Sonntag, 16. Mai 2010

Saisonstart in Gladbeck






Start in die neue Saison







Endlich ist es geschafft. Nachdem ich die drei geplanten Halbmarathons und das Radrennen habe sausen lassen müssen, ging es heute zur Sache. 
Schon um 8:55h waren die alten Herren in der 2. Startgruppe dran. 1000 Meter Swim, 38 KM Bike und 10 KM Run standen auf dem Zettel.

Gewohnt früh um 7 Uhr, um jeder Hektik aus dem Weg zu gehen standen wir an der Startnummernausgabe im Gladbecker Freibad. 8 Grad kühl war die Luft, aber die Sonne zeigte sich sich schon. Blitzschnell war das Rad eingecheckt und der Wechselraum vorbereitet.
Die sonst übliche Anspannung vor dem ersten Saisonstart fiel dieses Jahr bei mir aus und so konnte ich mir in aller Seelenruhe den Start der ersten Gruppe ansehen. 10-11 Starter auf einer Bahn - mir schwante schon Böses, obwohl ich das gestern schon im Internet gelesen hatte. Ich bin ja bekanntermaßen nicht nur wasserscheu, Warmduscher und meide Menschenansammlungen - ich bin auch eine Bleiente. Meine eigene Erwartung über die 1000 Meter hatte ich in den letzten Tagen schon von 19 auf "ca 20" Minuten zurückgeschraubt.

Kurz vor knapp habe ich mich dann auch ins Becken bewegt. Zum Glück konnte ich die Mädchen am Beckenrand davon überzeugen, dass ich keine von diesen verwarzten Badekappen tragen wollte. Kaum im 24-26°C warmen (kalten!!) Wasser angekommen, stimmen wir noch kurz die anvisierten Zeiten ab, um einigermaßen koordiniert starten zu können. Mit 20 Minuten lag ich in guter Gesellschaft und bot an, als letzter zu starten. 3-4 wollten zwischen 16 und 19 Minuten schwimmen, der Rest in meiner Liga.
Die ersten 100 Meter waren irgendwie nicht so schön - vor mir wurde zu langsam geschwommen, so musste ich nach vorne und war irgendwie fünfter - bis jemand meinte, er wäre etwas schneller. Ich ließ ihn vorbei. Dummerweise verschleppte er das Tempo und ich schlug ihm ständig auf die Füße. Das ging mir (wie wohl auch ihm) auf den Geist, so dass ich nach weiteren 3 Bahnen wieder vorzog. Er hatte sich wohl etwas verzockt. Nach 500 Metern komme ich für gewöhnlich in meinen Rhythmus und kann dann "stundenlang" in den Tempo weiter schwimmen, was ich auch tat. Nach 900 Metern (erst) wurde ich von den schnellsten auf meiner Bahn eingeholt - die Schnellsten aus der Startgruppe waren da schon lange aus dem Wasser.

Nachdem ich mich mühevoll aus dem Becken gehievt hatte, der Rand des alten Becken liegt wirklich saumäßig hoch und ist für alte Männer mit Bandscheibenproblemen nur bedingt zum Ausstieg geeignet, zeigte die Uhr 19:46 Minuten an - was will man mehr?

Relativ rasch war der steinige Weg ins alt ehrwürdige Stadion nebenan bewältigt - ich vergaß meine Uhr zu drücken. Wie lange der Wechsel dauerte, weiß ich daher nicht, aber ich denke, das war OK, nicht übertrieben hektisch.

Auf dem Rad hatte ich wohl meine große Stunde. Die Oberschenkel brannten, aber ich hatte keine Lust, nachzugeben, auch auf die Gefahr hin, dass ich nicht mehr laufen konnte.  Nur dreimal wurde ich überholt, konnte aber wesentlich mehr einsammeln. Abgesehen von einenmAbschnitt mit sehr schlechten Asphalt und 2-3 winkligen Kurven, wobei in einer so ein Verkehrsberuhigungs-Dingens (Welle) eingebaut und somit nicht ganz ungefährlich ist, war die Strecke schnell, sehr schnell für meine bescheidenen Verhältnisse zu fahren. 7 Runden insgesamt waren es. Die Temperatur lag so bei 11 Grad - gefühlt deutlich kühler. Viele Teilnehmer hatten sich noch recht warm anzogen (lang/lang). Das war unter dem Strich etwas übertrieben.




Der Weltmeister von 2007 - Daniel Unger...

                                            

                                            ...und sein Fahrrad 










Nach 1:05h waren die 38 KM (inkl. 2x schieben in der Wechselzone) schon beendet. Das ist ein Schnitt von über 35 KM/h. Ich denke, spätestens heute hat sich gezeigt, dass das mir das Trainingslager auf Mallorca etwas gebracht hat.

Problemlos ging auch der zweite Wechsel über die Bühne, die folgenden 4 Runden auf geschotterten Wegen und im Stadion ließen sich gut laufen, die Bandscheibenprobleme machten sich nur in einen geringen Masse bemerkbar - Obwohl ich in dieser Woche neben einem "normalen" 15-KM-Lauf, einen schnellen 15-KM-Lauf mit neuer Jahresbestzeit und gestern noch einmal zügige 11 KM gerannt war.

Der inoffizielle Laufsplit: 37:48 Minuten - dass lässt darauf schließen, dass die Laufstrecke kürzer als 10 KM war - aber so what: Ich bin wieder in der Welt der Läufer angekommen.

Da wie gesagt, die offiziellen Ergebnisse noch ausstehen: Eine hohe 02:06h habe ich handgestoppt - gerechnet hatte ich mit 2:15h




Sonntag, 9. Mai 2010

Regen(erations)Woche

Nach der vielleicht einmalig schönen Woche auf Mallorca bin ich nach knapp einer Woche wieder richtig zuhause angekommen. Vor allem im Schietwetter.

Die ersten Tage waren echt schwer, die Gedanken noch auf dem Rad irgendwo im Tramuntana Gebirge.
Bis ungefähr Mittwoch hatte ich zudem einen unglaublichen Hunger. Selbst vor einer ganzen Packung MILKA-Herzen-Schokolade nach dem Abendessen habe ich nicht zurück geschreckt. Jetzt hat sich das ganze wieder eingependelt.
Trainingsmässig habe ichmir zwei komplette Ruhetage am Dienstag und Freitag gegönnt und mich wieder beim Fitnessstudio zurückgemeldet. Da kann ich ab Montag wieder loslegen. Dreimal Laufen schlagen mit 54 KM zubuche, Eine Stunde auf der Rolle. Schwimmen war ich leider nicht, obwohl ich es versucht habe (schwöre!).
Samstag stand ich um 8:15 vor dem Versmolder Bad. Dummerweise öffnen die während der Sommerzeiten erst ab 10 Uhr. Da stand ich dann wieder - allerdings war es schon vor dem Bad so voll, dass keine Hoffnung auf die vernünftige Benutzung der Bahn aussichtslos erschien.
Heute bin ich dann bei etwas wärmeren Temperaturen 4 1/2 Stunden auf den Spuren des "Belmer-Radmarathons", der gestern stattfand geradelt. Die Tour hatte ich mir aus dem Internet auf den Garmin geladen, der somit zu seinem ersten Test für die Transalp kam. Funktioniert einwandfrei, auch mit der Navigation nach Zieleingabe.

Für die kommende Woche muss ich mir noch einen Plan zurecht stricken. 
Am Sonntag steht nun definitiv der Start der Triathlonsaison für mich an. Nachdem ich alle Wettkampfstarts in diesem Jahr bisher abgesagt habe. Ich fühle mich einfach noch nicht so richtig in Form dafür. Auch ein Grund, warum ich heute weder beim vereinsinternen Sichtungswettkampf noch bei der Sprintdistanz in Hameln an den Start gegangen bin. Für den letzteren (ich war die letzten beiden Jahre dort) war es mir aber auch wirklich zu kalt.

Hoffen wir mal, dass es bis zum Sonntag wärmer und vor allem sonniger wird.

Montag, 3. Mai 2010

Mount Everest befahren

Was soll ich schreiben?

Eine unbeschreiblich schöne Woche hat heute früh um 1 Uhr ihr Ende gefunden.

Zunächst für die Statistiker unter den zwei bis drei  Lesern dieses Blogs:

8 Tage Trainingslager sind:
- 36:47:49h Training, verteilt auf
- 01:53:57h Schwimmen
- 29:11:15h Rad fahren ( 8Mal / 806 KM / 8.819 HM)
- 05:12:37h Laufen ( 7Mal / 63,5 KM / 209 HM)
- 30 Minuten Stabi mit Heidi Jessberger kommen auch noch dazu
- knappe 19.000 Kcal habe ich dafür verballert.

Mit 8819 Höhenmetern auf dem Rad fehlen mir noch 30 HM bis zum Gipfel des Mount Everest. Nehmen wir also mal an, dass ich die beim Laufen wett gemacht habe  ;-))

Also, noch mal zurück zum Anfang: 
Über die Erlebnisse am Sonntag und Montag hatte ich ja schon kurz berichtet. Holger und ich blieben während der gesamten Woche beim Radfahren mit der "schnellen" Gruppe zusammen. Die Gruppe bestand aus 11-15 Teilnehmern. Ein überschaubares Feld also, dass sich von Tag zu Tag besser zusammenfand. Jeder hat sich mit toll mit eingebracht und während der Flachpassagen Führungsarbeit übernommen.
Im Gegensatz zu den anderen Radgruppen haben wir mit Ausnahme der letzten gemeinsamen Ausfahrt auf Kaffeestops komplett verzichtet - dafür kennen wir jetzt einen Großteil der Tankstellen auf der Insel. Hier haben wir regelmäßig angehalten, um Wasser, Cola und sonstige Energieträger nachzuladen.

Dank unseres "Guide" Arne Dyck von triathlon-szene.de haben wir traumhaft schöne Wege und Straßen abgefahren, die der Pauschalurlauber auf Mallorca wohl nur selten zu sehen bekommt. Dazu noch die zu dieser Jahreszeit grüne Umgebung und frühlingshafte Düfte.

Nachdem am Montag die erste Bergetappe nach Lluc auf dem Programm stand, war die 122 KM-Ausfahrt am Dienstag nach dem Nüchternlauf am Morgen dann doch eher flach, aber nicht weniger schön. Diesen Tag brauchten wir noch, um uns besser zusammen zu finden.

Mittwoch: Ruhetag. Na ja. Auf dem Plan jedenfalls. Zusammen mit einem Kollegen bin ich dann in aller Seelenruhe die schöne Runde zum Cap Formentor gefahren. In meinen eigenen Spuren sozusagen. Dieses war genau die Strecke, die ich gefahren bin, als ich zum allerersten Mal auf einen Rennrad gesessen habe! Damal s mit einem Höchstpuls von 173 (94,5% v. Maximalpuls), heute mit 152 (83%) und mit nur wenig gefühlter Anstrengung  ;-)




 
Am Abend sind wir mit einer 15köpfigen Gruppe in eine Tappas-Bar nach Palma gefahren, der freucht-fröhlich viel zu früh endete. Mann, war der Rotwein lecker.

Der Wein war es dann wohl auch, der mich am nächsten Morgen, ohne jegliche Kopfschmerzen die die beiden Bergetappen nach Randa und San Salvador hochtrieb. Die Bergwertung auf dem Randa konnte ich als 4. beenden, der Sieg auf dem San Salvador ging an mich. Unmittelbar nach unserer Rückkehr ins Hotel liefen wir noch ganz locker eine 5,6 KM Runde.



Am Freitag ging es ganz gut zur Sache. Unsere Königsetappe über den "Orient", "Sollér" und dann den 16 KM langen "Puig Major". Nachdem ich die ersten zwei als 4. hoch kam, war ich auf dem 3. Berg dritter der inoffiziellen Wertung. Ich hätte nicht gedacht, dass ich ohne wirkliches Bergtraining da so gut hoch komme. Bergziege wohl.
Dafür hapert es beim Ortsschildsprint - da brauche ich im Prinzip erst gar nicht antreten.












Samstag, 1. Mai.
Zunächst ein Nüchternlauf über knapp 9 KM vor dem Frühstück. Anschließend 1 Stunde Schwimmtraining und um 14:00 Uhr unsere Abschlussfahrt - die erste  mit einem Kaffe (ohne Kuchen)-Stop auf dem Marktplatz von Petra.

Der Hammer kam danach: Auf dem Plan stand ein lockerer Koppellauf. Das müssen Hilmar, Holger und ich irgendwie falsch gedeutet haben. Wie dem auch sei. Wir hatte wohl so gute Beine, dass der Lauf schlussendlich zu einem Ausscheidungsrennen über 8,3 KM wurde. Dass ich am Ende vorne lag freut mich. Mehr aber freut es mich, dass ich endlich mal wieder so schnell rennen konnte. Das macht Mut.

Sonntag - Abreisetag.
Holger und ich hatten beschlossen, vor dem Frühstück noch eine Stunde zu laufen. Auch dieses Läufchen wurde irgendwie immer zügiger, die letzten 2 KM waren schon wieder kurz vor dem Anschlag. Da schmeckt das Frühstück umso besser.
Die Zeit wurde knapp. wir mussten noch packen und auschecken - obwohl wir erst am Abend die Rückflüge gebucht hatten. So fehlten uns nachher rund 5 Minuten zur Abfahrt der letzten verbliebenen Radgruppen.
Wir beschlossen, eine ruhige Fahrt zur Eremita Betlem zu machen, die ich von meinen vorherigen Aufenthalten auf Mallorca kannte. Irgendwie war der Druck in den Beinen nicht da und der Bewegungsapparat wollte auch nicht so richtig. Also blieb uns kaum etwas anderes übrig, als uns in Artá auf dem Marktplatz einen Kaffee in der Sonne zu gönnen, bevor wir die traumhaft schöne Strecke nach Betlem in Angriff nahmen.
Auf dem Rückweg flogen wir nur so über den Asphalt. Alles musste raus...


... und alles haben wir richtig gemacht. Nachdem wir unsere Räder geputzt und abgegeben hatten, zogen bereits dicke Wolken von Süden auf. Den ersten Regen bekamen wir ab, als wir frisch geduscht nach Can Picafort zur Standpromenade gingen, um dort unser erstes Mittagessen der Woche, eine Pizza, einzunehmen.

Holgers Rückflug wurde, obwohl wir gleich gebucht hatten, um eine Stunde vor verlegt. Ich entschied mich zusammen mit ihm und einigen anderen Campbewohnern, mit denen wir uns in dieser Woche sehr gut verstanden hatten, den früheren Bus um 16:45h zu nehmen. So waren wir halt ein wenig länger zusammen. Da ich den letzten Flugtermin hatte, konnte ich die anderen jeweils zum Flugsteig begleiten und verabschieden.

Um so größer war die Überraschung, dass Holger in dem Flugzeug saß, mit dem auch ich flog. AirBerlin hatte kurzerhand einen der beiden Flüge nach Münster storniert, so dass gut die Hälfte der Passagiere über eine Stunde länger in der üblen Luft des Flugzeugs auf dem Rollfeld ausharren musste. Da die Sitzplatzbuchungen dadurch ihre Gültigkeit verloren, flog Holger wieder in meinem Windschatten - so wie schon fast den ganzen Tag. Wie kann man nur so unselbständig sein, Meister?  ;-))

Um 1 Uhr heute früh setzten mich Graciana und Holger zuhause ab. Ich bin heilfroh, dass ich heute noch einen Tag frei hatte - ich wäre wohl nur sehr schwer aus dem Bett gekommen.

Als Fazit dieser Woche kann ich sagen, dass ich mich darüber freue, mit dieser Truppe unterwegs gewesen zu sein, dass wir ohne Stürze und Verletzungen die 18 Trainingseinheiten (bei mir) bewältigt haben, und dass wir ein so dermaßen großes Glück mit dem Wetter hatten, dass nach unserer Abreise komplett umgeschlagen ist.

Die Freude über einen 15 KM-Lauf bei so eben 10°C heute Nachmittag hält sich in Grenzen. Andererseits freue ich mich auf die bald startende Triathlonsaison - besonders auf die Mitteldistanz in Hannover am 6. Mai.

Wahrscheinlich fällt mir später noch mehr zu dem Thema ein - ich lasse Euch das Wissen.

Montag, 26. April 2010

Die ersten beiden Tage

Gestern um 02:30h gings los. Holger hat mich zuhause abgeholt und mit zum Flughafen genommen. Hier musste ich dann erstmal 50 EUR für 5 KG Übergewicht des Koffers bezahlen  :-(

Der Anflug auf Palma gestaltete sich etwas merkwürdig. Nachdem wir die Insel von oben im aufgehenden Sonnenschein betrachten konnten, lag der Flughafen (und nur der) unter einer sehr dichten Nebeldecke. Bereits im Sinkflug zog der Pilot das Flugzeug wieder hoch, um nach einer Runde einen neuen Landeanflug zu unternehmen.
Um halb zehn waren wir dann bei strahlendem Sonnenschein im Hotel Bluebay Resort in Can Picafort ein. Die Zimmer waren bereits bezugsbereit und eine halbe Stunde später hatten wir auch unsere Rennräder abgeholt und montiert.
14:00 Uhr: eine erste lockere Radeinheit über 2 Stunden lag an. Locker, war es zwischenzeitlich nicht ganz - dafür hat es aber unheimlich viel Spaß gemacht, bei dem Wetter und mit Gleichgesinnten Sport zu machen.
Ein wirklich sehr lockerer Lauf über 40 Minuten schloß sich dem an. Bis dahin wußte ich nicht, dass ich so langsam laufen kann.


Heute früh um 10 Uhr sind wir in 6 Gruppen zu einer einer bergigen 3:30h Ausfahrt aufgebrochen. Wir hatten uns für die "schnellste" Gruppe entschieden - was auch gut so war. 105 KM wurde die Runde über Kloster Lluc lang.
Vor dem Abendessen gab es eine Stunde Techniktraining mit Ute Mückel im herrlich warmen Pool.

Die Temperaturen liegen bei ca 25°C, strahlend blauer Himmel, das azurblaue Meer soll auch so um die 20 Grad haben. An den Füßen schien das auch so zu sein.

Samstag, 24. April 2010

In 10 Stunden...

.. landen wir in Palma . Ich freue mich schon!
Der Traingsplan sieht recht gut aus: 33:45h teilen sich so auf:

Sonntag: Anreisetag
              14:00h für die, die schon da sind (ich!!): 2 h lockers Rad fahren
              17:00h  0:45h laufen
              20:00h  Begrüßung

Montag; 07:30h  1h Schwimmtraining mi Ute Mückel
              10:00h   3:30h Rad GA1, bergig
               18:00h  0:30h Stabi mit Heidi Jesberger

Dienstag: 08:00h Nüchternlauf GA 1, 0:45h
               11:00h Rad GA1, 04:30h
               17:00h Schwimmtraining mit Ute Mückel, 1h
               20:00h  Voprtrage von Arne Dyck

Mittwoch  Ruhetag
                 16:30h Schwimmtraining mit Ute Mückel, 1h
                 Optionaler Abendausflug nach Palma

Donnerstag: 07:30h Schwimmtraining mit Ute Mücke, optional
                   10:00h Rad GA 1 mit 2-3x ca 15' KA1 - 4h
                    anschl. Koppellauf 30 Min
                   20:00h Vortrag Ute Mückel

Freitag: 07:30h Schwimmtraining mit Ute Mückel, 1h
            09:30h Rad - Königsetappe  6h
            18:00h Stabi mit Heidi Jesberger

Samstag: 08:00h Nüchternlauf  0:45h
               10:00h Rad GA1  3h
               17:00h Schwimmtraining mit Ute Mückel
               20:00h Votrag u. Verabschiedung, Jürgen Sessner

Sonntag: 07:30h Schwimmtraining mit Ute Mückel
               10:00h Rad, lockeres ausrollen, 2h
               24:00h Anunft Münster Flughafen

Sonntag, 18. April 2010

3 Tage noch...

Der Rückzug hat begonnen. Chef sagt, dass ich in Versmold dringender benötigt werde, als hier in England. Zusätzlich zu der ohnehin ausreichend vorhandenen Arbeit wartet noch ein neues Projekt auf mich.

Am kommenden Mittwoch fahre ich zurück. Damit werden aus den max. 6 Monaten "nur" knapp 2. Im Gegensatz zu der Aktion vor 3 Jahren kann ich aber sagen, dass ich mich diesmal wirklich wohl gefühlt habe, mal abgesehen von der Entfernung zu meiner Familie. Das Umfeld stimmt, der Kollege auch, in der Freizeit konnte ich ausreichend trainieren und auch die gesunde Ernährung ließ entgegen der allgemeinen Meinung, keine Wünsche offen. 2 Monate ohne jegliche Junk-Food, fast komplett ohne "rotes" Fleisch - und das auch nur, an den 4 Wochenenden, an denen ich zuhause war. Viel Vegetarisches Essen, Müsli, etwas Gemüse und nicht zu vergessen: mein geliebter Käse und das Bier  ;-)

Im Training habe ich mich ganz gut gehalten.
- Über 560 KM auf dem Moutainbike seit dem 1. März (plus 210 KM Rennrad zuhause)
- 337 KM Lauf-Kilometer
- 3 h Gymnastik und Dehnübungen für die die Beine und die Wirbelsäule
und geschwommen bin ich auch ein wenig: 26 KM

Sowohl am Osterwochenende als auch 2mal hier in Dunstable habe ich Radeinheiten von mehr als 4 Stunden absolviert. Problemlos.
Beim Laufen fühle ich mich seit rund 14 Tagen besser. Heute, bei Sonnenschein und warmen Temperaturen habe ich mich fast wohl gefühlt und bin die hügelige 17,5 KM-Runde in 1:18h gelaufen. Dabei wollte ich das eigentlich ruhig angehen lassen. Im Anschluss daran bin ich noch 1h Rad gefahren mit ein paar fiesen 14% Rampen garniert. Da hat das Guinness in der Frühlingssonne umso besser geschmeckt. Jetzt meckert die Bandscheibe allerdings wieder ganz schön mit mir.

Ich denke, die erste Mitteldistanz könnte schon jetzt kommen.

Zunächst lockt aber das Trainingslager auf Mallorca ab nächsten Sonntag. Wollen wir mal hoffen, dass sich die Vulkanasche bis dahin dünne gemacht hat. Von mir aus kann sie wiederkommen, nachdem wir gelandet sind  ;-))

Sonntag, 4. April 2010

Frohe Ostern!

Es wird ja wohl mal wieder Zeit, hier zu posten. Der eine regelmäßige Leser hat schon nachgefragt, was los ist...

Nichts ist los. Nichts weltbewegendes jedenfalls.

Die letzten 6 Wochen in England sind wie im Flug vergangen, 3 davon war ich komplett dort. Im Gegensatz zu meinem Aufenthalt in Dover vor 3 Jahren fühle ich mich diesmal wirklich wohl. Nur die Entfernung zur Familie stört ein wenig - zumindest am Wochenende. Wenn ich nach den Trainings "nach Hause" komme, wird es langweilig.
Aaaber: Geänderte Umstände in der Firma haben ergeben, dass mich mein Chef "schnellstmöglich" wieder in Versmold sehen will.
Schnellstmöglich heißt in diesem Fall: am 23. April ist Schluss in Luton. Danach habe ich eine Woche Urlaub (Trainingslager auf Malle bis zum 02. Mai.).
Meine Mission muss ich dann also doch irgendwie von Deutschland aus beenden, während hier schon die nächsten Aufgaben auf mich warten. Zum einen personelle Veränderungen in meiner Abteilung, zum anderen eine Softwareeinführung, für die ich mich nicht nur brennend interessiere, sondern auch als Key-User vorgesehen bin.

Zum Spocht.

In Luton habe ich zwangsläufig das Laufen etwas intensivieren können bzw. müssen. Meine Trainingsrunde ist dort hügelige 17,5 KM lang. 3x wöchentlich laufe ich sie mit mehr oder eher weniger Spaß an der Sache.  Die ersten 5 KM auf sehr belebten, engen Hauptstraßen zum Teil ohne Fußweg. Wenn es denn einen gibt, ist er sehr uneben, überwuchert und von  (Dornen-)Hecken begrenzt. Die folgenden 12 KM laufe ich durch die Städte Luton und Dunstable. Eine Fußgängerzone ist dabei, wo etwas Schlangenlinienlaufen angesagt ist. Das Viertel wird offenbar überwiegend von Muslimen bevölkert. Da möchte ich keinen unnötigen Ärger provozieren und eiere ein wenig herum.

Als Läufer wird man in England offenbar nicht so richtig ernst genommen. Kaum jemand macht Platz, auch wenn genügend Platz da wäre und wenn der Läufer rechtzeitig gesehen wird. Manchmal habe ich den Eindruck, dass man mir absichtlich in den Weg geht.
Autofahrer legen es definitiv zeitweilig darauf an, so durch die Pfützen zu fahren, dass man garantiert einen Schauer von der Seite abbekommt. Das ist mir hier schon mehrfach passiert.

Dazu gehe ich 2x wöchentlich vor der Arbeit in den Pool. Mal abgesehen von den hygienischen Bedingungen (die aber doch wesentlich besser sind, als die seinerzeit in Dover), ist das für mich eine ganz angenehme Sache.
3 abgeteilte Bahnen - eine davon bislang immer mit Schwimmern in meinem Tempo besetzt (nie mehr als 3-4 auf einer Bahn), dazu kein Treibholz, wie in Versmold. Hier wird schon morgens ordentlich Dampf gemacht - auf den Nebenbahnen jedenfalls.
Am angenehmsten ist die Wassertemperatur: mollig warm - so wie in Versmold am Samstag und Sonntag beim Warmbadetag - nur dass in Dunstable jede Tag Warmbadetag ist.
Die Duschen sind einmalig. Männer und Frauen gemischt - Trikotwechsel entfällt. Auch ein Vorteil zum Hallenbad in Dover: Das Wasser fließt ab. Stinkt zwar irgendwie ein wenig nach Gulli, aber der starke Chlorgeruch am eigenen Körper, auch nach dem Duschen mit Duschbad, übertüncht das ganz locker für die nächsten 24 Stunden.


Neulich gab es schon vor dem Frühstück ekeliges zu sehen. In der Sammelumkleide stand ein Opa - gute 75plus. Faltig, Hängebauch und auch sonst wenig schön anzusehen. Aber das bringt wohl das Alter so mit sich. Keineswegs fett oder so. Aber: aus den Augenwinkel betrachtet, dachte ich, er hätte eine Windel an - weil er vielleicht nicht ganz dicht hält. Oder so.
Mit einem schon üblen Geschmack auf  der Zunge musste ich widerwillig genau hinsehen. STRINGTANGA!! Blau-Weiß-Geblümt. Also, das Geht ja gar nicht im prüden England! Dann schon lieber gemischt duschen...

Ansonsten bewege ich so oft es irgendwie geht, das Mountainbike. Sei es den kurzen Weg zur Arbeit zum einkaufen und auch, und das kommt max einmal die Woche vor, auf ein Bier in die Pinte.
An den Wochenenden konnte ich einige schöne Ausritte in die Umgebung unternehmen. Man glaubt garnicht, wie hügelig das hier ist. Der Asphalt ist zwar sehr grob und oft von Löchern (ich muss mich mal abseilen, um zu sehen, wie tief die sind) übersät, aber es macht Spaß in dieser Gegend zu fahren. Übernächste Woche nehme ich das Rennrad einmal mit, bevor ich dann nach Hause komme.


Die bis gestern geplanten 3 Halbmarathons habe ich alle sausen lassen müssen. Ich bin körperlich dazu einfach nicht in der Lage.
Nicht, dass ich keinen Halbmarathon laufen könnte - aber ich bin vermutlich 10-15 Minuten langsamer (bei deutlich höherer Anstrengung), als noch vor einem Jahr, als ich eine neue Bestzeit angepeilt hatte.

Mir fehlt irgendwie fast ein Jahr kontinuierliches Lauftraining, das muss ich erst wieder aufholen, und vor allem mit einigermaßen erträglichen Schmerzen laufen können.

Für morgen steht mein zweites Radrennen (Rund um Köln) auf dem Plan. 126,8 KM sollen es werden - allerdings entscheide ich erst morgen früh, ob ich tatsächlich an den Start gehe.
Das Wetter ist nicht mein Wetter und zudem habe ich zuhause noch reichlich zu tun, nachdem schon das letzte Wochenende, Karfreitag und Samstag von Renovierungs- und Tapezierarbeiten geprägt waren.