Sonntag, 3. April 2011

Fischbauch-Weiß

Es ist vollbracht. Der erste warme Frühlingstag liegt hinter uns. Die meisten werden spätestens jetzt angegrillt haben oder haben sich mit Heerscharen gleich- oder ähnlich gesinnter an der freien Luft getummelt habe. Die Luft. Hmm, wie sie riecht. Ausnahmsweise mal nicht nach Gülle sondern nach frischem Grün und umgepflügter Erde, in der die Gülle nunmehr verschwunden ist ;-)

Nachdem ich am Freitagabend bei immerhin schon 16 °C noch mit T-Shirt + langem Pullover + Windjacke + 3/4 Laufhose subtropisches Klima auch meiner irritierten Haut hervorgerufen und auf der 15-km-Runde mehr als 2 Liter Wasser verdunstet habe, sind am Samstag alle Wintersachen in die hinteren Ecken geräumt worden.
Die Radausfahrt bei 24°C hat schon erste Ränder auf den mittlerweile fischbauchweißen Armen und Beinen hinterlassen. Heute habe ich bei leider wieder nur 16°C, jetzt aber in kurz/kurz wieder geschwitzt wie Teufel und habe die 24KM relativ locker über die Bühne gebracht. Das war nicht unbedingt selbstverständlich. Vor genau zwei Wochen bin ich auf der 27KM-Runde nach 22 KM eingegangen wie eine Primel in der Frühlingssonne und musste zeitweilig gehen.
Jetzt regnet es wieder. Mal sehen, vielleicht kommt mir noch der eine oder andere Gedanke, den ich hier veröffentlichen kann...

Keep on burning!

Montag, 28. März 2011

4:30 geknackt...

Endlich.
Am Samstag habe ich noch über fiese Schmerzen durch die Bandscheibenprobleme, die sich während der Schwimmeinheit besserten, geklagt. Heute habe ich endlich die 4:30-Minuten-Marke geknackt.
Über 16,27 KM bin ich 1:13:06h gelaufen, was einem Kilometer-Schnitt von 4:29 Minuten entspricht.
Mir fehlen nur noch 19 Sekunden, allerdings über 42,195 Kilometer - dabei war ich heute schon ziemlich platt...

Mühsam ernährt sich bekanntermassen das Eichhörnchen - und das belohnt sich heute mit einer halben Tüte Chips  ;-))

Sonntag, 27. März 2011

Frühlingsboten

Abgesehen davon, dass heute Nacht die Zeitumstellung einmal mehr zum Unverständnis vieler EU-Bürger beigetragen haben dürfte, die gefiederten Nachbarn schon zu unchristlicher Zeit im Garten herumbrüllen und die Hühner wecken - auch sonst sind die Frühlingsboten aus ihren Löchern gekrochen. Spätestens heute.
Überall wird in den Gärten gewerkelt, irgendwelche Rasenmäher und sonstige benzinbetriebene Gerätschaften geschmiert und Probe gelaufen. Motoradfahrer kramen ihre rostigen Kaffemühlen aus der Garage hervor und machen die Borloher Schweiz unsicher. Dabei darf man da nur 50 fahren. Tststs...
Zillionen Läufer und Rennradler bereicherten heute Hauptverkehrsstraßen und Wirtschaftswege. Wanderer, Familien mit kleinen Kindern, Skater und Kickboards bevölkerten Fahrradwege und Eisdielen. Selbst unsere im Dorf hat schon aufgemacht. Na ja. Eine hektische Zeit eben, die Frühlingszeit.

An den März mache ich im Trainingskalender besser einen Haken. Da ist nicht viel zusammengelaufen, auch im Wortsinne. Die Umfänge und Intensitäten der letzten beiden Wochen waren völlig daneben und ich irgendwie neben der Spur. Bis heute Morgen. Das Schwimmen fiel mir noch schwer - der Rücken macht selbst im Wasser seit einiger Zeit wieder Zicken. Nach 45 Minuten wurde es etwas besser.
Auf dem Radl lief es danach dann urplötzlich wieder gut und fast schmerzfrei. Mal sehen, wie es weitergeht.
Demzufolge habe ich mir den Halbmarathon wie angekündigt gespart und auch den Rotterdam-Marathon in zwei Wochen vom Plan genommen. Ich bin noch nicht soweit. Selbst wenn sich meine Geschwindigkeit gestern über die 16,3 KM weiter verbessert hat. Mit dieser Runde ist es nun auch wieder vorbei. Ich laufe sie nur in der Winterzeit. In der Sommerzeit reduziert sie sich um 1,2 KM - landschaftlich etwas schöner und weniger Verkehr bzw. Anwohner. Genau deswegen laufe im Winter (Dunkelheit) die längere Strecke. Es gibt noch einen weiteren sportlichen Grund. Wenn ich den hier erklären würde, würden sich die meisten Leser allerdings an die Stirn ticken. deswegen lasse ich es besser. Für die "Fachleute": Punkte im Winterpokal  ;-))

Montag, 21. März 2011

Frühlingserwachen

Es ist ja kaum auszuhalten. Schon am frühen Morgen wird man mittlerweile von Nachbarn geweckt, die sich den ganzen Winter über in wärmere Gefilde verpieselt hatten und nun wieder in Heerscharen angeflogen kommen. Kaum kündigt sich das Morgengrauen (oder das Grauen des Morgens) an, sind sie wach und labern in ihren Schlafgebüschen munter durcheinander. Das und die zumindest im Durchschnitt leicht gestiegenen Tagestemperaturen kündigen das Winterende an - und das ist auch gut so.
Endlich werden wieder Trainingseinheiten (fast) im Hellen, vor allem aber draußen möglich. Meine traditionelle Eröffnung der Rennradsaison zu Pappen's Geburtstag ist dem Wetter zwar noch zum Opfer gefallen, aber ich konnte sie am vorletzten Wochenende nachholen. Das Frühjahrstreffen mit Alhambra-Nick und Fukushima-Fränk stand an. Diesmal in Bremen, das man ja recht entspannt mit dem Rad erreichen kann. Auf dem Hinweg jedenfalls.
Zum ersten Mal habe ich meinen GARMIN 705 von seiner Funktionsfähigkeit überzeugen können, einige zweifellos landschaftlich schöne Umwege werden toleriert. Auf der Strecke summierten sich diese auf knapp 10 KM. Am Samstag Abend schlugen ein paar planmäßige Bierchen und Likörchen im Bremer "Schnoor" auf die Leber und reduzierten das Hotelfrühstück am folgenden Vormittag auf ein Minimum. Ein fataler Fehler, wie sich herausstellen sollte.
Bei leichtem Sonnenschein trat ich schweren Herzen am späten Vormittag den Rückweg an - 100% Gegenwind bei doch recht kühlen Temperaturen. Beides strapazierte die mentale Stärke ziemlich. Die ersten 60 KM zogen sich wie Kaugummi, erst ab 90 KM wurde es erträglich, wenngleich sich die Situation nicht verbesserte. Die mangelnde(fehlende) Energieversorgung aus dem Frühstück machte sich bemerkbar. Eine Flasche Cola und ein Snickers an der Tanke am Dümmer See linderten das Formtief nur kurz. Die Geländebeulen des Teutoburger Waldes waren hier bereits sichtbar und nur  wenige Zeit später spürbar. Dumm war es auch, das ausgerechnet hier das Schaltwerk an meinem Radl den Geist aufgab und ich nur auf zwei Ritzeln schalten konnte. OK, bergauf, schlecht im Flachen oder gar bergab. Auf den letzen 30 KM hatte ich somit meist eine recht hohe Trittfrequenz mit relativ niedriger Geschwindigkeit.
Auf dem Hinweg bin ich 153 KM in 5:22h gefahren, zurück waren es nur 148 KM. Für die habe ich aber 5:55h gebraucht.

In der letzten Woche war ich dann komplett von Montag bis Freitag in England unterwegs. Das geplante Lauftraining ist entweder meiner "Plattheit" oder dem diesigen Wetter zum Opfer gefallen. Ich kann dort eine gut 12-KM-Runde laufen, die führt aber über rund 4 KM über eine stark befahrene, schmale, hügelige und kurvenreiche Strecke mit Bundesstraßencharakter - ohne Seitenstreifen. Also nicht ganz ungefährlich. An dem einzigen Tag an dem ich die Lust zum Laufen hatte, war das Wetter so neblig, dass ich es aus Sicherheitsgründen gelassen habe.

Die ersten Trainings nach 6 anstrengenden Wochen standen dann also erst am letzten Wochenende auf dem Programm.
Am Samstag 3,4 KM Schwimmen und 75 KM auf dem dem Zeitfahrrad - geknallt (gefühlt zumindest). Die Oberschenkel waren dahin und ich war total platt. Dazu kamen die üblichen Beschwerden in der Nackenwirbelsäule und der übrigen Muskulatur bei den ersten Ausfahrten auf dem Tria-Rad zu Beginn einer Saison. Der Körper muss sich erst an die veränderte Körperhaltung gewöhnen.
Der Sonntag begann mit Fronarbeiten im Haus und einem anschließendem langen Lauf, der schon vorab nichts Gutes erahnen ließ. Dennoch habe ich den Weg zum Feldmarksee eingeschlagen - der Kurs nennt sich in meinem Trainingstagebuch übrigens "Feldmarksee - Kurz" und ist 27,4 KM lang. Zwei weitere Varianten gehen über 30 bzw. 31 KM. In diesem Jahr bin ich einmal 24 KM gelaufen, die waren schon recht mühselig. Aber am Sonntag bin sich so richtig abgek...t. Nach 21,5 KM musste ich gehen - und danach noch zweimal...

Fazit: Am kommenden Sonntag werde ich den geplanten Halbmarathon wohl nicht laufen und den Marathon in Rotterdam am 10. April schon gar nicht.

Sonntag, 20. Februar 2011

er rennt und rennt und rennt...

... der weiße Kenianer.
Auch wenn die Gesichtsfarbe mittlerweile ein wenig verblasst.

Die Trainingsumfänge liegen insgesamt in diesem Jahr deutlich über denen der Vorjahre. Ja, OK - das Schwimmen vernachlässige ich noch immer (liegt aber knapp über dem Vorjahresumfang) und ins Fitnessstudio treibt es mich in der Regel auch nur einmal pro Woche. Manchmal auch zweimal. Aber das scheint zu genügen um die Bandscheiben gefügig zu halten. Ich habe relativ wenig Schmerzen und arbeite momentan an den Trainingsumfängen und allmählich auch an den Intensitäten.

Dafür, dass ich im Dezember noch nach 2 Minuten vom Laufband gestiegen bin, bin ich heute ganz zufrieden. In dieser Woche bin ich zum ersten Mal 62 KM gelaufen - ein Umfang, den ich im letzten Jahr nur einmal im März geschafft habe.

Die Trainingsumfänge habe ich in dieser Woche bis auf 14:57h gesteigert. Neben den 62 Laufkilometern habe ich 75 KM auf dem Rennrad bei eisigem Ostwind und (u.a.) eine mental fordernde 3-h-Einheit auf der Rolle im Trainingsbuch stehen. Nächste Woche wird es etwas ruhiger.
Anschließend beginnt die nächste Trainingsphase in der mehr und mehr neben der Ausdauer auch die Intensitäten trainiert werden. Da werde ich mich besonders beim Schwimmen wohl sehr schwer tun. Es ist schon relativ schwer, neben den drei Disziplinen auch noch das Krafttraining zu integrieren.

Der Wettkampfplan steht nun auch weitgehend, die wichtigen (13) Events sind gebucht, wobei ich nicht denke, dass ich bis zum 10. April einen Marathon in akzeptabler Zeit rennen kann. Mir ist es lieber, das Laufen wieder von Grund auf neu aufzubauen. Deshalb habe ich mich auch zum Münster-Marathon im Herbst angemeldet. Ein paar weitere sind noch im Köcher.

Samstag, 22. Januar 2011

Der Weiße Kenianer ist zurück!

Bad Laer (dpa)
Der weiße Kenianer ist zurück. In der letzten Woche wurde er dreimal im heimischen Kral bzw. auf der Straße zwischen Bad Laer und Bad Iburg sowie einmal auf dem Laufband eines angesehenen, im Kurort ansässigen Fitness- und Rückenstudios gesehen. Nach groben Schätzungen von international angesehenen Laufexperten hat er dabei 55 KM in knapp 4:36h  zurückgelegt. Das lässt darauf schließen dass der Läufer , der mit einer wahlweise schwarzen Laufmütze oder (überwiegend) einer Baseballkappe mit dem Logo eines in der Nähe befindlichen renommierten Laufvereins unterwegs ist, zu seiner Form aus 2009 zurückgefunden hat oder zumindest auf einem guten Weg dorthin ist. Ein Statement dazu hat der als "weißer Kenianer" bekannte Läufer bislang nicht abgegeben.
Anwohnern zufolge ist er meist deutlich nach dem Eintreten der Dämmerung oder (an Wochenenden) innerhalb der Mittagsruhe unterwegs. Beides macht eine genauere Analyse bzw. das Auffinden von Augenzeugen schwer.

Es ist zu vermuten, dass der ca. 170 cm große(?) Mann mittleren Alters zusätzlich mit dem Renn- oder Mountainbike in der näheren Umgebung unterwegs ist. Ein Auftauchen in den Gewässern der umliegenden Hallenbädern zu Warmbadezeiten ist nicht ausgeschlossen.

Warnung: Der Weiße Kenianer könnte mit einem überwiegend schwarzen  Rennrad oder einem silberfarbenen Mountainbike bewaffnet sein. Letzteres verfügt möglicherweise über Stahl- oder Eisennägel in den Reifen um eine Flucht auf den heutzutage oftmals rutschigen Straßen zu ermöglichen!

Seinem Gesichtsausdruck zufolge, unterstrichen durch das breite Grinsen im Gesicht, hat er sich seit ca. 1,5 Jahren körperlich nicht mehr so wohl gefühlt, wie derzeit.

Zitat von überholten Zeitzeugen: "Dem ist in diesem Jahr alles zuzutrauen!"

Sonntag, 16. Januar 2011

Das Warten hat ein Ende!

Endlich. Die Bundesliga fängt wieder an...

Öh? Nee. Die Rennradsaison hat begonnen ;-)

Auch wenn es wohl nicht dauerhaft war, waren wir heute in einer kleinen Gruppe 3 1/2 Stunden locker im Regenarationsbereich mit dem Rennrad unterwegs. Knapp 95 KM sind dabei zustande gekommen. Gute 10 Grad  und zwischendurch einige Sonnenstrahlen luden dazu einfach ein. Im Grunde bin ich (natürlich) noch auf Winter eingestellt und war zu warm angezogen. Spaß hat es trotzdem gemacht, zum ersten Mal seit dem 23. Augsut das Rennrad wieder unter dem Hintern auf der Straße zu spüren. Höhenmeter waren nicht dabei - die kommen erst später.

Ich freue mich unheimlich darüber, dass ich am Samstag 16 KM quasi problemlos laufen konnte. Schon zum dritten Mal in diesem Jahr. Na gut. Zugegeben, es gab ein paar Nachwehen aber ich nähere mich dem Zustand, dass ich die ignorieren kann. Fast zwei Jahre sind seit der letzten "Verschlimmerung" des Bandscheibenvorfalls ins Land gegangen. So wie beim ersten Mal.

Think positive Vol.3: Wenn es so weiter geht, kämpfe ich im Herbst beim Marathon wieder um die 3 Stunden Marke. Hahahaha...


Keep on running

P.S.: 3:0 - Platz 2!