 700 KM darauf problemlos und auch schnell trainiert habe. Bei immer stärker werdendem Wind war ich dann doch recht froh, als ich nach 90KM bzw. 2:40h (inkl. zweimal Laufen in der Wechselzone) wieder absteigen konnte.
Die Temperaturen lagen mittlerweile bei gut 30 Grad und kletterten noch ein wenig höher - Bedingungen, wie im Vorjahr.
Den Halbmarathon bin ich im Gegensatz zu 2010 durchgelaufen - abgesehen von den "Erfrischungspausen" an den Verpflegungsständen, an denen ich Wasser in und über mich zur Kühlung geschüttet habe. Den vielen Pausen ist es dann auch geschuldet, dass in nach einem Halbmathon von 1:48h das Ziel "erst" nach 5:03h erreicht habe.
Darüber bin ich eigentlich sehr enttäuscht! Ein "sub 5" war das Ziel, die Zeit habe ich auf dem Rad und an den Verpflegungsstellen, ohne die es nicht gegangen wäre, verloren. In sofern sollte ich also zufrieden mit dem Resultat sein. 

Zielzeit: 05:03:37 / Platz 107 v. 331 Finisher (AK Pl. 19 von 92). Solide, aber nicht den Erwartungen entsprochen! Das muss ich noch einmal sacken lassen und analysieren.

Samstag, 28. Mai 2011

Es geht voran

Mein Trainingsaufenthalt im Schwarzwald liegt schon wieder zwei Wochen hinter mir. Bis zum darauffolgenden Wochenende hatte ich mit den Folgen zu kämpfen. Motiviert war ich - aber müde und abgeschlagen. Weltmeisterliche Trainingsergebnisse waren nicht zu erwarten und  auch nicht geplant ;-). So bin ich in der Woche auch nur 26 KM gelaufen, immerhin 168 KM Rad gefahren und 4 KM geschwommen.
Bemerkenswert dabei ist die eine und erste Schwimmeinheit nach 3 Wochen. In der Zwischenzeit habe ich einen echten Formverlust erlitten. Kein Wunder, wenn man auch sonst nur einmal pro Woche ins Wasser steigt. Zudem habe ich die Einheit von Tag zu Tag nach hinten verschoben. Am Sonntag musste ich dann also ran. Zum Glück war das Wetter kühl und ich konnte mich für ein Training im Freibad aufraffen. Im Neo natürlich. Während der Sommerzeit öffnen Frei- und Hallenbad in Versmold am Wochenende erst um 10:00 Uhr und sind dann gleich mit allen möglichen Menschen bevölkert, die ein Training auf der einzigen abgeleinten Bahn zumeist unmöglich machen. Da bietet sich ein Freiwasserschwimmen im Pool nahezu an.
Abgesehen davon, dass sich viele Menschen im Hallenbad die Nase an der Scheibe platt gedrückt und sich vermutlich gefragt haben, welcher Idiot sich da draussßen in den Fetischanzug zwängt, lief es ganz gut - nachdem ich das Ding erst mal alleine geschlossen hatte. Irgendwie hat sich meine Körpergeometrie in den letzten Jahren doch verändert. Nein, nein, das Gewicht ist saisongemäss wieder im Rahmen. Um die 69 KG liege ich derzeit. 
Kurzum: nach 500 Metern dachte ich , dass mir meine Arme abfallen. Anschließend habe ich mich in 500 Meter-Abschnitten immer ein Stück weiter gequält. 3 KM sollten es schon werden. An der Marke angekommen, hatte ich etwas Blut geleckt und wollte auch wissen, wie lange ich derzeit auf 3,8 KM brauche. Die letzen 200 Meter auf 4 KM waren dann Formsache. Quasi. Nachts im Bett und an den nächsten Tagen sah es anders auf - die Arme waren wohl doch abgefallen. Die Zeit war grottenschlecht, das ist sie aber immer beim ersten Mal im Neoprenanzug.
Das Ausziehen des Anzugs dauerte übrigens fast genau so lange wie das Anziehen...
Auf dem Rad hatte ich zumindest das erste Erfolgserlebnis nach dem Trainingslager: Ich bin meine 76KM-Runde in persönlichem Rundenrekord gefahren. Was ich allerdings auch auf den starken Wind zurückführte, der mich zumeist irgendwie unterstützte. Ein inneres Vergnügen bereitete mir dabei ein Duell mit einem Rollerfahrer über ca. 5 KM, das ich - wenn auch knapp - für mich entscheiden konnte.

In dieser Woche ging es dann wieder etwas ambitionierter zur Sache. Zum einen erfordern Krankheits- und Urlaubsvertretungen für die nächsten 4 Wochen irgendwie ein Ventil, zum anderen kam die Form wieder. Bereits am Montag bin ich die ehemalige Volkslaufstrecke in Bad Laer (18,4 KM) gelaufen. Die ist mit einem Teil über den Blomberg schon etwas anspruchsvoller - aber auch abwechslungsreicher und eigentlich motivierender. Aufgrund der vielen Hunde(köttel) und Nordic Walker laufe ich sie aber nur wenige Male im Jahr. 1:25h war nach langer Zeit wieder eine im vorderen Mittelfeld.
Dienstag ruhig, nur 1:30h Fitness mit erhöhten Gewichten, die wieder etwas Muskelkater in den Armen verursachten. Wohl auch und vor allem, weil ich dieses Training in letzter Zeit zugunsten der Radeinheiten vernachlässigt habe und max. einmal pro Woche in den Ring steige.
Am Mittwoch Abend bin ich dann wieder mit dem roten Büffel auf die 76KM-Melle-Runde gegangen, erneut mit neuer Bestzeit (wenn auch nur wenige Sekunden). Aaaber: Wesentlich weniger Wind - und wenn, kam er an den Schlüsselstellen von vorne.
Donnerstag: Laufen - 20 KM-Versmold-Runde bei starkem Wind. 1:27h.  Auch das eine Zeit, die ich das letzte mal im Februar 2009 realisieren konnte. Damals war ich in der letzten Vorbereitungsphase für den Hamburg Marathon.
Am Freitag Abend bin ich dann wieder bei nur 14Grad Außen- und ca. 19/20 Grad Wassertemperatur mit dem Neo im Pool gewesen. 3 KM. Diesmal schon besser in 01:02h und weniger Nachwirkungen.
Heute stand ein langer Lauf auf dem Plan. 27,6 KM zum Feldmarksee und zurück. 2:04h. Die drittschnellste Zeit auf der Runde, ever! Nachwirkungen: Wieder ein blauer Zehennagel mehr. Aber sonst wenige. Die blauen Zehennägel sind mir mittlerweile egal. Hauptsache ich kann wieder laufen.

Die Zeit wäre jetzt eigentlich reif für einen Halbmarathon. Dafür reicht die Zeit aber nicht. Die kommenden 5 Wochen(enden) werden sehr anstrengend:
- Nächste Woche: Mitteldistanz in Hannover
- Pfingsten Trainingslager im Harz mit Jaco
- Danach das Hammerwochenende: Samstag als erstes die Kurzdistanz am Edersee, abends der Firmenlauf  in Borgholzhausen über 5 KM und am Sonntag die Kurzdistanz in Peine.
- ab 26.Juni bis 03. Juli: TOUR Transalp

Ich denke, dass ich einen Solo-Halbmarathon zu Zeit wieder in ca. 1:27h laufen könnte. Mal sehen, was das Resultat beim Triathlon in Hannover am Sonntag ist. Vor einem Jahr bin ich nach einem für mich guten Radsplit auf der Laufstrecke wegen Rückenproblemen eingegangen wie eine Primel im Frühsommer und habe fast genau 2h dafür gebraucht. Unter 1:40h sollten es diesmal schon werden, zumal das Wetter nach heutigen Erkenntnissen wieder schön sonnig und warm werden soll.

Samstag, 14. Mai 2011

Trainingslager im Münstertal

Samstag, 07.05.2011 - Höhenmeter anstatt Ruhetag
kurz vorm "K..."
Reisetag ins hausgemachte Trainingslager. Christine wird die eine Woche nutzen um auszuspannen und hoffentlich ihre Krankheiten in den Griff zu bekommen, für mich ist es die Vorbereitung für die Transalp. Ich will und muss Höhenmeter und Kilometer sammeln.  Um 7 Uhr sind wir zuhause losgefahren, mit der Sonne der Sonne entgegen. Nach knapp 6 ½ Stunden konnten wir unsere FeWo in Münstertal beziehen.
Auf dem Weg von Freiburg bis ins Münstertal lotste uns das Navi über eine zwar traumhaft schöne aber steile Strecke über den Schauinsland.  Beim 18%-Schild sagte ich zu Christine „hier kriegst Du das Kotzen, wenn du hier hoch musst“.
Na ja – ich musste einfach da hoch, und zar noch am selben Nachmittag. Ich bin zwar nur knapp 54 KM gefahren – für die habe ich aber auch 2:23h gebraucht. 1360 Höhenmeter . Nach knapp 4 KM bergauf musste ich kurz halten, um den Puls wieder unter Kontrolle zu bringen. Den ersten Anstieg bin ich wohl etwas zu ambitioniert angegangen.

Leider haben wir hier in der FeWo keinerlei WLan oder Mobile-Netz, so dass ich die kommenden Einträge erst später hochladen kann.

Sonntag, 08.05.2011 – Muttertag
Für heute hatte ich mir eine 110KM-Runde mit 870 HM in den Trainingsplan eingetragen. Überwiegend flach in der Rheinebene und mit Anstiegen auf der zweiten Hälfte. Bei weit über 25 Grad in der Sonne hielt ich schon frühzeitig nach einer Tankstelle Ausschau, an der ich Getränke zukaufen konnte – Fehlanzeige. Erst auf den letzten 10 KM kam ich in den Genuss einer kalten Cola, die mir noch ein wenig Energie für die letzten 200 Höhenmeter nach Hause gab.
Die Route heute führte zunächst überwiegend flach über Wirtschaftswege in der Nähe des Rheins entlang Richtung Süden durch Felder und Weinberge. Zurück über Berg und Tal, wobei ich einen Berg zweimal hochfuhr, weil mich das Navi (oder ich) auf die falsche Fährte gelockt hatte. Meinen Durst wagte ich zunächst nicht an einen der Brunnen in den Ortschaften zu löschen, weil immer „Kein Trinkwasser“ dran stand. Kurz vor Staufen war es mir dann aber doch zu blöd. Ich kühlte mich ab und trank auch ein paar Schlucke.
Für die nächsten Tage ist ähnlich warmes und sonniges Wetter vorher gesagt. Da muss ich meine Ernährungsstrategie noch ändern – zumal sich auch die Streckenlänge bzw. vorrangig die Anzahl der Höhenmeter nach oben verschieben.

Montag, 09.05.2011 – die schöne Runde
Bei anhaltend schönem und warmem Wetter bin ich wieder gegen 10 Uhr losgeradelt.  Laut Plan lagen gut 110 KM und 2000 Höhenmeter vor mir. Zu allererst wieder dieser ätzende Anstieg zum Schauinsland, der drittgrößte Berg nach Feldberg und Belchen. Und gut 700 Höhenmeter über unserer Wohnung gelegen. 12 KM lang war der Aufstieg mit einer kleinen Schleife heute. Das fieseste Stück lauert allerdings auf den ersten 5 KM bis hoch nach Stohren. Dort angekommen, kann Dich nichts mehr schrecken. Auch heute musste ich nur 500 Meter vor Stohren von Rad – sonst wäre hyperventilierend umgekippt. Der Schweiß lief mir in Bächen den Körper runter und es dauerte einige Minuten, bis ich weiter fahren konnte. Deprimierend, obwohl ich am Samstag schon früher abgestiegen bin.
Nach dem endlosen Aufstieg kam eine ebenso lange, rasante Abfahrt herunter bis Kirchzarten, ab da immer leicht bis mäßig ansteigend über St. Märgen nach St. Peter. In St. Märgen hat mich wieder eine vielleicht 400 Meter lange Steigung mit über 13% erwischt. Diesmal konnte ich nicht absteigen – zu viele Menschen  ;-)). Es war wohl gerade Schulschluss und so waren viele Kinder und Mütter gerade an dieser Straße unterwegs. Absteigen wären zu peinlich gewesen.
Ab St. Peter ging es locker und zügig durch Freiburg und wieder Richtung Schauinsland. Auf etwa der Hälfte rechts ab über Horben nach Staufen. Das letzte Stück fordert mich mental. Von Ortseingang Münstertal bis zu unserer Wohnung sind es noch gut 7,5 KM – auch die immer leicht ansteigend. Vorteil heute: ich hatte meinen Trinkrucksack und eine Radflasche dabei. In St. Märgen habe ich Cola und Wasser nachgetankt und unterwegs noch zwei Gels gegessen. Daher war ich zuhause recht frisch und wir konnten nach in Freiburg bummeln. Das zusätzliche Gewicht auf dem Rücken war OK, allerdings tut mir ziemlich der Hintern weh.

Dienstag, 10.05.2011 – Der Hausberg ruft, und verliert.
Blick vom Schauinsland auf den Feldberg
Der Schauinsland scheint mein Hausberg zu werden. Die heutige Strecke über erneut 112 KM und diesmal 2311 Höhenmeter begann erneut mit dem fiesen Teil. KO-Sieg heute für mich. In einem Rutsch nach oben hin und der Puls lag in der Spitze 13 Schläge niedriger als gestern!
Bis St. Märgen war die Strecke in etwa identisch mit der gestrigen, dort ging es dann rechts ab über viele kleine Wirtschaftswege und mehr kleinere Anstiege und Abfahrten nach Titisee-Neustadt. Schon kurz danach begann die Kletterei hoch zum 1.233 Meter hohen Feldberg. Die Steigung war durchweg moderat nur halt elendig lang. Im Grund habe ich wohl Glück mit der Wahl der Jahreszeit, denn selbst die Bundesstraße ist derzeit noch recht wenig befahren. Abseits der Hauptstraßen allerdings kann man die Ruhe so richtig genießen und Sauerstoff atmen. Dem Feldberg konnte ich wenig abgewinnen. Dennoch wird er mir wohl in positiver Erinnerung bleiben. Just auf der Passhöhe habe ich kurz angehalten um mit Lisa zu telefonieren, die gerade eben ihr mündliche Abi-Prüfung und damit wohl auch das Abitur bestanden hatte! Glück auf!
75 KM hatte ich bislang auf dem Tacho. Die kommenden gut 15 KM vergingen im Wortsinn um Flug. Das macht Spaß und setzt Endorphine ohne Ende frei. Zumal ich es auf der breiten Bundesstraße ohne Verkehr wirklich gut gehen lassen konnte.
Irgendwann steht man dann doch wieder vor einer Wand. Diesmal der Aufstieg zum Wiedener Eck. So ca. 12 KM werden das gewesen sein. Bei Steigungen um die 3-6% auf gut zu fahren, aber wieder nicht enden wollend. Die darauf folgende Abfahrt entschädigte trotz des etwas schlechten Straßenbelags und (oder geraden wegen) der engen Kurven dafür vollends. Ein weiteres Plus: Die Tour endete diesmal direkt nach der Abfahrt vor unserer Haustür, ohne die lange Ortsdurchfahrt.
Das Wetter schlägt um. Die Sonne verkrümelt sich. Gewitter, sinkende Temperaturen und Regen sind für Mittwoch und Donnerstag vorhergesagt.
Ich hoffe, dass ich den für morgen geplanten Ruhetag auf Donnerstag verschieben und noch eine lange Einheit bei nicht zu viel Regen fahren kann. Am Freitag soll es dann wieder sonniger und wärmer werden, so dass der Königsetappe wohl nichts entgegen steht.
390 KM und rund 6500 Höhenmeter von Samstag bis heute.

Mittwoch, 11.05.2011 – 5 Tage ohne Internet
Geht ja gar nicht! Oder irgendwie doch. Ich glaube wenn ich mich tagsüber nicht mit radeln beschäftigen würde, würde mir hier (und an jedem anderen Urlaubsort auch) die Decke auf den Kopf fallen. Wäre ja schade. Um die Decke.
Unter anderem deswegen bin ich heute früh im Regen losgefahren. Schön warm angezogen. Weil es ja nur 14 Grad hatte. Nach 5 KM habe ich mir die Regenjacke übergezogen – Regenschuhe hatte ich schon an.
Nach 7 KM der erste Anstieg. Es wurde unangenehm heiß unter der Regenplane. Also wieder ausgezogen und „nur“ im Langarmshirt weiter. Der Regen tröpfelte nur noch, das meiste Wasser kam von der Straße. Nachdem der erste Berg überwunden war, wurde es auf der Abfahrt recht frisch, danach Richtung Süden immer wärmer und sonniger. Nach gut 60 KM hatte ich Rheinfelden erreicht, der südlichste und tiefste Punkt der heutigen Runde. Zeit, die Regenüberschuhe auszuziehen und auch nur im Unterhemd weiterzufahren, denn jetzt wurde es auf dem Rückweg wieder bergiger.  Die Strecken sind hier, ich kann mich nur wiederholen, einfach traumhaft. Warum bin ich nicht früher darauf gekommen? Ganz einfach, weil ich mich nicht anstrengen wollte. Jedenfalls nicht so. Immer diese öseligen Anstiege. Wieder bis zu 12 KM lang und kein Ende in Sicht. Auf den langen Abfahrten wurde es frisch. Also wieder anhalten und das Langarmshirt wieder überziehen. Bergauf: Handschuhe an (Schweiß), bergab : Handschuhe aus. Zu guter Letzt kamen die beiden Anstiege nach Todtmoos und zum Belchen/Wiedener Eck, die mich auch mental etwas forderten. Die letzte 9 KM lange rasante Abfahrt (wie gestern) entschädigte wieder für den ganzen Tag, zumal es den Rest des Tages trocken geblieben ist. Den geplanten Ruhetag habe ich auf morgen verschoben – alles richtig gemacht soweit.
Der Muskelkater hält sich nach wie vor in Grenzen. Klar, sind die Oberschenkel etwas sehr angespannt, stört aber beim Fahren nicht. Heute hatte ich lediglich etwas mehr als die letzten Tage „Rücken“ – was aber wohl an dem Rucksack liegt.
145,7 KM – 2.790 HM – genau 6:00h
5 Tage internetfrei sind trotzdem lästig. Zudem kommt, dass wir in der FeWo und in einem Umkreis von ca. 400 m auch keinen Mobiltelefonempfang haben. Einen überwiegenden Fernsehverweigerer wie mir könnte es also passieren, dass die Welt um mich herum bereits untergegangen ist, und niemand mehr da ist, der dieses Geschreibsel liest, wenn ich es erst mal hochgeladen habe  ;-))
Mehr Schwarzwald geht nicht – sagt der Rennrad-Reiseführer!



Donnerstag, 12.05.2011 – Ruhetag
Alles richtig gemacht. Heute war es den ganzen Tag über kalt und regnerisch. Genau das richtige Wetter, um uns in das Badeparadies in Titisee-Neustadt zurückzuziehen. Den ganzen Tag über haben  wir faul in der Wellnessoase unter 180 Palmen oder wahlweise im 33 Grad warmen Wasser herumgelegen und einfach nichts gemacht. Das war auch gut so. Die Oberschenkel waren doch sehr angespannt und arbeitsunwillig.
Morgen geht es auf die Königsetappe über 140 KM und drei Bergen.

Freitag, 13.05.2011 – Königsetappe
Trotz strahlendem Sonnenschein war die Motivation heute früh nicht so berauschend. Lag es an den niedrigen Temperaturen oder an der demotivierenden Aussicht, den Schauinsland als letztes und diesmal von der Kirchzartener Seite hinauffahren zu müssen? Man weiß es nicht.
Zunächst ging es also einigermaßen warm und dennoch zu frisch angezogen leicht bergab bis Staufen, von dort aus etwas wellig, aber wenig fordernd durch Freiburg. Von dort aus weiter leicht bis mäßig ansteigend bis St. Peter und ohne Unterbrechung bis auf den Kandel. Die Passhöhe liegt bei 1164 HM und war nach 58 KM erreicht. Ein schönes Stück Arbeit. Oben war es schweinekalt und diesig, kein lohnenswerter Aufenthalt an diesem Tag.
Die folgende ca. 12 KM lange  Abfahrt war aufgrund der kalten Temperaturen um 16 Grad, was durch den Fahrtwind natürlich noch kälter empfunden wurde, vor allem aber wegen des schlechten Asphalts einfach nur eklig. Im freien Fall bis auf 246 Meter ü.N. Unten in Waldkirch habe ich mich 10 Minuten in die Sonne gestellt, um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen.
Irgendwo lauert immer ein Berg
Auf den folgenden 30 KM ging es irgendwie immer bis auf 966 Meter bergauf. Ob das Ding einen Namen hat, weiß ich auch noch nicht. Auf jeden Fall habe ich auf diesem Stück eines der schönsten Streckenabschnitte aller Touren durch ein Flusstal gefahren.  An der höchsten Stelle angekommen war ich nach genau 100 KM irgendwo zwischen St. Märgen und Titisee.
Nun lauerte „nur“ noch der Scharfrichter. Der Schauinsland. Zweimal bin ich das Stück vom Pass nach Kirchzarten bislang heruntergefahren, einmal mit dem Auto hoch. Mit dem Rad wollte ich das nicht so unbedingt ;-). Zu dumm, dass es nur wenige Wege in das Münstertal gibt. So gab es kein entfliehen.
16 KM Anstieg auf 1152 Meter - was soll ich dazu noch schreiben.
Die kurze steile Abfahrt macht e wegen der vielen engen Kurven und der Temperaturen auch nicht so richtig Laune.  Ich war froh, nach 141 KM und über 6 Stunden reiner Fahrzeit wieder zuhause zu sein.


Nach einer schönen wie anstrengenden, aber nicht überfordernden Woche kann ich folgendes Fazit ziehen:
-          Vor 25 Jahren waren wir das letzte Mal im Schwarzwald – warum nicht eher??
-          Die 6 Trainingseinheiten über
-          677 KM mit
-          12.644 Höhenmeter in
-          28 Stunden haben nicht nur
-          16.000 Kcal verbraten sondern waren
-          unter dem Strich ein lohnenswertes Trainingslager für die bevorstehendeTransalp und die Triathlons.
Das Laufen ist wie das Schwimmen erwartungsgemäß zu kurz gekommen.

Nach dem letzten Training habe ich Knie (links), Handgelenk (rechts) und Rücken. Der Allerwerteste tut mir an zwei Stellen auch ziemlich weh. Alles vermutlich nichts so Dolles.


An der Ernährung für die Transalp muss ich noch feilen. Ich trinke und esse – wie im wirklichen Leben – zu wenig.


Die Location ist (bei schönem Wetter) wahrscheinlich eines der lohnendsten Radtrainingsgebiete in Deutschland. Interessant dürfte auch ein Aufenthalt auf der anderen
, französischen Rheinseite allemal sein.