Sonntag, 19. April 2009

Selbstzweifel und Zwiegespräche

So.
Die Woche der Wahrheit bricht an oder über mich herein ;-)

Die üblichen Zweifel tun sich auf. Habe ich genug und qualitativ gut trainiert? Der "Schweinehund" und "Engelchen", die gute Seele duellieren sich, wie jedes Mal, wenn ich mir etwas vorgenommen habe.

"Engelchen"
Ja sicher: 1.014 Lauf-KM in diesem Jahr sprechen eine deutliche Sprache.
Ja sicher: Schließlich war ich schon im Winter Trainingsweltmeister!

"Schweinehund"
Nein, Blödmann: Was kümmert dich der Winter? JETZT muß die Form da sein. Statt dessen bist du müde, kaputt und durch die Bandscheibenschmerzen kannst du nicht laufen! Idiot!
"Engelchen": nicht jetzt: am nächsten Sonntag. Außerdem bin ich 3 gute Halbmarathons im Vorfeld gelaufen
"Schweinehund": Aber in dieser Woche hast du's übertrieben! Mußte das Radrennen sein("Engelchen" murmelt: ja!)?
"Schweinehund": Und gestern? Was war da? 2,7 KM Schwimmen, 44 Radfahren und anschließend noch 10,5 KM Tempolauf?
"Engelchen": OK, das war nicht so clever, ich war aber einfach gut motiviert und gut drauf
"Schweinehund": und warum bist du heute schon nach 40 Sekunden wieder zurück gewesen, als du 2 Stunden laufen wolltest?
"Engelchen": das hat mit Sport nichts zu tun, ich habe mir gestern den Rücken verdreht. Außerdem bin ich heute Nachmittag laufen gewesen, zwar keine 2 Stunden, aber doch 15 KM.
"Schweinehund": 5,2 KM Schwimmen, 251 KM Rad und 56 KM Laufen - eine Woche vor dem Marathon sind Schwachsinn!


Theoretisch: ja. Praktisch vielleicht auch. Aber Spaß hat es trotzdem gemacht.
Daher werde ich es in der nächsten Woche etwas ruhiger angehen lassen. Samstag ist dann bestimmt ein Ruhetag, abgesehen vom Herumgerenne in Hamburg.

Den Rücken werde ich wahrscheinlich durch schwimmen wieder hinbekommen. Das allerdings gestaltet sich etwas komplizierter: Das Bad in Versmold hat jetzt für 2 Wochen geschlossen, d.h. ich muß nach Osnabrück ins Nettebad ausweichen. Da die dort erst um 6:30 h aufmachen, und ich ca 1 Stunde schwimmen muß, damit der Rücken etwas davon hat, kolldiere ich etwas mit meiner Arbeitszeit :-o

Dienstag wird wohl auch ein Ruhetag, der erste seit 5 Wochen: Da haben wir abends eine Geburtstagsfeier vom Chef. So mit Grillen und Bier... Na ja - ich komme besser mit dem Rad und schreibe mir ein paar gemächliche KM ins Trainingstagebuch und die Flüssigkeitszufuhr verhindert vorzeitige Dehydration.

Cheers!

Donnerstag, 16. April 2009

Platzierung in Köln


Den Halbmarathon noch in den Beinen und schon ein Radrennen gefahren.

Die Platzierung in Köln bin ich im lezten Eintrag noch schuldig geblieben:

Platz 358 von 825 Männern und 34 Frauen (AK Platz 129 / Masters 2)
Die offizielle Zielzeit war 03:15:25h
Damit bin ich bestens zufrieden.

Montag, 13. April 2009

Platz 65 (6) in Paderborn

juuut!
Ein Wetter zum Helden zeugen - oder so.

Die Kar-Woche fing recht anstrengend an. Nachdem ich am Sonntag 32 KM gerannt war, bin ich am Montag 20 KM und am Mittwoch noch einmal 18,5 (mit Bergwertung) gelaufen. Das war dann auch genug des Guten für die Laufmuskulatur; zumindest bis Samstag.

Geschwommen bin ich auch. Immerhin zweimal.

Das XXL-Osterwochenende:

- Karfreitag: 100 Rad mit Tim, Ralf und Dave Richtung Warendorf/Telgte/Ostbevern. Sagenhaft, was die drei für (fahrbare) Wege treffen. Es passiert mir selten, dass ich nicht weiß, wo ich gefahren. Freitag war es soweit. Hat mir, besonders bei dem Bilderbuchwetter, großen Spaß gemacht und es war nicht zu anstrengend.

- Samstag: Nach ein wenig Haus- und Gartenarbeit bin ich mittags nach Paderborn zum Osterlauf gefahren. Hier hatte ich mir ja eine neue persönliche Bestzeit erhofft und darauf hin trainiert.
Es war "Reiner-Döpke-Wetter". Sonne, 25 Grad. Aber: Für die Jahreszeit zu warm. Damit kam ich wohl noch nicht klar. Ab KM 13/14 bin ist stetig etwas langsamer geworden. Immerhin bin ich erst auf den letzen beiden KM von zwei Läufern überholt worden, bis dahin war ich trotz aller Widrigkeiten, auf der Überholspur.

Als Gesamt-65. (Altersklassen Pl. 6) habe ich das Ziel ziemlich am Limit nach 1:27:31h erreicht. 1:24 Minuten langsamer als vor zwei Wochen in Gütersloh. Es scheint mir allgemein ein recht langsames Rennen gewesen zu sein, was wohl dem Wetter geschuldet sein wird. Von daher bin ich dennoch gut zufrieden.
Zufrieden auch deshalb, weil mir nach dem doch anstrengenden Laufs nichts (!) weh getan hat. Auch kein Muskelkater oder so.

- Sonntag: Mehr oder minder ein Ruhetag. Zunächst habe ich die Startunterlagen in Köln für das Radrennen abgeholt und bin anschließend mit Jennie noch knapp 50 KM Rennrad gefahren.

- Ostermontag: Rund um Köln - 100 KM Challenge.
Um kurz nach 5 Uhr früh bin ich dann mal los. Dunkelheit ist ja um die Uhrzeit nichts Ungewöhnliches - aber die Nebelbänke erforderten dann schon um die Uhrzeit hohe Konzentration.
Um kurz nach 7 Uhr war ich pünktlich am Messegelände in Köln und baute bei frischen Temperaturen, so um die 11 Grad mein Rad zusammen. Eine große Kleidungsfrage stellte sich nicht wirklich. Ich war aufgrund der positiven Wettermeldungen auf Wärme eingestellt. Also: kurz/kurz und als notwendiges Übel ein Hauch von Windjacke darüber, um auf dem Weg und vor dem Start nicht komplett auszukühlen. Um 8:30h war ich dann am Start in Leverkusen, eine Stunde vorher. Es wurde zwar hell, aber der Nebel lichtete sich nicht - was auch während des ganzen Rennens so bleiben sollte.

Im Startblock B traf ich dann noch Holger Steuer aus Dissen, der mit seiner Truppe ebenfalls das erste Mal bei einem Radrennen dabei war. Kurz vor dem Start verstaute ich die dünne Jacke in meinem Shirt, noch immer in der Hoffnung auf wärmeres Wetter. 12°C zeigte das Thermometer jetzt an. Pünktlich um 09:30h ging es los. Zunächst Block A, zwei Minuten später wir. Es ging gleich richtig zur Sache. Na ja - ein Radrennen halt und keine RTF.
Ich versuchte, auf den ersten Kilometern nicht direkt mitzuhalten, war mir sicher, dass sich das Tempo noch regulieren würde. Dennoch: die ersten 10 KM lagen schon nach etwas über 15 Minuten hinter uns...
Um ehrlich zu sein: Ich habe von der Strecke nicht so furchtbar viel mitbekommen, war überwiegend damit beschäftigt, Anschluss zu halten oder nicht zu stürzen. Hinzu kam der Nebel, der sich unangenehm auf der Brille niederschlug und die Sicht zusätzlich verschlechterte.
Besonders das Anschluss halten ein einen Zug war wichtig. Einen Moment nicht aufgepasst und die Gruppe, will sagen: der Windschatten war weg. In dem Fall wurde es schwer, das Loch zu zufahren und wieder Anschluss zu bekommen. Das kostet unnötig Energie. Fallweise hatte ich noch einige andere Fahrer hinter mir, so dass wir uns mit der Führungsarbeit abwechseln konnten. Im ungünstigsten Fall muss man eben warten, bis der nächste Zug kommt...
Insgesamt gesehen kam ich recht gut durch, besser als erwartet.

Zwei oder dreimal hatte ich die Situation nicht so ganz unter Kontrolle. Eine Kurve fast zu spät gesehen und so eben noch geschafft, einmal verbremst und irgendetwas war noch...

Insgesamt 8 Anstiege mit bis zu 12% Steigung lagen auf der Strecke, knapp 1200 Höhenmeter insgesamt. Mit dabei war die Kopfsteinpflasterpassage am Schloss in Bensberg, die zweimal zu fahren war. Das erste Mal war OK, beim zweiten Mal waren auch die Teilnehmer der 60-KM-Challenge mit dabei. Das führte dazu, dass das Nadelöhr am Anstieg schnell zu war, und wir schieben müssten. Na ja...
Dummerweise sprang mir auf der unmittelbar danach folgenden Abfahrt die Kette ab, so dass ich zunächst "meine" Gruppe und geringfügig Zeit verlor. Trotz Beidem hatte ich noch einen Schnitt von 31,8 KM/h auf diesem 10-KM-Abschnitt.
Die letzten 30 KM waren dann wieder easy und schnell zu fahren.
Nach ca. 3:17h war ich im Ziel in Köln. Das offizielle Ergebnis fehlt momentan noch.

Das war dann auch mein erstes Radrennen. Eine Erfahrung, die es wert war, gemacht zu werden - allerdings auch mit einem relativ hohen Risiko verbunden. Der Reiz der Geschwindigkeit und des Gruppenerlebnisses auf der einen - das potentielle Verletzungsrisiko auf der anderen Seite. Ich muss das erst einmal sacken lassen und dann entscheiden, ob ich vielleicht im Oktober ein zweites Radrennen in Münster angehe.


Die nächsten beiden Wochen werden ich nun ruhig angehen lassen und mich auf Hamburg vorbereiten.

Sonntag, 5. April 2009

Rolle adé...

... hoffe ich jedenfalls für diese Saison.
Das Wetter und die Temperaturen sind ansprechend und laden quasi selbst mich zum Radfahren auf der Straße ein. In dieser Woche habe ich die Einladung dreimal angenommen. Montag nach Feierabend mit dem Büffelrasch eine 51 KM-Runde, Freitag hat es dann nur zu 36 KM mit dem Rennrad, das ich frisch aus der Inspektion abgeholt hatte, gereicht. Ausfallen musste die geplante lange Radeinheit am Wochenende - zugunsten von Gartenarbeit und dem säubern unseres kleinen Teiches. Allerdings bin ich danach noch gut 43 KM zusammen mit Jennie locker ge-rennradelt. Flach um den Feldmarksee. Jennie war danach ganz schön platt ;-))

Laufen: Am liebsten hätte ich das diese Woche komplett eingestellt und nur Rad gefahren. Am Montag nach dem Halbmarathon liessen sich die Schmerzen noch einigermassen aushalten, Dienstag (zwei Tage nach einem Wettkampf ist es immer am Schlimmsten): Jede Bewegung habe ich gemerkt, jede Muskelfaser in den Beinen und im Rücken meckert. Am Donnerstag wurde alles langsam besser. Heute (Sonntag musste dann der lange Lauf sein. 31,8 KM. Temperaturen knapp über 10 Grad, wenig Wind, wolkig, zwischendurch Nieselregen. Ideale Trainingsbedingungen. Nach knapp 5 KM verschwand auch der Muskelkater von der Gartenarbeit und die Beine liefen fast alle. Entgegen den üblichen Beschwerden der Dehydrierung ab KM 20 konnte ich diesmal locker durchlaufen 2:24:16h sind recht ordentlich und geben Selbstvertrauen für den Hamburg-Marathon in 3 Wochen. Ehrlich gesagt: vor dem Lauf hatte ich Angst, unterwegs liegen zubleiben. Warum auch immer...

Schwimmen: Muss auch mal sein, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Letztendlich hat mich nur das Ziel, mindestens einmal pro Woche schwimmen zu gehen, ins Bad getrieben. 2,6 KM - das sind zu wenig, nächste Woche mindestens 2, besser 3 Mal. Das würde sich auch ganz gut treffen, weil ich ja mit dem Laufen etwas kürzer treten muss.

Gut es sonst noch etwas Neues? Ich glaub' nicht. Außer, das schon das erste Quartal 2009 passé ist.
Das macht in Summe:

Schwimmen: 22x 57,1 KM 20:07h
Rad fahren: 37x 1.862 KM 57:50h
Laufen : 50x 909 KM 67:42h

Karfreitag: eventuell eine RTF oder längere Radausfahrt
Ostersamstag: Halbmarathon Paderborn: Ziel: 1:25 oder schneller
Ostermontag: Radrennen 100 KM "Rund um Köln"

Ach so, ja was auch noch wichtig ist: Wir haben heute Abend endlich angegrillt und der (Weizen-)bierkonsum stiegt auch (noch schön, aber notwendig und lecker ;-))

Sonntag, 29. März 2009

Frühling: der Regen wird wärmer und die (Lauf-)zeiten) kürzer

Puuh...
Die Woche war einmal mehr anstrengend. Zumindest gefühlt, weil ich mich gesundheitlich nicht so richtig auf der Höhe fühle. Wohl noch Nachwirkungen der Erkältung.

Los ging es am Montag mit dem Läufchen über 24 KM, bevor ich mich am Dienstag tatsächlich zum Frühschwimmen und abends zu einer 16 KM-Runde aufraffen konnte. Am Mittwoch dann eine ziemlich anstrengende Radeinheit auf der Rolle, die mir nachhaltige Schmerzen in beiden Oberschenkeln einbrachte. Donnerstag dann eine schnelle 11 KM-Runde. Freitag Frühschwimmen und abends locker mit noch immer "dicken" Beinen auf der Rolle gestrampelt.
Samstag war dann Schietwetter, selbst die Gartenarbeit fiel dem Regen zum Opfer, als ich endlich soweit war und beginnen wollte (habe ich auch). Alternativ noch einmal 45 KM zügig auf der Rolle. Das obligatorische Wochenend-Mittags-Nickerchen, nicht zu vergessen. Das sollte ich jeden Tag machen...

Heute früh habe ich mich dann entschieden, doch in Gütersloh und nicht in Lohne zu starten. Eine äußerst gute Entscheidung, wie sich später im Gespräch herausstellen sollte: Der Lauf in Lohne fand bereits gestern statt ;-)))

In Gütersloh hingen die letzen Regenwolken noch am Himmel, als wir um 11:25h an den Start gingen. 6 Grad, feucht-kalt - eigentlich gar nicht mein Wetter. Aber wider Erwarten liefen die Beine fast von selbst, zumindest auf den ersten Kilometern. Ich befürchtete schon, dass sich das schnelle Anlaufen im weiteren Verlauf bitter rächen würde, aber ich konnte ein konstantes Tempo von zwischen 3:58 und 04:06 Minuten/KM laufen. Auch auf einem sehr matschigen / rutschigen Teilstück änderte sich das nicht wesentlich.

Eine kleine Schwäche konnte ich mit etwas trinken bei KM 11, 13 und 16 überbrücken. Das erste Mal, dass ich bei einem Halbmarathon was Wasser getrunken habe.

Schwerer wurde es ab KM 13/14, als ich die letzten vor mir sichtbaren Läufer ein- und überholt hatte. Ich hatte dann das Glück, dass einer von ihnen mitlaufen und wir uns gegenseitig ins Ziel ziehen konnten. Witzig: mit dem Läufer war ich schon in Münster vor zwei Wochen die letzten KM gelaufen.

Die letzten 4 KM waren richtig schwer. Mehr ging dann nicht.
Platzierung: 01:26:07 / Platz 18 gesamt / Platz 2 Altersklasse 45. Immerhin und unerwartet mehr als 2 Minuten schneller als in Münster.
Im Ziel: Männer 246, Frauen 54

In zwei Wochen, am Ostersamstag steht in Paderborn der dritte Halbmarathon auf dem Zettel. Mal sehen, was da noch geht.
Zu sehr überziehen darf ich das nicht, wenn ich Ostermontag tatsächlich die 100-KM-Runde beim Radrennen "Rund-um-Köln" gut fahren und den Hamburg-Maraton unter 3 Stunden finishen will. Letzteres wird trotz der derzeit guten Zeiten auf den Unterdistanzen ein sehr schweres Stück Arbeit - ich wüßte momentan nicht, wie ich die doppelte Distanz in einem ähnlichen Tempo laufen könnte.

Apropos Radrennen: Mein Rennrad habe ich zur Inspektion und durchsicht gegeben. Da wird einiges fällig werden: 2 neue Kettenblätter vorne, das Ritzelpaket hinten und eine neue Kette sowieso... Donnerstag soll es spätestens fertig werden. Dann kommt vor Ostern auch noch der Büffel dran.

Montag, 23. März 2009

Wochenschau 12

Ich hatte es ja angekündigt: Nur das Nötigste und regenerieren.

Vorab: von einer Regeneration merke ich leider nichts. Ich bin total platt und müde.
Dabei habe ich tatsächlich nur am
- Montag 24 KM gelaufen.
- Dienstag bis Donnerstag war ich in England unterwegs, hatte zwar meine Laufsachen dabei, aber eben nur dabei...
- Freitag: 16,3 KM-run am Abend
- Samstag: 3,2 KM Schwimmen und anschliessend 11 KM rennen.
Danach gings zum Saufen nach Hamburg mit meinen beiden ältesten Freunden. Das muß 1 bis zweimal im Jahr sein und tut der Seele gut - dem Körper leider nicht.
- Darum am Sonntag nur ein Notprogramm: 40 KM im Keller auf der Rolle.

In dieser Woche steht der nächste Halbmarathon an, den ich etwas schneller laufen möchte, als den vor zwei Wochen in Münster. Soll heißen: Irgendwo zwischen 1:26 und unter 1:27:30h - lieber schneller.
Allerdings habe ich mich heute bei meiner 24 KM-Runde alles andere als Gut gefühlt. Die Erkältung wirkt noch nach. Die Atemwege sind ziemlich "verrotzt" und der Puls gut 10 Schläge zu hoch, was sich negativ auf die Leistung auswirkt. 1:49:06h.

Der Trainingplan sieht in dieser Woche noch 4 Schnelle Läufe über 11 - 16 KM plus den Halbmarathon vor. Wie ich das bei der Wettervorhersage schaffen soll, ist mir noch ein Rätsel. Dazu Schwimmen und Radfahren - letzteres auch schnelligkeitsorientiert. Mal sehen... Vielleicht gebe ich mich doch mit einer 1:28 zufrieden.

Soo. Die Anmeldungen zum Hameln-Triathlon am 17. Mai (Sprintdistanz) und zum Halbmarathon in Hannover am 3. Mai sind heute auch raus. "Hannover" wird wohl wieder ein Event mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad. Sonntag vorher ist der Hamburg-Marathon, am 1. Mai eine RTF und am 2. Mai Betriebsfest...

Eine schöne Woche noch

Reiner

Sonntag, 15. März 2009

Grippostad-Gedächnislauf - der Sprung auf's (Altersklassen-) Treppchen)

Schon wieder so eine vergurkte Woche.

Montag: wieder ziemlich platt und daher - Ruhetag

Dienstag: der Ruhetag hat nichts gebracht, Schietwetter - kein Laufen möglich, also
50 KM auf der Rolle. Die Schwimmeinheit musste ich sausen lassen

Mittwoch: Die Beine brennen, aber die 16 KM Laufen sind Pflicht.
Wieder kein Schwimmen, ich komme nicht aus dem Bett

Donnerstag: Schwimmen am Morgen vertreibt...
Zumindest 2 KM werden es, bevor die Arbeit ruft. Abends noch einmal 50 KM auf der Rolle in 1:25h

Freitag: Eine schlechte Nacht hatte ich. Fiese Halsschmerzen kündigen eine fiese Erkältung an. (Anhand der Stärke und Dauer lässt sich bei mir meistens die Stärke der Erkältung ausmachen) Noch ein zügiger, aber weitgehend lockerer 16-KM-Lauf auf dem HM in Münster am Samstag. Das ich wieder nicht schwimmen war, muß ich wohl nicht betonen. Die Jahreshauptversammlung vom LC habe ich mir auch sparen (müssen).

Samstag: Kaum richtig geschlafen. Kopf wie eine Kirchturmuhr. Die Schwimmeinheit fällt wieder aus. Zugunsten von Wagenpflege und (Getränke) einkaufen.
Um 14:05 ist Start um Halbmarathon in Münster. Endlich.
Endlich beginnt die Saison. Ich hatte mir vorgenommen, es locker angehen zu lassen und unter dem Marathon-Tempo zu laufen. Das Wetter meint es gut mit uns: Knapp 14 Grad, wolkig, etwas kühler Wind. Zu kühl für mich. Schon während des Einlaufens laufe ich zurück zur Umkleide und ziehe mir noch eine dünne Weste über die zwei kurzen T-Shirts. Ich bin halt ein Warmduscher :-)
Pünktlich geht's los. Aufgrund der Erkältung habe ich schon vorab einen Puls von 80 - normal wären vielleicht 55 - 65... Ich starte wie schon beim Silvesterlauf an selber Steller ziemlich weit vorne, lasse mir aber Luft. Nach 1,5 Stadionrunden sind vier Laufrunden zu absolvieren. Da bleibt genügend Zeit zum taktieren - und das mache ich gerne. Lieber Jäger als Gejagter. Ich schaffe es, gleichmässig zu laufen, so wie ich es mir vorgenommen hatte. Die Durchgangszeiten der 10-KM-Blöcke liegen zwischen 20:56 und 20:47 (zum Ende, als mich der Ehrgeiz packte). Auf der zweiten Runde, bei ca. KM 13 überrunden wir die ersten langsameren Läufer. Kurz vor dem Ende der 3. Runde überhole ich noch eine Gruppe von 4 Läufern, von denen einer kurz danach auf und davon zieht. Er bleibt bis ins Ziel ca. 200-300 Meter vor mir - keine Chance ihn wieder einzuholen. Die anderen fallen zurück. Auf der letzen Runde kann ich noch zwei Läufer (abgesehen von den ständigen Überrundungen) kassieren.
Zeit im Ziel: 1:28:11, mit angezogener Handbremse. Nichts dolles aber immerhin 3:30 Minuten schneller als zum Saisonauftakt vor 12 Monaten beim Halbmarathon in Paderborn (und da habe ich total Schei... gefühlt) - der steht in 4 Wochen an. Dazwischen noch ein weiterer Halbmarathon in Lohne am 29. März.
Ich bin letztendlich schneller gelaufen als geplant. Genau im Marathon-Tempo - 04:10 Minuten/Kilometer. Momentan denke ich, dass ich das Tempo so nicht über die ganze Distanz halten kann. Aber ein wenig Zeit bleibt ja noch.

Gesamtplatz 26 - AK 3./ M 45 (nicht schlecht für den ersten Start in der neuen Altersklasse - oder?)

Sonntag: Ach so. Fast hätte ich es vergessen: Letzte Nacht habe ich geschlafen wie ein Stein. Das Bier - ähh Grippostad, bzw. beides in Verbindung, hilft wohl. Heute musste die Laufeinheit wegen des permanenten Regens ausfallen. Dafür 1:30h Rolle und wenigstens kurz im Pool.

Die Nächste Woche wird etwas kompliziert, da ich von Dienstag Früh bis irgendwann Donnerstag oder Freitag in England und am Samstag/Sonntag in Hamburg bin. Da werde ich mich zwischendurch auf das Nötigste beschränken müssen und regenerieren.