Samstag, 4. September 2010

Das Fenster zum Hof

Meine Nachbarin von gegenüber arbeitet seit einigen Tagen emsig im Garten. Auf dem Sportplatz werden die Aschenbahn weggebaggert und alle Büsche und Bäume ausgerissen, um Platz für einen Kunstrasen zu machen. Die Nachbarin zur rechten wienert die Gartenmöbel und bei Doc Kellersmann ist ein Gartenbauunternehmen mit dem Herbstputz beschäftigt.

Und was mache ich? Ich warte, dass die Zeit vergeht. Bis einschließlich gestern hatte mich der Doc im Krankenhaus ja krankgeschrieben. Montag früh muss ich dem Chirurgen meines Vertrauens einen Besuch zum Röntgen und Nachsorge abstatten. Ich denke, dass ich anschließend wieder arbeiten werde. Die Schmerzen halten sich tagsüber in Grenzen, nur nachts habe ich ziemliche Probleme. Spätestens um 1 Uhr treibt mich der Schmerz aus dem Schlaf, entsprechend hänge ich tagsüber in der Uhr.

Die Zeit bislang habe ich damit verbracht, einen Teil meiner Leserückstände aufzuholen und einen Teil digitaler Fotos zu katalogisieren. Außerdem habe ich angefangen unsere Homepage von Grund auf neu zu gestalten. Die ersten Gehversuche gibt es hier.

Am Freitagabend habe ich das erste Mal auf der Rolle gesessen. Mehr als eine halbe Stunde habe ich das aber nicht ausgehalten. Ich kann mich mit dem linken Arm nicht oder nur wenig abstützten. Das macht die Sache noch anstrengender.
Heute hat es dann gejuckt. Ich musste laufen. Den Arm habe ich dabei ruhig gehalten, Schmerzen hatte ich dadurch nicht mehr. Allerdings tun mir seit dem so ziemlich alle anderen Knochen Südlich der Lendenwirbelsäule weh. Eine kürzere Strecke als meine 15-KM-Lieblingsrunde hätte es vermutlich auch getan.

Freitag, 27. August 2010

Grillwetter sieht anders aus

Na, da verpasse ich dann wohl nichts über das Wochenende. Seit Donnerstag früh um 2 Uhr regnet es fast ununterbrochen. Das weiß ich nicht etwa, weil ich ein Verwandter vom Kachelmann bin sondern weil die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag so ziemlich die übelste war, die ich jemals hatte.

Nach der verschobenen OP stand ich am Mittwoch für 8:20h auf dem Operationsplan. Also: wieder ab Dienstagabend nichts essen und trinken - nur ein Gläschen Wasser am Morgen.
Die Folgen: Hunger natürlich. Und Durst. Beides wurde immer schlimmer je weiter die OP nach hinten verschoben wurde. Dann kamen mirgäneartige Kopfschmerzen dazu, die meine Laune auf den Tiefpunkt sinken ließen. Bis Mittag wußte ich noch nicht, wann ich an die Reihe kommen sollte. Zu viele Notfälle in den letzten beiden Tagen.
Um 13:30h wurde ich dann endlich abgeholt aber noch einmal unendlich lange  bei schlechter Luft in einem Gang abgestellt, weil wieder zwei Notfälle dazwischen kamen. Meine Kopfschmerzen verursachten mittlerweile ziemliche Übelkeit - Medikamente durfte ich vor der OP aber nicht nehmen.

Dann ging es ziemlich schnell und ehe ich mich versah, war ich nach einer Spritze in den Arm und zwei in den Hals im Land der Träume. Oder so. Gegen 18:30 soll ich wohl wieder auf dem Zimmer gewesen sein. Zeit genug noch für ein kleines überfälliges Abendessen ;-)
Die komplette Nacht habe ich dann kein Auge zutun können - vor Schmerzen. Auch die Kopfschmerzen waren mir über die Vollnarkose hinaus erhalten geblieben. Nur durch Eigenmedikamentation konnte ich die schließlich bekämpfen.
Der Donnerstag war dann noch von Schmerzen und "herumdämmern" geprägt. Nachdem wir die Dosierung erhöht hatten, konnte ich letzte Nach wenigstens ein paar Stunden schlafen.
Heute sieht die Welt schon wieder freundlicher aus. Kanülen und Schläuche sind entfernt, und ich kann auch wieder was vernünftiges anziehen.

Für Montag ich meine Entlassung geplant.

Dienstag, 24. August 2010

Wieviel Abendessen braucht man(n)?

Ich will ja nicht meckern. Aber so wirklich satt bin ich heute nicht geworden.

Bedenkt man, dass für heute die OP anstand, durfte ich seit gestern Abend nichts mehr essen und um kurz nach 7 heute früh im Krankenhaus sein. Hier dämmerte ich dann in einem Zustand zwischen verhungern und verdursten bis 13:15 h herum. Dann stand fest, dass ich heute nicht mehr an die Reihe komme. Zur Belohnung gab es dann aber noch ein Mittagessen, was ebenso wenig üppig ausfiel, wie das Abendessen von eben  ;-))

Na ja. Tut mir mal ganz gut. Morgen soll's dann soweit sein.

Montag, 23. August 2010

Think positive! Vol. 2

Nomen est omen!

Die Überschrift vom letzten Post hätte ich besser für diesen gebraucht. 
Nachdem Jens mich am letzten Donnerstag informierte, dass er krankheitsbedingt das 24-h-Rennen und wahrscheinlich auch die Transalp nicht fahren kann, hat es mich selbst nur Stunden später erwischt.

Ich bin zuhause die Treppe runter gesegelt und unglückglich angeschlagen. Das Röntgen am Freitag Mittag ergab einen Bruch des Kapselgelenks in der linken Schulter, alle Bänder sind abgerissen. Durch den Bruch steht das Schlüsselbein nach oben.
Am morgigen Dienstag soll das Ganze operativ durch eine Platte verschraubt werden., wenn der örtliche "HAGEBAU-Markt" das Teil liefern kann ;-)  In ca. 3 Monaten wird sie dann wieder entfernt.
Ich hoffe, dass ich am Freitag wieder aus dem Krankenhaus entlassen werde und ab Anfang/Mitte der kommenden Woche wieder zur Arbeit gehen kann. Da fehle ich in einer denkbar ungünstigen Zeit - Softwareumstellung, die ich begleiten soll...

Die Saison ist also abgehakt, zumindest was Rad fahren, schwimmen und Triathlon angeht.Auch den angedachten Marathon im Oktober werde ich wohl nicht angehen können. Ich hoffe, dass ich in zwei Wochen wieder mit dem Training auf dem Radergometer bzw. der Rolle und dem Laufen beginnen kann. Mit dem Schwimmen wird's wohl noch etwas dauern.

Ärgerlich, aber wohl kaum zu ändern...

Sonntag, 15. August 2010

Think positive!

Aus der vergangenen Woche gibt es wenig spannendendes zu berichten. 
Während die Arbeitswoche alles andere all toll und wahlweise mit internen Gesprächen oder schwierigen Herausforderungen im Tagesgeschäft gespickt war, die zum großen Teil an meiner "Speditionsehre" kratzten, gab auch die "Sportwoche" nicht zu viel motivierendes her.

Dazu muss man wissen, dass ich die Bewegung dringend benötige, um einen Ausgleich zwischen Job und Privatleben herzustellen. Nur selten bin ich unmittelbar nach Feierabend nicht auf der Piste oder im Studio. Nach einem Training bin ich dann wieder Mensch - und ansprechbar.

Bei der Fahrradwartung am Samstag nach der missglückten RTF in Rheda habe ich mir wohl wieder etwas die Bandscheibe verdreht. Ein untrügliches Zeichen dafür ist immer, dass die Schmerzen in den Beinen beim Laufen stärker werden. Montagabend war es dann wieder soweit.
Nach meiner 15 KM-Runde bin ich mehr gehumpelt, als gegangen. Dienstag bin ich nach Feierabend mit Jennie noch eine kleine Runde Rennrad gefahren - das lockert die Beine ganz gut. Mittwoch nur Fitnessstudio und "Bodenturnen". Die nächste Laufrunde am Donnerstag war nicht annähernd schmerzfrei, dafür waren die Nachwehen geringer, als am Montag. Es wird als so schlimm nicht werden und es mit ein paar Schwimmeinheiten wieder hingebogen wird.
Swiss Stop Bremsbelege

Das "kleine Schwarze" musste  unbedingt noch in die Werkstatt um für das 24-h-Rennen und die Alpen fit zu werden. Kette, Ritzelpaket hinten und Bremsgummies waren fällig. Dazu hatten die Laufräder einen Schlag - das hintere mehr nach den Pannen am Wochenende. Am Freitagabend konnte ich es abholen - nu'  läuft's wieder und alles ist gut.

Am Freitag war ich irgendwie fertig. Zu viele schlechte Nachrichten haben mich nach unten gezogen und demotiviert. Als ich mich dann aufraffen und zumindest ins Studio wollte, bin ich noch auf dem Hof wieder umgekehrt.
Das Highlight der Woche war am Samstag eine lange Radeinheit. Wirklich lang. 183 KM über Tecklenburg, Wallenhorst, Bramsche, um den Dümmer See, Bad Essen, Bissendorf... Etwas über 6 Stunden habe ich dafür gebraucht - immerhin ein Schnitt von über 29 KM/h.

Da ist mir doch auf den letzten 10 KM Noch der Sprit ausgegangen und ich kam auf der letzten Rille nach Hause. Nach einer Cola und 15 Minuten im Garten auf dem Rasen liegend, gings dann wieder und das Brennen in den Beinen ließ nach ;-))

Auf der Runde habe ich wieder den neuen Helm und vor allem den prall gefüllten Trinkrucksack ausbrobiert, um den Nacken und den Rücken an das höhere Gewicht zu gewöhnen. Den Helm werde ich zwar "nur" auf dem Nürburgring tragen und bei der TransAlp auf den leichteren, alten zurückgreifen - der Trinkrucksack ist für die TransAlp aber gesetzt.
Schön war auch die heutige "Alibi-"Schwimmeinheit im Versmolder Hallenbad. Die erste seit dem Ironman in Regensburg und zusammen mit Jennie.

Saddlebag
Den Rest des heutigen Tages habe ich mit Faulenzen verbracht. Nicht nur - aber auch. Nachdem der Regen einsetzte, hatte ich eine Ausrede, nicht mehr laufen zu müssen.
Statt dessen habe ich noch ein wenig an der Routenplanung für den AlpenX gefeilt und schon einmal Probe gepackt. Das wird verdammt eng, nachdem ich mich für das Gepäck gegen einen Rucksack und gegen Satteltaschen, dafür aber für ein "Saddlebag" entschieden habe. Doch dazu zu gegebener Zeit mehr.
Komplett für verrückt hat mich meine Familie übrigens erklärt, als ich anfing, sämtliche Items meiner Packliste nachzuwiegen...

Irgendwas muß man ja tun, um die Motivation wieder auf Vordermann zu bringen - Antidressiva sind jedenfalls nicht die erste Wahl!

Durch die lange Radeinheit habe ich dann doch noch ziemlich genau 12 Stunden trainiert.  Das muss jetzt für das kommende Wochenende auf dem Nürburgring reichen.

Sonntag, 8. August 2010

Rad am Ring - Ein Vorbericht



So langsam aber sicher nähert sich der nächste Saisonhöhepunkt. Das 24-h-Rennen auf dem Nürburgring in 14 Tagen

Auf meiner Homepage einige Vorbemerkungen




Eine gute Woche ist nach dem letzten Ironman Versuch ist vergangen. Ich muss zugeben, dass ich mich zwar sehr gut fühle, der Körper aber nicht unbedingt so die unbändige Lust zur Bewegung hat.
Am Montag war Reise- und somit Ruhetag. Dienstag war ich ein wenig im Fitnessstudio, um die müden Muskeln zu lockern; Mittwoch ein kurzer Lauf über 11 KM, der mich wirklich gefordert hat. Müde Beine...

Donnerstag war wieder ein kompletter Ruhetag, Freitag bin ich 15 KM gelaufen. Das ging ganz gut - bis auf die müden Beine am Samstag als Nachwirkung  ;-))

Samstag. Ja, Samstag, da war noch was. Ich hatte mich mit Tim für die lange Runde (154 KM) der RTF in Rheda verabredet. Wir wollten, bzw. sind, mit dem Rad dort hin gefahren, bei kühlem Wetter aber strahlendem Sonnenschein um 7:30h. Das war aus meiner Sicht auch schon das einzig Positive des Tages, denn nach 42 KM - ca. 1,5 KM  vor dem Start - platzte mir der Reifen an meinem Hinterrad. Nicht (nur) der Schlauch - nein, der Mantel hatte einen ca 2 cm langen Riss. Witzig dabei: unmittelbar vorher hatten wir uns über Reifenpannen unterhalten...

Wie dem auch sei. Während Tim schon mal vorfuhr, um Material zu sichern, stiefelte ich unter dem Spot der anreisenden Radfahrer den Rest der Strecke zum Startpunkt. Hier kaufte ich dann einen neuen Reifen und zog den mitgeführten Ersatzschlauch ein. Anstatt um 9 Uhr fuhren wir so erst um 9:20h los - kein Beinbruch.
Aaaber: schon nach gut 1,5 KM merkte ich, dass etwas nicht stimmte. Eine Unwucht am Hinterrad. Ich verabschiedete mich von den anderen und stieg aus der Veranstaltung aus, um den Schaden zu begutachten. Das Übel war schnell erkannt - in der Eile hatte ich zwar überprüft, ob der Schlauch richtig im Reifen liegt und nicht zwischen Reifen und Felgenhorn eingeklemmt ist - aber offenbar nicht sorgfältig genug. Der Schlauch trat an einer Stelle zwischen Reifen und Felge hervor und verursachte die Unwucht. Just in dem Moment, in dem ich am Ventil Druck ablassen wollte, platzte die "Beule".
Ein weiterer Fußmarsch zurück zum Start war angesagt.
Obwohl mich der Radhändler nicht zu erkennen schien, glaubte ich, ein süffisanten Grinsen in seinem Gesicht zu erkennen, als ich nun mit meinen letzten Ersparnissen auch noch einen neuen Schlauch kaufen musste.
Nachdem die anderen ja auf meine Bitte weitergefahren waren, hatte ich keine Eile mehr und zog den Schlauch ein, was erstaunlich schnell ging. Darauf hin machte ich mich auf den Rückweg nach Bad Laer.
Weil aber der Tag um noch nicht einmal 10:00 Uhr noch ziemlich jung war,  entschied ich mich noch eine Schleife dran zu hängen und kam so auf 125 KM, statt der geplanten 230...

Am Sonntag war ich dann trotzdem wieder platt und legte einen weiteren Ruhetag zur Regeneration ein.
Im Übrigen bleibt anzumerken, dass ich weiterhin einen unbändigen Appetit habe und recht oft und früh müde bin. Obwohl es juckt, werde ich somit nächste Woche wohl nicht zur Mitteldistanz in Hückeswagen fahren, um den Start am Nürburgring nicht zu gefährden.

Freitag, 6. August 2010

IRONMAN Regensburg - Nachlese

"Mallorca - Re-loaded" am Abend vorher
















Eine knappe Woche ist seit dem Rennen in Regensburg vergangen, Zeit für einen Rückblick und eine persönliche Ursachenanalyse.

Im Vorfeld:

Da das Rennen durch XDreams veranstaltet wird, war das große Chaos nicht zu befürchten. Das Unternehmen organisiert und veranstaltet ebenfalls die IRONMAN Events in Frankfurt und Wiesbaden (70.3) und verfügt daher über ein entsprechendes Knowhow für solche Veranstaltungen.
Es können lediglich individuelle Fehler von Beteiligten vorkommen. 
Wünschenswert wären kürzere Wege bei der Registrierung.

Das Rennen
Swim:
Für mich, als schwächeren Schwimmer, war die Auftaktdiszplin über einen Großteil der Strecke mit unangenehmen Körperkontakten und oft von Orientierungslosigkeit geprägt.
Während Ersteres durch das große Starterfeld auf einem relativ kleinen Raum begründet ist, lag die mangelhafte Orientierung an nicht oder nur kaum zu erkennenden Bojen im See.
Die erste Wechselzone ist sehr uneben und könnte bei Unachtsamkeiten zu Verstauungen o.Ä. führen - Ich möchte diese Wechselzone auch ungern nach oder während einer Regenperiode benutzen...



Bike
eine wirklich schöne Radrunde:
10 KM flach, danach knapp 20 KM bergauf, bei insgesamt moderaten Steigungen um die 4-6 %, mit einer nennenswerten Abfahrt zwischendurch. Auch wenn die Steigungen moderat erscheinen, macht es die Summe der Höhenmeter/Kilometer, die so manche einen schon auf der ersten Runde zermöbelt haben.
Nach Brennberg geht es erst einmal ordentlich bergab, so um die 6 KM mit Spitzengeschwindigkeiten bei mir über 70 KM/h.
Pech: Der nächste Streckenteil ist windanfällig, aber weitgehend flach, bis auf eine kurze Steigung vor Aufhausen.

Die zweite Runde ist identisch, danach geht es die letzen 20 KM wellig bis auf den Dultplatz in "Regnschburg".
Die Bewohner der Anliegergemeinden müssen sich noch etwas an die Veranstaltung gewöhnen. Hier war im Vergleich zu anderen IM Veranstaltungen wenig los, wenngleich man spüren konnte, dass der IRONMAN bei den Menschen "angekommen" ist.


Run

Hier war gut was los: Kaum ein Streckenabschnitt, ohne begeisterte Zuschauer. Das Wetter war dafür natürlich ideal. Touristen, Urlauber und Triathlon-Interessierte überall an der 10 KM-Strecke.
In der Innenstadt schien die Luft zu stehen, weiter draußen im Park war es teilweise schattig und angenehm zu laufen.


Das Ziel...
... habe ich nicht erreicht.

ca. 1 Kilometer nach Beendigung der zweiten von 4 Laufrunden bin ich ausgestiegen.

Warum, wo ich doch voller Zuversicht nach dem tollen Erl/gebnis in Frankfurt vor 4 Wochen war?


Die Gründe scheinen vielfältig und so recht bin ich noch zu keinem Ergebnis gekommen.


Ernährung

Fest steht, dass ich schon auf dem Rad einen Einbruch hatte, den ich auf eine mangelnde Energieverwertung zurück führe. Ich habe exakt dasselbe gegessen und getrunken, wie in Frankfurt.

Wetterbedingungen

Die Temperaturen waren ähnlich, wenngleich die Luftfeuchtigkeit in Regensburg erheblich höher war, als bei der trockenen Wärme vor einem Monat. Trotzdem, bezeichne ich die Bedingungen als "Reiner-Döpke-Wetter" und damit als für mich ideal.


Mangelnde Regeneration
Nach dem IM Frankfurt habe ich an den beiden darauf folgenden Wochenenden jeweils einen Triathlon-Wettkampf über die Olympische Distanz bestritten. Die am Edersee, war nicht ganz leicht zu fahren und fand ebenfalls bei hohen Temperaturen statt. In Münster waren die Temperaturen moderater und ich bin bei weitem nicht an meine Grenzen gegangen. Die Plätze 4 und 5 in meiner Altersklasse sprangen heraus.
Die letzten zwei Wochen vor dem IM ließ ich es ruhig angehen, vielleicht kein "echtes" Tapering aber doch mit deutlich reduzierten Umfängen und niedrigen Intensitäten.


Mein Ausscheiden führe ich wenig bis gar nicht auf muskulöse Probleme zurück. Das man nicht so ganz taufrisch vom Rad steigt ist besonders auf einer Langdistanz nicht verwunderlich. Die Bandscheibenprobleme waren nicht ausschlaggebend. Auch nicht, dass sich Verspannungen und Überlastungsschmerzen auf der Laufstrecke einstellen können. Aber deswegen bin ich ja auch nicht raus gegangen.


Das Problem ist, und das vermehrt sich seit 2 oder 3 Jahren, dass ich bei /nach anstrengenden Trainingseinheiten bzw. Wettkämpfen keine Nahrung verwerten kann.
Ich habe diese Erscheinung sowohl nach Halbmarathons, Marathons, Mittel- und Langdistanzen als auf bei Trainingsläufen über 30 KM gehabt.
Nach dem erfolgreich veränderten Ernährungkonzept in Frankfurt, dass ich ja auch in Regensburg angewandt habe, war ich überzeugt, dem Problem gefunden und gelöst zu haben. Denkste Puppe...


Ich werde die nächsten Wochen und Monate also damit verbringen, mich intensiv in der Ernährungsproblematik vorzuarbeiten um hoffentlich eine Lösung zu finden.


Für 2011 habe ich mich bislang nicht für eine Langdistanz angemeldet - will heißen: Ein Start unter dem IRONMAN-Label steht nicht an. Wenn überhaupt, sind die Langdistanzen in Kopenhagen Mitte August oder Köln Anfang September eine Option, über die ich aber erst später im Winter entscheiden werde.


Vielleicht mache ich aber auch mal was ganz Verrücktes. Da spukt mir schon etwas seit längerem im Hinterkopf herum...


Keep The Fire Burning!!